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Weniger Autobahn-Einsätze für die Feuerwehr

Bad Rappenauvon Nicole Theuer, HSt

Kom­man­dant Felix Mann zieht Resümee des ver­gan­genen Jahres – 13 neue Ein­satzkräfte

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem ersten Lock­down in Baden-Württem­berg zog Kom­man­dant Felix Mann ein Resümee des ersten Corona-Jahres bei der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Rap­penau. „An den Ein­satz­zahlen können wir nicht fest­stellen, dass es einen Lock­down gegeben hat“, so Mann im Sit­zungs­saal des Bad Rap­pen­auer Rat­hauses. Obwohl es doch eine Aus­nahme gibt: Die Einsätze auf der Auto­bahn gingen spürbar zurück. „Man hat den redu­zierten Ver­kehr durch den Lock­down und zuletzt durch die Aus­gangs­sperren gemerkt. Dadurch wurde auch der Ver­kehr ruhiger.“

Denkwürdig Zwei Einsätze sind Mann im Gedächtnis geblieben. Der Brand auf einem land­wirt­schaft­li­chen Anwesen und die Über­land­hilfe in Sie­gels­bach. „Als wir an dem land­wirt­schaft­li­chen Anwesen ankamen, haben sich bereits erste ther­mi­sche Schäden am Fer­menter der Bio­gas­an­lage gezeigt“, erin­nert sich Mann, „und das ging mit Gefahr einher.“ Man könne nie vor­her­sagen, wie aus­tre­tendes Methangas reagiere, „aus­tre­tender Schwe­fel­was­ser­stoff ist so giftig, dass man nach zwei, drei Atemzügen umfällt“. Fünf Monate nach dem Großbrand wurde die Wehr zur Über­land­hilfe nach Sie­gels­bach gerufen. „Als wir ankamen, haben wir gesehen, dass ein Traktor in Brand stand und sein Tank aus­lief“, sagt Mann. So konnten die Flammen auf Wohn­haus und Werk­statt überg­reifen.

Neben diesen beiden Einsätzen wurden die Wehr­leute zu 37 Fehl­alarmen durch Brand­mel­de­an­lagen gerufen, sie rückten zu 29 Hil­fe­leis­tungen mit Men­schen­ret­tung aus, leis­teten 39 Mal Hilfe zu ver­schie­denen Ein­satz­stich­worten, bekämpften 36 Klein- und Mit­telbrände, absol­vierten drei Sicher­heits­wach­dienste und rückten zehnmal zur Über­land­hilfe aus. Ange­sichts dieser Anfor­de­rungen ist Mann froh, dass inzwi­schen Übungen in Klein­gruppen bis zehn Per­sonen erlaubt sind. „Natürlich fehlt uns wei­terhin der gemein­same Aus­tausch, doch wir sind froh, dass wir wieder üben dürfen, um die Hand­lungs­si­che­rung und die Rou­tine, die im ver­gan­genen Jahr doch gelitten haben, wieder her­zu­stellen.“ Froh ist Mann auch, dass die Rap­pen­auer die Grund­aus­bil­dung für 13 neue Ein­satzkräfte durchführen konnten.

Mit­glieder Alle Absol­venten haben bestanden. „Das heißt, wir haben auf einen Schlag 13 neue Mit­glieder für die Ein­satz­ab­tei­lung.“ Da auch die Über­nahmen von der Jugend­feu­er­wehr durchgeführt werden konnten, „haben wir in diesem Bereich keinen Stau“.

Wirft Felix Mann einen Blick auf die kom­menden Auf­gaben, so steht der Bau des neuen Feu­er­wehr­hauses in Grom­bach im Fokus. „Das Grundstück, das wir ins Auge gefasst haben, konnte inzwi­schen erworben werden und wir haben die Pläne den Grom­ba­cher Kame­raden inzwi­schen auch präsen­tiert.“ Im März könnte der Gemein­derat einen Maßnah­men­be­schluss fassen. Mann rechnet mit einem Bau­be­ginn im Spätjahr.