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Schwelendes Feuer in den eigenen Reihen ist gelöscht

Gemmingenvon Simon Gajer, HSt

Eigent­lich ist es eine reine Form­sache, womit sich der Gemein­derat in seiner Sit­zung am Don­nerstag beschäftigt: Er bestätigt die Wahl der Feu­er­wehr­kom­man­danten und Abtei­lungs­kom­man­danten. Aller­dings ver­lief dieses Jahr die Ver­samm­lung der Wehr erneut alles andere als ruhig. Als die Wahl des Kom­man­danten anstand, kan­di­dierte neben Amts­in­haber Karl-Richard Sorg (Gem­mingen) plötzlich Michael Bayer (Steb­bach). Ein zweiter Wahl­gang war nötig, für den Bayer seine Kan­di­datur zurückzog - den­noch wurden 20 ungültige Stimm­zettel gezählt.

Nach­wehen Drei Stunden dau­erte das Treffen am Mon­tag­abend, zu dem Bürger­meister Timo Wolf als orga­ni­sa­to­ri­scher Leiter der Wehr die Führungs­riege der beiden Abtei­lungen ein­ge­laden hatte. „Es war ein sehr gutes Gespräch", schätzte er die Stim­mung ein. Zwar habe die diesjährige Gene­ral­ver­samm­lung zu Nach­wehen in den Reihen der Flo­ri­ansjünger geführt. „Jetzt ist den Betei­ligten klar, dass die Feu­er­wehr im Vor­der­grund steht." Als Ver­ant­wort­li­cher für die Wehr sah er seine Auf­gabe darin, einen neuen Impuls von außen zu geben. „Mein Inter­esse ist, so etwas nicht stehen zu lassen." Der Gemein­derat stehe hinter den Ein­satzkräften, sagt Timo Wolf. So ist dem Gre­mium der Feu­er­schutz der Gemeinde in diesem Jahr einen Zuschuss in Höhe von fast 110 000 Euro Wert. Der Haus­halt stellt bei­spiels­weise allein für Aus- und Fort­bil­dung nahezu 7000 Euro bereit.

Damit es nicht wieder zu einem ähnli­chen Eklat kommt, hofft Timo Wolf auf eine stärkere Kom­mu­ni­ka­tion. Mit­ein­ander, nicht überein­ander reden, darauf setzt er in den Reihen der Flo­ri­ansjünger. „Es ist eine Feu­er­wehr, das wollen wir stärken." Bei­spiels­weise mit noch mehr gemein­samen Aktionen, wie bei­spiels­weise den Übungen, zu denen beide Abtei­lungen schon jetzt gele­gent­lich zusammen einrücken. Zur Gesamt­wehr zählen 69 aktive Mit­glieder, die Alters­mann­schaft ist 52 Mit­glieder groß, und 31 Jugend­liche gehören dazu.

Ungültige Stimmen Schon im ver­gan­genen Jahr gab es Unstim­mig­keiten bei Wahlen. Damals stand Michael Bayer als zweiter stell­ver­tre­tender Kom­man­dant zur Wahl: 31 Ja- und zwölf Nein-Stimmen ver­einte er auf sich. Acht Kame­raden hatten sogar andere Namen auf den Wahl­zet­teln hin­ter­lassen. Die Wahl fand statt, nachdem ihn die Steb­ba­cher Kame­raden ein­stimmig zum Abtei­lungs­kom­man­danten gewählt hatten. Damals hatte Bürger­meister Timo Wolf in der Ver­samm­lung um eine gute Zusam­men­ar­beit gebeten. „Wir wollen hier keine zugeschütteten Gräben aufreißen."

Bild: „Es war ein sehr gutes Gespräch." Bürger­meister Timo Wolf