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Vier Feuerwehren auf Wärmebildkameraausbildung in Nordrhein-Westfahlen

Lauffen a.N.von Michael Kenngott, Feuerwehr Lauffen a.N.

Inter­kom­mu­nale Zusam­men­ar­beit Bereits im Jahr 2008 haben sich die Feu­er­wehren aus Ils­feld, Lauffen, Lein­garten und Schwai­gern mit der Absicht, eine Wärme­bild­ka­mera (WBK) zu beschaffen, zusammen getan. Nach Ansicht diverser Kameras von ver­schie­denen Her­stel­lern, ent­schieden sich die vier Feu­er­wehren zum Kauf der Wärme­bild­ka­mera ARGUS 4 der Firma Rosen­bauer. Durch die inter­kom­mu­nale Zusam­men­ar­beit und die Abnahme von vier Kameras, konnte somit eine deut­liche Ein­spa­rung für die betei­ligten Kom­munen erzielt werden.

Aus­bil­dung Auch wenn die WBK' s schon seit gut einem viertel Jahr bei den Feu­er­wehren in Benut­zung sind, wurden diese bisher hauptsächlich bei Übungs­diensten aber noch kaum zum Real­ein­satz in Betrieb genommen.

Aus diesem Grund nahmen die vier Wehren gerne die mit dem Kauf der WBK' s ver­bun­dene Option einer Wärme­bild­ka­me­ra­aus­bil­dung an. Aus­bil­dungsort war das Trai­nings- und Kom­pe­tenz­zen­trum in Nie­derkrüchten, einem Ort in Nord­rhein-West­falen.

In einem theo­re­ti­schen Teil wurde den Teil­neh­mern die Hand­ha­bung und die tech­ni­schen Möglich­keiten der WBK im Ein­satz ver­mit­telt. Auch wenn man im dichten Brand­rauch im Innen­an­griff die Vorzüge einer relativ guten Sicht nutzen kann, so sind den­noch die in der Feu­er­wehr­aus­bil­dung gelernten Ein­satz­grund­lagen und der Eigen­schutz (Rückzugs­si­che­rung) unbe­dingt zu beachten. Die WBK ist hier nur als Unterstützungs­in­stru­ment für die ein­ge­setzten Kräfte zu sehen.

Anwen­dung in der Praxis Um das theo­re­ti­sche Wissen nun auch in der Praxis anwenden zu können, ging es nach einer kurzen Mit­tags­pause auf die Real­brand­strecke. In einer zweistöckigen, aus Über­see­con­tai­nern bestehenden und mit Holz befeu­erten Übungs­an­lage, stand dann die prak­ti­sche Umset­zung auf dem Pro­gramm. Begleitet von einem Instruktor, hatten die vor­ge­henden Drei­er­trupps die Auf­gabe, die im ver­rauchten Gebäude ver­steckten Gegenstände zu finden und zu bestimmen. Vom Truppführer mit WBK ange­leitet, wurde von den Trupps das mit Hin­der­nissen ver­se­hene Gebäude sys­te­ma­tisch abge­sucht. Hin und wieder wurden Fässer und Gas­fla­schen und andere Gebinde auf­ge­funden, bei wel­chen dann mit Hilfe der WBK der Füllstand der Gefäße ermit­telt werden mussten.

Auch wenn die Real­brand­an­lage für die Wärme­bild­ka­me­ra­aus­bil­dung nicht voll auf­ge­heizt wurde, so konnten bei den doch vor­herr­schenden Tem­pe­ra­turen auch gleich die Vorzüge der neu beschafften Ein­satz­klei­dung fest­ge­stellt werden.

Nach einem inter­es­santen und ein­drucks­vollen Lehr­gangstag, trat man dann mit neuem Wissen und gesam­melten Eindrücken aber auch mit dem Brand­ge­ruch der Anlage in der Nase, den rund 400 km langen Heimweg, vorbei an den Kar­ne­vals­je­cken der Region, an.

Bilder: Feu­er­wehr Lauffen und Feu­er­wehr Schwai­gern