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Tierrettung mit Happy End

Widdernvon Alexandra Berk, HSt

Klas­si­sche Brände gibt es für die Feu­er­wehren glückli­cher­weise nur selten zu löschen, berichtet der Gesamt­kom­man­dant der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Wid­dern, Wolf­gang Schlägel, in seinem Jah­resrückblick für das Jahr 2013, den er in der jüngsten Gemein­de­rats­sit­zung vor­stellte. Die Gesamt­wehr glie­dert sich in die Abtei­lungen Wid­dern und Unterk­essach mit ins­ge­samt 71 aktiven Feu­er­wehr­leuten. Dazu kommen 25 Jugend­liche in der Jugend­wehr. Im ver­gan­genen Jahr wurde die Wid­derner Wehr zu 19 Einsätzen gerufen. Bei zwei Alar­mie­rungen rückten die Unterk­essa­cher Feu­er­wehr­leute aus. „Ins­ge­samt war es ein relativ ruhiges Jahr“, sagt Schlägel. Der Schwer­punkt der Einsätze lag bei Ver­kehrsunfällen. Dazu kamen drei klei­nere Brand­einsätze, tech­ni­sche Hilfe bei Unwetter und Tier­ret­tung.

Gerätewagen „Der neue GWT hat sich schon bewährt“, berichtet Schlägel. Gemeint ist der neue Gerätewagen Trans­port, mit dem Ausrüstung und Mann­schaft zum Ein­satzort trans­por­tiert werden können. Das neue Fahr­zeug wurde beim Feu­er­wehr­fest im Mai offi­ziell an die Abtei­lung Wid­dern überg­eben. Bei einem LKW-Unfall auf der Auto­bahn im Dezember leis­tete er schon beson­ders gute Dienste. Die­sel­kraft­stoff, der aus dem Unfall­fahr­zeug aus­zu­laufen drohte, konnte in den mitgeführten 1000-Liter-Tank abge­pumpt werden. „Der Tank steht auf einer Palette und kann so pro­blemlos ver­laden werden“, erklärt Schlägel.

Auch eine nicht alltägliche Tier­ge­schichte ereig­nete sich im ver­gan­genen Jahr. Ein Falke hatte sich den Fuß so unglücklich in der Ast­gabel eines Baums ein­ge­klemmt, dass er sich nicht mehr selbst befreien konnte. Die Feu­er­wehr Wid­dern schaffte es schließlich mit Hilfe eines hin­zu­ge­ru­fenen Tier­arztes, den ver­letzten Vogel aus rund fünf Metern Höhe zu befreien. Das Tier wurde in die Greif­vo­gel­pfle­ge­sta­tion nach Bad Fried­richs­hall gebracht. Die Geschichte fand ein glückli­ches Ende. Nach drei Wochen konnte Abtei­lungs­kom­man­dant Patrick Ehr­hardt den inzwi­schen gesunden Falken wieder abholen und ihn im Hardthäuser Wald in die Frei­heit ent­lassen.

Lehrgänge Neben Übungen, die fast monat­lich statt­fanden, gab es auch zahl­reiche Lehrgänge, an denen die Mit­glieder der Wid­derner Wehr teil­nahmen. Mit­glieder der Abtei­lung Unterk­essach legten zudem das Leis­tungs­ab­zei­chen in Bronze mit Erfolg ab. „In Unterk­essach würden wir uns noch mehr Mit­glieder mit Aus­bil­dung zum Atem­schutzträger wünschen“, sagt Schlägel. Ein beson­deres Jubiläum konnte die Abtei­lung Unterk­essach 2013 feiern. Mit einem zweitägigen Fest gemeinsam mit den Unterk­essa­cher Ver­einen wurde das 125-jährige Bestehen der Feu­er­wehr in dem Wid­derner Orts­teil gefeiert. Bei der Gene­ral­ver­samm­lung der Abtei­lung Wid­dern im November wurde Patrick Erhardt als Abtei­lungs­kom­man­dant in Wid­dern gewählt. Gerd Hes­pelt und Peer Wöhrbach sind neue Stell­ver­treter. Neue Jugend­war­tinnen sind Saskia Wöhrbach und Fabi­enne Mall.

Bild: Im Mai bedankte sich Kom­man­dant Wolf­gang Schlägel (r.) noch im Namen der Feu­er­wehr für den neuen GWT. Das Fahr­zeug bewährte sich inzwi­schen schon im Ein­satz. Foto: Archiv/Berk