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Patientengerechte Rettung - Fortbildung des ASB und der Feuerwehr Lauffen

Lauffen a.N.von Michael Kenngott, Feuerwehr Lauffen a.N.

Ein Bild davon, wie wichtig das überg­rei­fende Zusam­men­spiel aber auch das Verständnis für die durchzuführenden Maßnahmen der Ret­tungskräfte bei einer Men­schen­ret­tung aus einem ver­un­fallten Kfz ist, konnten sich Kräfte des ASB und der Feu­er­wehr Lauffen bei einer gemein­samen Fort­bil­dung in Lauffen machen.

Anhand des ABCDE-Schema ver­mit­telte Ret­tungs­as­sis­tent Lars Won­ne­berger vom ASB den Teil­neh­mern das medi­zi­ni­sche und ret­tungs­dienst­liche Vor­gehen bei einer trau­ma­ti­sierten Person. Beim Erst­ein­druck (General Impres­sion) geht es um eine rasche Einschätzung von Atmung, Kreis­lauf und Neu­ro­logie, welche nach rund 15 Sekunden abge­schlossen sein sollte. Das ABCDE-Schema setzt sich aus A- Airway/Spine, der Beur­tei­lung der Atem­wege und der gleich­zei­tigen manu­ellen Sta­bi­li­sie­rung der Hals­wir­belsäule; B- Breathing/Ven­ti­la­tion, der Beur­tei­lung der Atmung mit gleich­zei­tiger Gabe von Sau­er­stoff; C- Cir­cu­la­tion, Beur­tei­lung des Kreis­laufes und der Gewe­be­per­fu­sion; D- Disa­bi­lity, der neu­ro­lo­gi­sche Zustand des Pati­enten wird beur­teilt und E- Expo­sure/Envi­ron­ment, der Unter­su­chung des ent­klei­deten Pati­enten bei Erhal­tung der Körperwärme zusammen.

Zur tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung refe­rierten René Irion und Andreas Schadt über die Vor­ge­hens­weise der Feu­er­wehr mit innerem und äußerem Arbeits­kreis, der Aibag-Pro­ble­matik, Glas­ma­nage­ment und den Gefahren an der Ein­satz­stelle.

An zwei bereit­ge­stellten Übungs­fahr­zeugen konnten die Lehr­gangs­teil­nehmer dann das theo­re­ti­sche Wissen zum Trau­ma­ma­nage­ment und der pati­en­ten­ge­rechten Ret­tung in die Praxis umsetzen. Hier wurde bewußt darauf geachtet, dass gemischte Drei­er­trupps, bestehend aus Angehörigen beider Orga­ni­sa­tionen die Men­schen­ret­tung durchführten. So konnte es sein, dass Angehörige der Feu­er­wehr für die Pati­en­ten­ver­sor­gung und Angehörige des Ret­tungs­dienstes für die tech­ni­sche Hilfe unter den Augen der beiden Aus­bilder von Feu­er­wehr und ASB zuständig waren. Durch diese gemischten Trupps hatte jeder einmal die Möglich­keit, einen Ein­blick in die Maßnahmen und Vor­ge­hens­weisen des anderen zu erhalten.

Bei einer abschließenden Ein­satzübung zeigte sich nicht nur für die zu ret­tende Person, son­dern auch für die Ein­satzkräfte, wie wichtig die rich­tige Zusam­men­ar­beit ist. Bereits nach sieben Minuten war das Dach des Pkw ent­fernt. Während dieser Zeit wurde die Hals­wir­belsäule des Pati­enten schon mit Stif­neck durch den ASB immo­bi­li­siert und dieser medi­zi­nisch betreut. Nachdem das Dach abge­nommen war, konnte der Patient zusätzlich mit einem K.E.D-System sta­bi­li­siert, mit einem Spi­ne­board aus dem Fahr­zeug gerettet werden. Nach ins­ge­samt 15 Minuten war die kom­plette Ret­tung dann abge­schlossen.

Am Ende waren sich alle Teil­nehmer einig, dass solche gemein­samen Fort­bil­dungen ein bes­seres Verständnis für die Maßnahmen der anderen Ret­tungs­or­ga­ni­sa­tion mit sich bringen, wel­ches sich dann letzt­end­lich auch bei der Ret­tung der ver­un­fallten Person für diese positiv aus­wirkt.