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Wehr rückte zu 62 Einsätzen aus

Obersulmvon Gustav Döttling, HSt

„Unser Ziel ist es auch in Zukunft, noch eine leis­tungsfähige und schlagkräftige Feu­er­wehr für die Ober­sulmer Bevölke­rung sicher­zu­stellen.“ Feu­er­wehr­kom­man­dant Michael Schep­perle erläuterte bei der Haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Ober­sulm ins­be­son­dere die Ände­rungen, die der neue Feu­er­wehr­be­darfs­plan bringt.

92 von 156 aktiven Feu­er­wehrmännern aus den fünf Ober­sulmer Feu­er­wehr­ab­tei­lungen, 24 Mit­glieder der Jugend­feu­er­wehr, acht Angehörige der Alters­ab­tei­lung und elf Gäste von DRK, Polizei, Ver­wal­tung und Gemein­derat folgten den Ausführungen von Kom­man­dant und Bürger­meister Harry Murso.

„Das Fahr­zeug­kon­zept soll auf ein Wech­sel­la­der­system mit drei Wech­selbrücken umge­stellt werden“, ging Schep­perle auf die künftige Fahr­zeug­aus­stat­tung ein.

Neubau Der Feu­er­wehr­be­darfs­plan, den die Abtei­lungs­kom­man­danten und die Ausschüsse der Ober­sulmer Feu­er­wehr erar­beitet haben, sehe mit­tel­fristig eine Zusam­men­le­gung der Abtei­lungen Eichel­berg, Weiler und Eschenau und den Bau eines neuen Feu­er­wehr­hauses am Orts­ein­gang von Eschenau vor. Zwei 29 und 24 Jahre alte Fahr­zeuge müssten wegen ihrer Mängel kurz­fristig ersetzt werden.

Schep­perle lobte die Zusam­men­ar­beit mit der Gemeinde und hob die inter­kom­mu­nale Beschaf­fung neuer Ein­satz­klei­dung mit den Wehren aus Löwen­stein, Ell­hofen und Wüstenrot hervor. „Wir haben dieses Jahr bereits 160 neue Ein­satz­hosen der Schutz­stufe 2 beschaffen können“, sagte der Kom­man­dant.

„In Ober­sulm über­wiegen stark Mittel- und Kleinbrände“, kam Schep­perle auf die Ein­satz­bi­lanz zu spre­chen. Im Jahr 2007 mussten die Flo­ri­ansjünger zu 62 Einsätzen ausrücken. Dar­unter waren 25 Mittel- und Kleinbrände sowie zwei Großbrände in Weiler und Wies­lens­dorf. Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tungen, Ver­kehrsunfälle, Ölspuren und Ölsperren gehörten ebenso zum Ein­satz­spek­trum wie Türöffnungen oder Amts­hilfe für die Polizei.

Aus­bil­dung „Damit wir unsere Einsätze schnell und sicher abar­beiten können, ist eine gute Aus­bil­dung nötig“, erläuterte Schep­perle das Pro­gramm mit 30 Übungs­abenden sowie den Lehrgängen, die 32 Feu­er­wehr­ka­me­raden besuchten. Der Nach­wuchs steht schon in den Startlöchern. 34 Jugend­liche gehören zur Jugend­ab­tei­lung.

„Ich ver­si­chere Ihnen, der Feu­er­wehr­be­darfs­plan wird nicht im Hau-Ruck-Ver­fahren umge­setzt“, sagte Bürger­meister Harry Murso. Er ging auf Nach­wuchs-Schwie­rig­keiten wegen der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung und auf die finan­zi­elle Leis­tungsfähig­keit der Gemeinde ein. Murso hob die Beschaf­fung eines neuen Fahr­zeugs für 380 000 Euro und die Sprech­funk-Umstel­lung auf ein digi­tales System für zunächst 35 000 Euro hervor.

Bild: Wie wichtig Aus­bil­dung und Übungen für die Kame­raden der Feu­er­wehr Ober­sulm sind, betonte Kom­man­dant Michael Schep­perle. (Foto: Gustav Döttling)