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Übung auf dem staatlichen Obstversuchgut der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Heuchlingen

Bad Friedrichshallvon Gerhard Kupfer, Feuerwehr Bad Friedrichshall

Samstag, 19. April 2008 - 13.30 Uhr

Zu diesem Zeit­punkt wurde die Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall, Abt. Kern­stadt, von der Leit­stelle mit dem Alarm­stich­wort „Brand in einer Lager­halle des Obst­gutes Heuch­lingen, zwei Per­sonen werden ver­misst", alar­miert.

Beim Ein­treffen des Zugführers stellte sich die Lage wie folgt dar: Starker Qualm drang aus der Lager- und Kühlhalle. Ein Mit­ar­beiter unter­rich­tete den Zugführer, dass sich noch zwei Arbeiter in der Halle befinden. Dar­aufhin wurde die Abtei­lung Dut­ten­berg und die Feu­er­wehr Oed­heim nach­alar­miert.

Die Mann­schaft des HLF (Hil­fe­leis­tungs-Löschfahr­zeug) begann sofort mit der Men­schen­ret­tung in der Halle. Die Dreh­leiter (DLK) wurde zur Rie­gel­stel­lung an der West­seite des Gebäudes in Stel­lung gebracht. Das in der Zwi­schen­zeit ein­ge­trof­fene Löschfahr­zeug (LF 10/6) der Abtei­lung Dut­ten­berg ver­sorgte zunächst die DLK aus einem Über­flur­hy­drant. Hierbei zeigte sich, dass der Druck im vor­han­denen Lei­tungs­system nicht aus­reichte.

Da sich auf dem Gelände ein Löschteich befand wurde dort das LF 8 der Feu­er­wehr Oed­heim ein­ge­setzt. Es hatte die Auf­gabe die Was­ser­ver­sor­gung für die DLK sicher zu stellen und von der Ost­seite ein B-Rohr in Stel­lung zu bringen.

Nach kurzer Zeit hatte ein Ret­tungs­trupp die erste ver­letzte Person gefunden und dem Ret­tungs­dienst überg­eben. Die Suche nach der 2. Person gestal­tete sich weitaus schwie­riger. Diese wurde im 1. OG in der Nähre der Kühlag­gre­gate ver­mutet. Zwei wei­tere Atem­schutz­trupps wurden nun in der Halle ein­ge­setzt, davon einer auf­grund des Brandes von Kunst­stoff­kisten mit einem Schaum­rohr.

In der Zwi­schen­zeit wurden durch den Leiter des Obst­gutes alle vor­lie­genden Pläne (Baupläne- und Was­ser­ver­sor­gung) der Besat­zung des ELW 1 ausgehändigt, so dass die Tech­ni­sche Ein­satz­lei­tung (TEL) alle wich­tigen Infor­ma­tionen vor Ort hatte.

Nach einer Stunde konnte an die TEL gemeldet werden, Feuer schwarz, alle Per­sonen gerettet und dem Ret­tungs­dienst überg­eben.

Ziel der Übung, so Stadt­brand­meister Kurt Semen, war das Üben an einem unbe­kannten Objekt und die Überprüfung der vor­han­denen Was­ser­ver­sor­gung auf ihre Leis­tungsfähig­keit.

Fazit:Die Was­ser­ver­sor­gung im Hydran­ten­netz ist nicht aus­rei­chend. Ein sicherer Aufbau der Was­ser­ver­sor­gung ist nur über das offene Gewässer (Löschteich) gewährleistet. Dieser wurde kurz vor der Übung für die Was­ser­ent­nahme zugänglich gemacht. Eine wei­tere Möglich­keit Löschwasser zu ent­nehmen besteht erst bei dem rd. 2 Kilo­meter ent­fernten Fluß Kocher.

An der Übung nahmen teil:

Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall­Ab­tei­lung Kern­stadt:Kom­man­do­wa­gen­Ein­satz­leit­wagen 1Hil­fe­leis­tungslöschfahr­zeug, HLF 20/16 Dreh­leiter, DLK 23/12 Gerätewagen Trans­port, GW-TAbtei­lung Dut­ten­berg:Löschgrup­pen­fahr­zeug, LF 10/6

Feu­er­wehr Oed­heimLöschgrup­pen­fahr­zeug, LF 8