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Unterstützung bei Einsätzen aus der Luft

Leingartenvon WRS/LDR, Feuerwehr Leingarten

Kommt eine Feu­er­wehr zum Ein­satzort, ist ein wesent­li­cher Faktor für den Ein­satz­er­folg die Lage­er­kun­dung. Hier werden in kurzer Zeit die not­wen­digen Infor­ma­tionen gesam­melt, die für das Ein­leiten der Maßnahmen oder auch für die adäquate Nach­for­de­rung von wei­teren Ein­satzkräften not­wendig sind. Ein umfas­sendes Lage­bild zu erstellen kann her­aus­for­dernd sein, bei­spiels­weise, wenn das betrof­fene Objekt ent­spre­chend groß, oder das Ereignis in großer Höhe statt­ge­funden hat. Betrifft zum Bei­spiel die Lage einen Dach­stuhl, so kann dieser erst vollständig mit­tels Unterstützung einer Dreh­leiter erkundet werden.

Spe­ziell hierfür hat die Feu­er­wehr Lein­garten nun eine Drohne vom Typ Mavic Enter­prise Advanced beschafft. Bei einer Drohne han­delt es sich um ein so genanntes UAS Unmanned Air­craft System, ein unbe­manntes Luft­fahr­zeug. Die Drohne steckt trotz ihrer kleinen Größe von gerade einmal 32x24x8cm voller Leis­tung.

Mit­tels einer hoch­auflösenden Kamera können Bilder aus der Luft in den Ein­satz­leit­wagen übert­ragen werden und der Ein­satz­lei­tung ein bei­nahe vollständiges Bild größerer Ein­satz­lagen ermögli­chen. Par­allel dazu verfügt das Fluggerät über eine Wärme­bild­ka­mera, mit der sich Brand­herde von oben schnell loka­li­sieren und das Löschwasser ziel­ge­richtet ein­ge­bracht werden kann.

Dabei kann eine Drohne nicht nur zur Unterstützung bei Bränden, son­dern auch zur Per­so­nen­suche oder aber auch bei Ver­kehrsunfällen zum Ein­satz gebracht werden.

Mit darüber hinaus aus­wech­sel­baren Erwei­te­rungen, wie ein Laut­spre­cher für Durch­sagen, eine Posi­ti­ons­leuchte für Nachtflüge und einem leis­tungs­starken Such­schein­werfer ist das Gerät für allerlei Ein­satz­sze­na­rien geeignet.

Dabei wird die Drohne ledig­lich von zwei Ein­satzkräften betrieben. Einem Piloten und dem Luft­raum­be­ob­achter.

Mit einer Flughöhe von maximal 120 m und einer Reich­weite von 5000 Metern können große Flächen abge­sucht werden. Durch vier Akkus mit jeweils einer Leis­tungsfähig­keit von 20min Flug­zeit kann ein Ein­satz ent­spre­chend lange unterstützt werden.

Nach dem bereits erfolgten Erwerb des not­wen­digen Flug­scheines wird die Führungs­gruppe der Feu­er­wehr Lein­garten aktuell auf das eigens erstellte Droh­nen­kon­zept geschult und durch Übungsflüge mit der Hand­ha­bung des Fluggerätes und der Ausrüstung ver­traut gemacht. Start­hilfe bekam das Drohnen-Team von der Feu­er­wehr Wal­heim, die für den Land­kreis Lud­wigs­burg schon länger in der Luft­aufklärung aktiv ist. Herz­li­chen Dank dafür.

Da dieses Gerät aktuell noch keine Stan­dard­ausrüstung bei Feu­er­wehren ist, wurde die Beschaf­fung aus­schließlich über Spenden finan­ziert.