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Vom Sturmeinsatz bis zur Vogelrettung

Cleebronnvon Werner Stuber, HSt

Die Aus- und Wei­ter­bil­dung der Ein­satzkräfte stand 2007 wieder ganz oben auf dem Pro­gramm der Clee­bronner Feu­er­wehr. Bei der Haupt­ver­samm­lung blickte Kom­man­dant Jörg Schel­len­bauer zurück. Allein 15 der ins­ge­samt 34 aktiven Wehrmänner waren im ver­gan­genen Jahr bei der Maschi­nisten-, Trupp­mann- und Sprech­funker-Aus­bil­dung, bei einem Motorsägen-Grund­kurs und einem Seminar über Brand­ein­satz mit Atem­schutz. 25 Übungen waren für die Clee­bronner Wehr ange­setzt.

Stei­ge­rung Erfreu­lich sei gewesen, dass „der Übungs­be­such im Jahr 2007 leicht gestei­gert werden konnte“, berich­tete Jörg Schel­len­bauer. Immerhin neun Kame­raden hätten mehr als 20 Mal an Übungen teil­ge­nommen. Wenn nun im lau­fenden Jahr „die­je­nigen, die unter zehn Übungs­be­su­chen liegen, anstreben würden, wenigs­tens die Hälfte der Übungen zu besu­chen, dann wäre das ein schöner Fort­schritt“, ani­mierte der Kom­man­dant. Das Weinpräsent für die meisten Übungs­be­suche hatte sich, wie in den ver­gan­genen vier Jahren, wieder Uwe Beyl ver­dient. Er überließ den guten Tropfen jedoch dem Zweit­plat­zierten, Kai Bles­sing, der 22 Übungen mit­machte. An zwei Übungen erin­nerte der Kom­man­dant in seinem Jah­resrückblick noch einmal beson­ders. Dies war zum einen die Schauübung beim Jubiläums­fest „100 Jahre Alte Kelter“ und die Großübung mit rund 120 Ein­satzkräften ver­schie­dener Nachbar-Feu­er­wehren, DRK, ASB, Ret­tungs­hun­de­staffel, Not­fall­seel­sorger und der Polizei im Erleb­nis­park Trips­drill.

Zwölf Mal wurde 2007 die Clee­bronner Feu­er­wehr zu Einsätzen gerufen. Ein­fache tech­ni­sche Hil­fe­leis­tungen, wie Ölspuren und vom Sturm umge­ris­sene Bäume und Tele­fon­masten besei­tigen, waren dabei, ebenso eine Tier­ret­tung (Jungstörche im Tier­park Trips­drill), ein schwerer Ver­kehrs­un­fall, ein Pkw- und ein Papier­con­tai­ner­brand sowie zwei Gebäude- und Woh­nungsbrände. Spätes­tens nach dem Ein­satz bei dem Ver­kehrs­un­fall, bei dem die junge Fah­rerin ein­ge­klemmt und mit einer Wir­belsäulen­ver­let­zung geborgen wurde, sei bewiesen, dass sich das Seminar über die pati­en­ten­ge­rechte Unfall­ret­tung beim Güglinger Ret­tungsgerätehe­r­steller Weber-Hydraulik „voll aus­be­zahlt“ hätte. Neben Übungen und Einsätzen gab es für die Wehrmänner 2007 auch noch andere Arbeits­stunden zu leisten. Dazu gehörten Sicher­heits­wa­chen, das Feri­en­pro­gramm der Gemeinde und der Feu­er­wehr-Infotag. Ein Erfolg: Max Dürr, Miguel Essig und Sebas­tian Schel­len­bauer wurden dabei als Mit­glieder gewonnen.

Verände­rungen brachten die Wahlen. Rolf Seyb stellte nach 15 Jahren sein Amt als stell­ver­tre­tender Kom­man­dant und seinen Sitz im Aus­schuss zur Verfügung. Zum neuen Stell­ver­treter des Kom­man­danten wurde Jochen Beyl gewählt. In den Aus­schuss rückt Michael Seyb. Aus­schuss­mit­glied Andreas Richter wurde ein­stimmig wie­dergewählt.

Inves­ti­tionen Die Haupt­ver­samm­lung habe gezeigt, „wofür die Feu­er­wehr heut­zu­tage alles her­halten muss“, sagte Bürger­meister Thomas Vogl. Jeder Euro, der für die Feu­er­wehr ver­wendet werde, sei „ein gut inves­tierter Euro“, würdigte er die mehr als 1880 geleis­teten ehren­amt­li­chen Stunden der Feu­er­wehrmänner. Auf den neu­esten Infor­ma­ti­ons­stand zu den Themen digi­taler Sprech­funk, neue Alar­mie­rung und inte­grierte Leit­stelle brachte Kreis­brand­meister Uwe Vogel die Clee­bronner Feu­er­wehr.

Bild: Geehrt und gewählt: (von links) Rolf Seyb, Achim Schel­len­bauer, Jürgen Seyb, Bernd Schel­len­bauer, Klaus Neu­wirth, Jochen Beyl (neuer stell­ver­tre­tender Kom­man­dant), Ulrich Storz, Kom­man­dant Jörg Schel­len­bauer. (Foto: Werner Stuber)