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Verjüngungskur an der Feuerwehrspitze

Eberstadtvon Karin Freudenberger, HSt

„Zwei Pro­zent der Eberstädter Bevölke­rung sind aktiv in der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr.“ Zu Recht stellte Bürger­meister Timo Frey diese Beson­der­heit in seinem Grußwort bei der Haupt­ver­samm­lung der Wehr heraus. Kein Wunder also, dass die Insti­tu­tion mit 60 Aktiven sehr gut auf­ge­stellt ist.

Auch die sons­tigen Zahlen, die Gesamt­kom­man­dant Dietmar Lörcher präsen­tierte, ließen sich sehen. „Wir haben einen Alters­durch­schnitt von etwa 30 Jahren“, berich­tete er stolz. Mit Mario Weller, Timo Setzer und Sebas­tian Wie­land sind 2007 wieder drei blut­junge Flo­ri­ansjünger neu dazu gekommen, die diesen Schnitt erst möglich machen. Auch an der Spitze ist gerade eine Verjüngungskur im Gang. Klaus Kessler stellte sein Amt als stell­ver­tre­tender Gesamt­kom­man­dant zur Verfügung, mit Marco Hinner rückt die nächste Gene­ra­tion nach. Die Dienst­sta­tistik zeigte ein relativ ruhiges Jahr. Auf 307 Ein­satz­stunden kamen die beiden Abtei­lungen Eber­stadt und Hölzern, wobei allein 120 Stunden auf Ast­bruch nach Sturm und Schnee fielen. Deut­lich mehr Zeit wandten die Wehr­leute auf für Übungen und Wei­ter­bil­dung, die sich auf 1806 Stunden sum­mierten.

Nicht so glücklich ist Kom­man­dant Lörcher mit der Tagespräsenz. Nur 16 Männer haben ihren Arbeits­platz vor Ort. „Aber dieses Pro­blem haben andere Wehren auch“, wusste er. Des­halb gibt es Über­le­gungen, even­tuell bei Einsätzen mit den Nach­barn aus Gell­mers­bach zusam­men­zu­ar­beiten.

Damit der Dienst optimal geleistet werden kann, erhielten die Flo­ri­ansjünger 2007 neue Stiefel. Ein­satz­hosen sind bestellt. Vier Maschi­nisten haben den Führer­schein gemacht, um das Löschfahr­zeug LF 8/6 fahren zu dürfen, wei­tere sollen folgen. In den nächsten Monaten steht die Anschaf­fung von vier Atem­schutzgeräten an, da die alten Modelle nach 25 Jahren Betriebs­zeit aus­ge­mus­tert werden müssen.

Beim Kas­sen­be­richt von Roland Ten­schert zeigte sich, dass die Wehr auch beim Durst löschen auf Festen gute Geschäfte macht. Der End­stand von 7177 Euro lässt den Feu­er­wehrmännern Spiel­raum. Bei den Wahlen wurde Marco Hinner mit 42 Ja-Stimmen, vier Ent­hal­tungen und einer Gegen­stimme neuer Gesamt­vi­ze­kom­man­dant. Der seit­he­rige Amts­in­haber Klaus Kessler kan­di­dierte als Abtei­lungs­kom­man­dant Eber­stadt und erhielt 30 Ja-Stimmen und drei Ent­hal­tungen. Die Abtei­lung Hölzern wird weiter geleitet von Klaus Seeger. Gesamt­kom­man­dant bleibt Dietmar Lörcher. „Aber nur noch ein Jahr“, betonte er und stellte seine Mannen auf den Gene­ra­ti­ons­wechsel ein.

Bild: Die neue Führungs­crew der Eberstädter Feu­er­wehr (von links): Roland Ten­schert, Dietmar Lörcher, Marco Hinner, Klaus Seeger, Klaus Kessler (Foto: Karin Freu­den­berger)