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Stadt und Gemeinderat stehen zu ihrer Feuerwehr

Eppingenvon Nicole Theuer, HSt

„Die Not­wen­dig­keit für den Erwei­tungsbau des Feu­er­wehrgerätehauses war im Gemein­derat unum­stritten", bekannte Eppin­gens Oberbürger­meister Klaus Holaschke am Mitt­woch­abend bei der fei­er­li­chen Übergabe an die Frei­wil­lige Feu­er­wehr in Eppingen. 420.000 Euro hat die Baumaßnahme gekostet, 100.000 Euro Zuschuss zahlte das Land. „Aber die Kon­zep­tion der Feu­er­wehr ist noch nicht beendet", sagte Holaschke. Dem stell­ver­tre­tenden Kreis­brand­meister Heiner Schiefer gab er mit auf den Weg: „Wenn im nächsten Jahr die not­wen­dige Beschaf­fung von Ersatz­fahr­zeugen auf dem Plan steht, hoffen wir, dass wir in die Bezu­schus­sung genommen werden."

Bürger­wohl Klaus Holaschke betonte, dass „die Kon­zepte der Wehr über­zeu­gend sind". Sie han­dele nicht aus Selbst­zweck, son­dern zum Wohl der Bürger­schaft. Des­halb sei es im Gemein­derat auch keine Frage gewesen, der Kon­zep­tion mit dem Neubau „ohne Wenn und Aber" zuzu­stimmen.

Lebens­ret­tend Der Erwei­te­rungsbau umfasst eine Halle für zwei Fahr­zeuge und einen Sanitärtrakt, getrennt für Männer und Frauen. Außerdem wurden ein Durch­bruch zum Gewölbe­keller und eine Ver­bin­dung zwi­schen den beiden Fahr­zeug­hallen geschaffen.

„Im Zuge der Baumaßnahme haben wir auch noch die gesamte Elek­tro­in­stal­la­tion saniert", erklärte Stadt­kom­man­dant Martin Kuh­mann. Zudem wurden zwei Kom­pres­soren ange­schafft. Einer, der die Atem­luft für die Press­luft­fla­schen erzeugt, ein zweiter, der dafür sorgt, dass der Brems­druck in den Löschfahr­zeugen erhalten bleibt. „Das ist eine große Erleich­te­rung. Wir müssen jetzt nicht mehr in den Fahr­zeugen sitzen und sie laufen lassen, bis sich der Brems­druck auf­ge­baut hat, son­dern können bei einem Ein­satz sofort los­fahren." Eine Anschaf­fung, die über Men­schen­leben ent­scheiden kann.

Eine eigene Werk­statt, in der die Gerätschaften der Atem­schutzträger gewartet, gerei­nigt und für die Einsätze vor­be­reitet werden, wird die lau­fenden Kosten senken. Kuh­mann: „Die Werk­statt wird sich in wenigen Jahren amor­ti­siert haben."

Die Eppinger Wehr umfasst der­zeit 89 aktive Feu­er­wehrmänner, 28 Mit­glieder sind bei der Jugend­wehr, die Alters­mann­schaft zählt 15 Mit­glieder. „Die Auf­gaben der Feu­er­wehr haben sich im Laufe der Zeit gewan­delt", so der Kom­man­dant.

Doku­men­ta­tion Richtig deut­lich wurde dies in einer Doku­men­ta­tion, die den Gästen präsen­tiert wurde. Von den Anfängen 1847 bis heute hat sich viel verändert. Davon konnten sich die Gäste bei einem Rund­gang über­zeugen. Die Requi­si­ten­kammer haben die Eppinger in den zurücklie­genden Monaten ein­ge­richtet, alte Uni­formen sind dort ebenso zu sehen wie altes Werk­zeug. Dazu pas­send wurde unter Mit­wir­kung der Jugend­feu­er­wehr ein alter Lei­ter­wagen restau­riert. Sobald die alten Pumpen über­holt sind, möchten die Eppinger einen his­to­ri­schen Löschzug auf­stellen und diesen der Öffent­lich­keit präsen­tieren.

Bild: Rein­hard Frank (links), Gründer der Jugend­feu­er­wehr, beim Stöbern in der Relik­ten­kammer mit Stadt­kom­man­dant Martin Kuh­mann. (Foto: Franz Theuer)