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Tagespräsenz macht der Wehr zu schaffen

Beilsteinvon Wolfgang Seybold, HSt

Bei der Haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Beil­stein mit der­zeit 59 Aktiven erin­nerte Kom­man­dant Bernd Kir­cher an die 29 Einsätze, die im ver­gan­genen Jahr geleistet werden mussten. Bemer­kens­wert, so der Kom­man­dant, sei gewesen, dass die Beil­steiner Wehr gleichmäßig ver­teilt übers Jahr ausrücken musste.

„Die Tagespräsenz wird immer mehr gefor­dert", bemerkte Kir­cher. Da diese nur schwer selbst gewährleistet werden könne, bemühe er sich mit den benach­barten Feu­er­wehren, ins­be­son­dere mit den Kame­raden aus Obers­ten­feld, gut zusam­men­zu­ar­beiten.

Hagel und Feuer Kom­man­dant Kir­cher berich­tete von einem ruhigen Jahr mit wenig Schaden. Ein Flächen­brand, der durch unkon­trol­liertes Abbrennen von Heu auf einem Feld bei Söhlbach ent­standen war, und ein Holz­brand wurden von der Mann­schaft ohne Pro­bleme gelöscht. Der große Hagel­sturm am 30. Mai, der den Wen­ger­tern noch gut in Erin­ne­rung geblieben ist, brachte für die Feu­er­wehr über­ra­schen­der­weise keine Alar­mie­rung. Nur ver­stopfte Was­ser­einlässe in ver­schie­denen Straßen mussten frei gemacht werden.

Spek­takulär war dagegen ein Unfall in der Auen­steiner Straße vor der St. Anna­kirche. Ein Cabrio­fahrer fuhr stadt­auswärts mit zu hoher Geschwin­dig­keit, kam des­halb vor der Kirche von der Fahr­bahn ab und säbelte dabei einige Äste und Stützen der denk­mal­geschützten Linde ab. Die Wehr musste die Aststützen erneuern und der Linde wieder Halt geben. In seinem Jah­res­be­richt sagte Bernd Kir­cher, dass trotz nicht aus­rei­chendem Übungs­be­such der Kennt­nis­stand der Kame­raden ver­bes­sert werden konnte. Ein Löschtrupp legte das Leis­tungs­ab­zei­chen in Bronze ab. Lehrgänge im Motorsägen, Sprech­funk, tech­ni­scher Hilfe und Trupp­mannführung ergänzten die Aus- und Wei­ter­bil­dung. Die Jugend­feu­er­wehr konnte auf eine erfolg­reiche Wer­be­ak­tion zurückbli­cken und ver­zeich­nete im ver­gan­genen Jahr einen Zuwachs auf 24 Mit­glieder.

Die Ver­samm­lung wurde vom Kom­man­danten auch über den Stand des Maga­zin­neu­baus infor­miert. „Das Bau­ge­biet Hart ist erschlossen, und die not­wen­digen Finanz­mittel sind im Haus­halt für das lau­fende Jahr ein­ge­stellt", berich­tete Kir­cher. Er denke, dass die bean­tragten Zuschüsse vom Land befürwortet werden. Kreis­brand­meister Uwe Vogel ver­si­cherte, dass das neue Feu­er­wehr­haus ganz oben auf der Prioritäten­liste stehe und er alles tun werde, um zum Gelingen bei­zu­tragen.

Der stell­ver­tre­tende Bürger­meister Walter Weller über­mit­telte Dank und Aner­ken­nung des Gemein­de­rates und der Bürger für die geleis­tete Arbeit.

Beförde­rungen Kreis­brand­meister Vogel beförderte Jürgen Herkle und Thomas Schmidt zu Haupt­feu­er­wehrmännern.

Von der Jugend­feu­er­wehr wurden Johannes Huber, Sebas­tian Kir­cher, Ruben Trötschler und Marcel Wohl­bold mit der Leis­tungs­stufe aus­ge­zeichnet.

Bild: Ein ruhiges Jahr. Bei 29 Einsätzen wurden die Feu­er­wehr­ka­me­raden der Lang­hans­stadt nur wenig gefor­dert. (Foto: Archiv/Kuhnle)