QR-Code zur Seite

Unfälle mit Omnibussen

Lauffen a.N.von Michael Kenngott, Feuerwehr Lauffen a.N.

Das Ein­satz­stich­wort Bus­un­fall wird bei einer Alar­mie­rung wohl bei den meisten Ret­tungskräften ein gewisses Unbe­hagen auslösen, hört und sieht man bei der Bericht­erstat­tung von Unglücksfällen mit Omni­bussen immer wieder ein Bild der Zerstörung, ver­bunden mit vielen Ver­letzten und leider auch Todes­op­fern.

Auch wenn durch das Heil­bronner Ein­satz­ge­biet zwei stark befah­rene Auto­bahn­stre­cken ver­laufen, so muss man positiv fest­stellen, dass es bei uns in der heu­tigen Zeit keine größeren Ein­satzberührungen mit Omni­busunfällen gegeben hat. Da aber auch uns jeder­zeit eine Alar­mie­rung zu einem Bus­unglück treffen kann, hat Kom­man­dant Heiner Schiefer gerne das Angebot ange­nommen und Ulrich Licht zu einem Vor­trag über Unfälle mit Omni­bussen in die Lauf­fener Stadt­halle begrüßt, zu wel­chem auch die umlie­genden Feu­er­wehren ein­ge­laden waren.

Bei der Person Ulrich Licht han­delt es sich um einen Haupt­feu­er­wehr­mann der Feu­er­wehr Neu-Ulm, wel­cher beruf­lich als Mit­ar­beiter der Firma EvoBus GmbH über ein enormes Wissen zum Thema Omni­busse verfügt. Diesen Syn­er­gie­ef­fekt nut­zend, hat Kamerad Licht bereits meh­rere Vorträge, auch an diversen Lan­des­feu­er­wehr­schulen, zum Thema Unfälle mit Omni­bussen gehalten.

Wo man bei einem Pkw bei der Ein­satz­er­kun­dung schnell ums Fahr­zeug herum ist, trifft man bei einem Omnibus mit rund 20 Metern Länge, einer Höhe von bis zu vier Metern und einem Gewicht um die 28 Tonnen, auf andere Dimen­sionen, so Licht. Wo befinden sich die Fahr­zeug­bat­te­rien und sollen diese gleich abge­klemmt werden? Wo befinden sich die Zugänge zum Fahr­zeug und mit was für Gefahren müssen die Ein­satzkräfte am und im Omnibus rechnen? Wo und wie kann das vor­han­dene Gerät ein­ge­setzt werden? Ant­worten hierzu lie­ferte der Fach­mann in einer anschau­li­chen Präsen­ta­tion.

Der Ein­satz einer Dreh­leiter bei einem Omni­bus­un­fall hat sich, so Licht, bereits bei einigen Unglücksfällen bewährt. Beson­ders wenn Per­sonen aus engen Innen­raum­verhältnissen oder aus der Höhe nach einem Unfall scho­nend aus dem Fahr­zeug gerettet werden müssen. "Lassen Sie lieber die Dreh­leiter als eines der ersten Fahr­zeuge zur Ein­satz­stelle mit ausrücken. Wenn dieses später erst nach­ge­for­dert werden muss, fehlt viel­leicht die Auf­stellfläche. Sollte das Fahr­zeug nicht ein­ge­setzt werden müssen steht zumin­dest das Per­sonal zur Verfügung", emp­fiehlt Ulrich Licht den Anwe­senden.

Nach einem rund dreistündigen Vor­trag, hatten die Kame­raden der Feu­er­wehren aus Tal­heim, Nord­heim, Neckar­west­heim, Bra­cken­heim, Bönnig­heim und Lauffen die Möglich­keit zu einem Aus­tausch unter­ein­ander und zur Klärung viel­leicht noch offener Fragen mit dem Refe­renten.

Kom­man­dant Heiner Schiefer bedankte sich bei Kamerad Ulrich Licht mit einem Weinpräsent und regte an, solche gemein­samen Vor­trags- und Schu­lungs­abende in der Zukunft fortzuführen.