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Sanierung nach Heizöl-Unfall

Möckmühlvon Heike Kinkopf, HSt

„Das Haus kann stehen bleiben, die Sanie­rung läuft“, erklärt die Haus­ei­gentümerin. 2500 Liter Heizöl sind in den Keller einer Möckmühler Familie gepumpt worden. Der Lie­fe­rant ver­wech­selte die Adressen und steckte den Schlauch auf den aus­ran­gierten Stutzen ihres Hauses, der zur Entlüftung diente (wir berich­teten).

„Der Fall hat für Auf­sehen gesorgt“, erzählt die Möckmühlerin. Neu­gie­rige spa­zierten oder fuhren im Auto am Haus vorbei. „Das hat aber nach ein paar Tagen aufgehört.“ Viele drückten ihr Bedauern und Mitgefühl aus. Die Nach­barn inter­es­sierten sich für den Fort­gang der Sanie­rung. „Die Anteil­nahme war groß.“ Umfas­send geht auch die Sanie­rung der betrof­fenen Kel­lerräume von­statten.

Eine Gefährdung des Trink­was­sers oder der Nach­bar­grundstücke besteht nicht, erläutert Diplom-Geo­loge Mat­thias Möller. Sein Inge­nieurbüro in Neuffen bei Ess­lingen sei vom Scha­dens­ver­ur­sa­cher, der Firma des Öllie­fe­ranten, mit der Scha­dens­auf­nahme beauf­tragt worden. Und als Bau­leiter sei er mit der Sanie­rung des Bodens betraut.

Die Boden­platte der ans Haus gren­zenden Garage wurde ent­fernt. Dar­unter befand sich der Keller des betrof­fenen Hauses. „50 Kubik­meter ölbe­las­tetes Erd­ma­te­rial ist ent­fernt worden“, erklärt Möller. Es ent­stand eine Grube mit einer Tiefe von etwa 1,60 Metern.

„Wir haben Boden­proben ent­nommen und von einem Labor in Kassel ana­ly­sieren lassen“, beschreibt der Geo­loge die zurücklie­genden Arbeiten. „Nach vor­lie­genden Erkennt­nissen liegt für Schutzgüter keine Gefährdung vor.“ Zu Deutsch: Für Mensch und Natur besteht keine Gefahr. „Es wird keine Nut­zungs­ein­schränkung geben.“

Die ölgetränkte Erde befindet sich in Con­tai­nern. Ein Kran steht bereit, um die schwere Last zum Abtrans­port auf Lkw zu hieven.

Wie lange die Boden­sa­nie­rung und das Her­richten der betrof­fenen Räume noch dauert, lässt sich der­zeit noch nicht sagen. Die Ver­si­che­rungen sind im Moment mit der Scha­dens­re­gu­lie­rung beschäftigt. Die Familie hofft, baldmöglichst ganz in ihr Haus zurückkehren zu können, das der­zeit nur ein­ge­schränkt nutzbar ist.