QR-Code zur Seite

Wehrleute aus anderen Gemeinden sollen tagsüber aushelfen

Leingartenvon Josef Staudinger, HSt

„Wir wollen noch besser werden", ver­si­cherte der Kom­man­dant der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Lein­garten, André Göbl, bei der Haupt­ver­samm­lung. Es werde ange­strebt, die Mann­schaftsstärke, die der­zeit bei 77 Männern und vier Frauen liegt, zu erhöhen. Auch der Unter­richt für die Führungskräfte soll aus­ge­dehnt werden. 79 Mal musste die Lein­gar­tener Hilfs­or­ga­ni­sa­tion im ver­gan­genen Jahr ausrücken. 13 Mal waren es Fehl­alarme.

Acht Brände waren zu bekämpfen und ver­schie­dene Wes­pen­nester zu besei­tigen. 18 Mal wurden die Flo­ri­ansjünger für tech­ni­sche Hil­fe­leis­tungen benötigt. Hinzu kamen noch Brand­wa­chen bei Großver­an­stal­tungen und der Fahr­dienst bei der Senio­ren­feier. Zwei Drittel der Einsätze lagen in der Zeit zwi­schen 6 und 18 Uhr. Das Pro­blem der Tages­verfügbar­keit habe man mit Unterstützung örtli­cher Unter­nehmen in den Griff bekommen, so Göbl. Künftig sollen Aktive aus benach­barten Wehren, die am Ort arbeiten, in die Bre­sche springen. Das werde andern­orts bereits prak­ti­ziert. Um allen Anfor­de­rungen des Feu­er­wehr-all­tags gewachsen zu sein, wurden 44 Übungen und Son­der­aus­bil­dungen gehalten.

Wärme­bild­ka­mera Als High­lights des zurücklie­genden Jahres nannte der Feu­er­wehr­chef die Inbe­trieb­nahme des neuen Ein­satz­leit­wa­gens und den Kauf einer Wärme­bild­ka­mera, die gespendet wurde. Die Anschaf­fungen stufte er als „wich­tige Ele­mente zur Moder­ni­sie­rung und Stei­ge­rung der Schlag­kraft" ein. Wei­tere Ter­mine waren der Tag der offenen Tür, die Kreis-Feu­er­wehr­ver­sam­lungen, der Aus­flug des Löschzuges I und der Kame­rad­schafts­abend. Vor­aus­sicht­lich noch in diesem Monat soll dem Gemein­derat der Feu­er­wehr­be­darfs­plan vor­ge­legt werden. Der Löschzug I, bestehend aus Großgarta­cher Feu­er­wehr­leuten und der Löschzug II (Schluch­tern) wird aufgelöst und nach anderen Kri­te­rien for­miert. „Wir sind eine Feu­er­wehr", betonte der Kom­man­dant.

Mit Humor unter­rich­tete der stell­ver­tre­tende Kom­man­dant Rouven Leib­brand, der im Januar seine Funk­tion als Jugend­wart an Dominik Frank abge­geben hat, über die Aktivitäten der Jugend­feu­er­wehr. Die Truppe, die aktuell aus 30 Mit­glie­dern besteht, nimmt regelmäßig an der Bach- und See­putzete des Fische­rei­ver­eins und an der kom­mu­nalen Säube­rungs­ak­tion „Let's putz Lein­garten" teil. Der Fünfta­ges­aus­flug in den Schwarz­wald, so Leib­brand, sei eine Wucht gewesen. Den krönenden Abschluss bil­dete der 24 Stunden dau­ernde Berufs­feu­er­wehr­dienst. 40 Übungs­ein­heiten haben die Jungen und Mädchen absol­viert, das Jugend­lei­tungs­team habe über 300 Stunden inves­tiert. Im Juni nimmt der Nach­wuchs am Kreis­ju­gend-Zelt­lager in Weins­berg teil und im Juli will er das Erlernte bei der Jugend­leis­tungs­spange in Ess­lingen unter Beweis stellen.

Bürger­meister Ralf Stein­brenner hofft, dass noch in diesem Jahr die digi­tale Alar­mie­rung zum Ein­satz kommt. Mit dem digi­talen Sprech­funk sei nicht vor 2011 zu rechnen. Ab 2010 soll die neue inte­grierte Leit­stelle in Betrieb gehen. Stein­brenner dankte den Flo­ri­ansjüngern für ihren Dienst. Sein Wunsch: „Kommen Sie alle gesund und heil von den Einsätzen zurück."

Bild: Der zum Ober­brand­meister ernannte Kom­man­dant André Göbl (links) mit den beförderten Feu­er­wehr­leuten.Foto: Josef Stau­dinger