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Transportwagen macht Feuerwehr mobiler

Eppingenvon Peter Boxheimer, HSt

Schritt für Schritt wird das neue Löschzügekon­zept der Eppinger Feu­er­wehr umge­setzt. Wich­tiger Mosa­ik­stein dabei sind Mann­schafts­trans­port­wagen, die Aktive und Mate­rial rasch und sicher zum Ein­satzort bringen.

Das jüngste Fahr­zeug ist am Sonntag an die Abtei­lung Klein­gartach überg­eben worden. Zwei wei­tere für Adels­hofen und Rohr­bach folgen 2018. „Dann sind wir sehr gut aus­ge­stattet“, betont Stadt­kom­man­dant Martin Kuh­mann.

63.000 Euro hat das neue Feu­er­wehr­auto gekostet. Bewusst ent­schieden sich die Eppinger für einen Ford Transit. Den Preis­vor­teil gegenüber Alter­na­tivlösungen anderer Her­steller bezif­fert Kuh­mann auf 10 000 bis 15 000 Euro. Der Wagen ist einer der letzten dieser Art, der im Land­kreis Heil­bronn bezu­schusst wird. „Es ging ein­fach nicht mehr, weil nicht genug Mittel zu Verfügung stehen“, ver­deut­licht stell­ver­tre­tender Kreis­brand­meister Heiner Schiefer aus Lauffen. Eppingen hatte Glück: Für die Anschaf­fung zahlt das Land noch­mals 12 500 Euro.

„Lange Jahre war es ein Wunsch unserer Abtei­lung, ein sol­ches Fahr­zeug zu erhalten“, erin­nert der Klein­garta­cher Kom­man­dant Timo Weid­mann bei der Übergabe. Erst 2014, mit dem neuen Löschzügekon­zept, kam die örtliche Hilfs­or­ga­ni­sa­tion diesem Ziel näher. Im Oktober 2016 wurde der Wagen aus­ge­schrieben. Jetzt müssen die Wehr­leute nicht mehr mit ihren pri­vaten Pkw oder dem Traktor anrücken, wenn sie zu einem Not­fall gerufen werden. Ohnehin haben die Abtei­lungen mehr Mit­glieder als die neun Aktiven, die jeweils in ein Löschfahr­zeug passen.

Für Eppin­gens Oberbürger­meister Klaus Holaschke ist der Trans­port­wagen „ein sehr wich­tiges Fahr­zeug“. Er trage zur Sicher­heit der Bürger bei. Das Gros des Feu­er­wehr­kon­zepts sei nun umge­setzt.

Auch Stadt­kom­man­dant Kuh­mann sieht die Inves­ti­tion unter Sicher­heits­aspekten: Mit den Trans­port­wagen, die acht Sitzplätze bieten, können die Aktiven an Ver­an­stal­tungen teil­nehmen, ohne dafür Ein­satz­fahr­zeuge ver­wenden zu müssen. Die stehen jeder­zeit für den Ernst­fall in den örtli­chen Gerätehäusern bereit. „Wir sind damit in allen Abtei­lungen zu 100 Pro­zent erreichbar“, unter­streicht Kuh­mann. Und wenn es für Jugend­liche Wett­be­werbe oder andere Aktivitäten gebe, sei nun die ent­spre­chende Trans­portmöglich­keit vor­handen.

Durch­dacht findet Heiner Schiefer das Fahr­zeug­kon­zept: Über eine klapp­bare Auf­fahr­rampe können Roll­wagen mit Mate­rial im hin­teren Bereich depo­niert werden. „Eine sinn­volle Geld­an­lage“, beschei­nigt der stell­ver­tre­tende Kreis­brand­meister. Muss jetzt zum Bei­spiel an einem öffent­li­chen Gewässer eine Was­ser­ver­sor­gung auf­ge­baut werden, sind die Geräte schneller zu Stelle. „Das ist ein Rie­sen­vor­teil“, bekräftigt der Stadt­kom­man­dant. Die Aus­schrei­bung der Trans­port­wagen für Adels­hofen und Rohr­bach folgt im Herbst. „Dann ist das Kon­zept abge­schlossen“, freut sich Martin Kuh­mann.