QR-Code zur Seite

Wenn es drunter und drüber geht

Ilsfeldvon Patricia Okrafka, HSt

Volles Haus bei Thea­ter­gruppe der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr − Erlös kommt Anton-Peco­roni-Kame­rad­schafts­hilfe zugute

Die Gemein­de­halle ist am Sonntag voll. Rund 350 Zuschauer warten gespannt auf das High­light des Wohltätig­keits­nach­mit­tags: Die Thea­ter­gruppe der frei­wil­ligen Feu­er­wehr Ils­feld, D’Flamm­ebat­scher. Viele Senioren und Fami­lien mit Kin­dern sind gekommen, um das Pro­gramm zu genießen und gleich­zeitig die Anton-Peco­roni-Kame­rad­schafts­hilfe zu unterstützen.

Großer Ansturm Auch dieses Jahr, beim zweiten Wohltätig­keits­nach­mittag, ist der Ansturm groß. Darüber freut sich die Lei­terin und Stabführerin des Spiel­manns­zuges, Evelyn Schneider, die die Idee für die Aufführung des Thea­terstücks „Dronder ond drieber“ hatte.

Die Zuschauer sind aus­rei­chend mit Kuchen und Getränken ver­sorgt, als das bunte Pro­gramm beginnt. Die Jugend des Musik­ver­eins Auen­stein eröffnet den son­nigen Nach­mittag. Das 40-köpfige Holz- und Blechbläser­or­chester unter Lei­tung von Jürgen Rie­dinger unterhält mit flotten Musikstücken von Abba und Michael Jackson, dem King of Pop. Für Country-Fee­ling sorgt die Line- Dance-Gruppe der Volks­hoch­schule, die mit Lei­terin Renate Vogt an diesem Tag Pre­miere feiert. Mit Cow­boyhüten und Stie­feln ausgerüstet, beweisen die 14 Frauen aus Ils­feld und Meims­heim mit dem „Cana­dian Stomp“ Rhyth­musgefühl.

Während die Bühne im Anschluss fürs Thea­terstück umge­baut wird, ist die Halle bereits pas­send geschmückt: Unter­hosen, Büsten­halter und Kra­watten bau­meln von der Decke. D’Flamm­ebat­scher entführen die Zuschauer ins Wohn­zimmer der Röhrichs.

Von Kreuz­schmerzen geplagt, ent­scheidet sich Helga Röhrich, vier Wochen in die Kur zu fahren − ab sofort geht’s im Haus „dronder ond drieber“. Noch freuen sich Gatte Her­mann, Tochter Regine und Opa Albert darüber, dass Helga weg ist. Das Wohn­zimmer mutiert in der Zeit, in der die Haus­frau fehlt, zur Unter­kunft für Freunde.

Dre­ckige Wäsche­berge häufen sich wie die Lieb­schaften: Regine und ihr Freund Klaus führen eine pla­to­ni­sche Bezie­hung, Her­mann beginnt eine Affäre mit seiner Sekretärin Lolita und Opa Albert hat eine Liaison mit der Schwester seiner ver­stor­benen Frau und geht mit seinem Freund Eugen mit Karten der Spiel­sucht nach. Als dann Helga Röhrich vor­zeitig aus der Kur nach Hause geschickt wird, scheint die Kata­strophe per­fekt.

Die schwäbischen Witze garan­tieren Lacher und unter­halten die begeis­terten Zuschauer. Der achtköpfigen Truppe wird tosender Applaus beschert. Die Proben haben sich gelohnt.

Ein­ge­spielt Neben ihren regulären Ter­minen wie Feu­er­wehrübungen, Jugend­feu­er­wehr­abende oder Spiel­manns­zug­proben fanden die Schau­spieler Zeit, um an 15 Abenden das Stück „Dronder ond drieber“ ein­zu­stu­dieren. „Es macht sehr viel Spaß, man kann ent­spannen, und wir sind ein ein­ge­spieltes Team. Das ist das A und O für das Gelingen“, sagt Martin Schäfer, der im Stück Ehe­mann Her­mann spielt. „Heute Morgen bei der Gene­ral­probe, hat das Stück noch nicht per­fekt geklappt. Gut, dass beim Auf­tritt alles feh­ler­frei funk­tio­niert hat“, freut er sich. Auch Familie Mahle freut sich über die gelun­gene Dar­bie­tung. „Wir sind das erste Mal dabei, und es war ein unter­halt­sames Pro­gramm. Das Thea­terstück war lustig und urig, das passt zu Ils­feld“, sagt Mutter Tanja Mahle. „Außerdem ist es für einen guten Zweck“, betont sie. Das zweite Mal dabei ist Gisela Müller, die ihre Nach­barn dazu ani­miert hat, mit­zu­kommen. Die 74-jährige Ils­fel­derin fand die Gruppe ver­gan­genes Jahr klasse, des­halb ist sie dieses Jahr wieder da. Auch sie möchte die Stif­tung unterstützen und kommt selbst­verständlich nächstes Jahr wieder.