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Vom Bienenschwarm bis zum befreiten Baby

Neudenauvon Rudolf Landauer, HSt

Bevor bei der Haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr seine Wie­der­wahl zum Kom­man­danten der gesamten Neu­de­nauer Wehr anstand, gab Jörg Wagner einen Bericht zum ver­gan­genen Jahr ab. Seine Bilanz machte deut­lich, mit wel­chem Ein­satz­spek­trum die Feu­er­wehr­leute heut­zu­tage kon­fron­tiert sind.

Einsätze Von der Besei­ti­gung gefährli­cher Ölspuren auf Straßen über Türöffnungen um Sanitätern Zutritt in Woh­nungen zu ver­schaffen bis hin zur Befreiung eines Babys, das in einem Pkw ein­ge­schlossen war, reichte die Palette. Ver­kehrsunfälle, aus­lau­fendes Hydrauliköl und andere Betriebs­stoffe sowie ein Bie­nen­schwarm in einem Wohn­ge­biet in Her­bolz­heim beschäftigten die Feu­er­wehr ebenso, wie ein auf die Ober­lei­tung der Bahn gestürzter Baum und eine Not­ver­scha­lung eines Gebäude­ein­gangs nach einem Ein­bruch. Enorm gefor­dert waren die frei­wil­ligen Helfer beim Unwetter in der Nacht des 30. Mai. Zu über 100 voll­ge­lau­fenen Kel­lern wurden sie gerufen.

Da hakte auch Bürger­meister Man­fred Hebeiß ein. Der Schultes kennt die Leis­tungsfähig­keit seiner Wehr und reagierte stark verärgert über die „die Grenzen des guten Geschmack über­schrei­tenden Äußerungen man­cher Bürger“. Bei einem der­artig hef­tigen Unwetter sei es unmöglich, dass die Ein­satzkräfte sofort, gleich­zeitig und überall ein­greifen können, fügte er an.

Hebeiß sprach der gesamten Wehr mit den Abtei­lungen Neu­denau, Her­bolz­heim und Sig­lingen den beson­deren Dank aus für die her­aus­ra­genden Leis­tungen im Dienste der Ein­wohner der Stadt und zur Ret­tung von Sach­werten und Men­schen­leben.

Auch der stell­ver­tre­tende Kreis­brand­meister Uwe Thoma und Möckmühler Kom­man­dant attes­tierte seinen Neu­de­nauer Kame­raden eine enga­gierte Arbeit, einen guten Aus­bil­dungs­stand und großen Ein­satz­willen. Thoma infor­mierte die Blauröcke über Vorgänge im Land­ratsamt und vor allem über den Stand der neuen Leit­stelle, die, wenn fer­tig­ge­stellt, zu den modernsten im Land zählen soll.

Als wich­tige Punkte standen die Wahlen des Gesamt­kom­man­danten und der Stell­ver­treter an. Jörg Wagner wollte eigent­lich aufhören, in einem Gespräch mit Hebeiß erklärte er sich dann doch für eine wei­tere Amts­zeit bereit. Und dass die Feu­er­wehr­ka­me­ra­dinnen und -kame­raden der Gesamt­stadt seine Fach- und Führungs­qualitäten aner­kennen, zeigte seine beein­dru­ckende Wie­der­wahl. Laut Sta­tuten können drei seiner Stell­ver­treter gewählt werden, zur Wahl stellten sich aber mit dem Neu­de­nauer Abtei­lungs­kom­man­danten Sven Rein­hardt aus Neu­denau als erstem Stell­ver­treter und seinem Her­bolz­heimer Kol­legen Alex­ander Kreß als zweitem Stell­ver­treter nur zwei Kan­di­daten. Beide wurden eben­falls mit hoher Stim­men­zahl in geheim gewählt.

Ehrungen Bürger­meister Man­fred Hebeiß, Uwe Thoma und Jörg Wagner zeich­neten Rainer Stammer für 25 Jahre mit dem sil­bernen, Rolf Kreß und Karl-Fried­rich Müller für 40 Jahre Feu­er­wehr­dienst mit dem gol­denen Ehren­zei­chen der Feu­er­wehr aus.