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Neujahrsempfang bei der Feuerwehr Bad Friedrichshall

Bad Friedrichshallvon Feuerwehr Bad Friedrichshall

Neben ca. 90 Feu­er­wehr­leuten konnte Kom­man­dant Kurt Semen bei dem Neu­jahrs­emp­fang im Feu­er­wehr­haus am 6. Januar Bürger­meister Peter Dol­derer, die Frak­ti­ons­vor­sit­zenden des Gemein­de­rats, Ver­treter der Polizei und des DRK und die Kom­man­danten der benach­barten Feu­er­wehren, Neckar­sulm, Bad Wimpfen und Oed­heim begrüßen. Anwe­send war auch Kom­man­dant Michael Geißler mit Frau aus der Part­ner­stadt Hohenmölsen.

Der Neu­jahrs­emp­fang bei der Feu­er­wehr ist ein guter Brauch um sich in den ersten Tagen ein gutes neues Jahr wünschen zu können und die Pla­nungen für das neue Jahr vor­zu­stellen.

Nach einem Gedicht­vor­trag hielt Kurt Semen Rückblick über die wesent­li­chen Einsätze und Beschaf­fungen im Jahr 2007.

Das Feu­er­wehr­jahr 2007 war wieder von einer Fülle von Auf­gaben und Einsätzen gezeichnet. Das Ein­satz­spek­trum reichte von der Besei­ti­gung der Unfall­ge­fahren durch Ölspuren, über Tier­ret­tungen und Brände bis zu der Befreiung von Ver­letzten aus ver­un­fallten Fahr­zeugen. Mit 162 Alarmen geht das Jahr 2007 als Rekord­jahr hin­sicht­lich der Alarm­zahlen in die Geschichte der Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall ein. Sta­tis­tisch gesehen war alle 2,5 Tage, oder 60 Stunden, ein Alarm, wel­cher den Ein­satz des ehren­amt­li­chen Per­so­nals erfor­der­lich machte.

Begonnen hatte das Jahr, wie immer in den letzten Jahren, mit einem Ein­satz. Hecken­brand in Plat­ten­wald um 00.20 Uhr und Brand eines Klei­der­con­tai­ners um 18, 20 Uhr. Am 18.1. waren ins­ge­samt 18 Einsätze nach einem Sturm abzu­ar­beiten. Zum 1. Ver­kehrs­un­fall auf der B 27 musste die Feu­er­wehr am 1.2. ausrücken. Der erste Großbrand, ein Stallgebäude beim Alten­heim in Jagst­feld war am 22.3.2007, gefolgt von einem wei­teren Großbrand am 16.4. in der Rain­straße.

Fünf Einsätze waren inner­halb von 3 Tagen, ver­mut­lich durch Brand­stif­tung, in einem Wohngebäude im Stadt­teil Plat­ten­wald. Der Dezember brachte ins­ge­samt 24 Einsätze, ange­fangen von Türöffnungen für die Polizei bis zu einem Großbrand in einer Schrei­nerei in der Bach­straße.

Durch die Viel­zahl von Übungen wurde die Ein­satzfähig­keit gestärkt. Beson­ders zu erwähnen sind zwei überörtliche Großübungen, zusammen mit den Feu­er­wehren Gun­dels­heim, Oed­heim, Offenau und dem DRK. Ein großes Betätigungs­feld waren auch wieder die Sicher­heits­wach­dienste bei Ver­an­stal­tungen.

Für die Abtei­lung Bad Fried­richs­hall (Kern­stadt) konnte im Oktober als Ersatz­be­schaf­fung für ein 29 Jahre altes Fahr­zeug ein neues Löschgrup­pen­fahr­zeug, LF 20/16, über­nommen werden. Dieses Fahr­zeug ist auf dem aktu­ellstem Stand der Technik auf­ge­baut und verfügt über eine umfang­reiche tech­ni­sche Bela­dung und über einen sehr hohen Ein­satz­wert. Die wich­tigsten Funk­tionen sind com­pu­ter­un­terstützt. Eine ein­ge­baute Schaum­zu­misch­an­lage erhöht den tak­ti­schen Ein­satz­wert. Um das Fahr­zeug und die darauf ver­las­teten Geräte zweckmäßig ein­setzen zu können, waren über 460 zusätzliche Aus­bil­dungs­stunden auf­zu­wenden. Hierfür bedankte sich Semen bei den Teil­neh­mern, ins­be­son­dere bei den Aus­bil­dern und den Arbeits­gruppen HLF und ELW 1. Wei­terhin bedankte er sich beim Bürger­meister und Gemein­derat für die Ver­wirk­li­chung des Vor­schlags der Feu­er­wehr bei den Beschaf­fungen und die Bereit­stel­lung der not­wen­digen Haus­halts­mittel.

Nach einigen Nach­bes­se­rungs­ar­beiten und erfolgter Aus­bil­dung kann das Fahr­zeug ab sofort in den Ein­satz­dienst gestellt werden. Das Fahr­zeug wird die Arbeit der Feu­er­wehr­leute erleich­tern, erfor­dert aber auch eine wei­tere Aus- und Fort­bil­dung.

Die zweite Ersatz­be­schaf­fung, ein ELW 1 als Führungs­fahr­zeug, befindet sich der­zeit bei der Fa. Hensel zum Ausbau. Auch hier wird ein hoch­wer­tiges tech­ni­sches Ein­satz­mittel geschaffen. Die Funk­aus­stat­tung wird durch das Ope­ra­tor­system mit zwei Com­pu­ter­ar­beitsplätzen unterstützt. Durch die Rückfal­l­e­bene ist jedoch auch ein manu­eller Betrieb wie bisher gewohnt möglich.

Nach Aus­lie­fe­rung des ELW 1 soll eine gemein­same offi­zi­elle Fahr­zeugübergabe beider Fahr­zeuge erfolgen.

Zum Schluss bedankte sich Kurt Semen bei seinen Feu­er­wehr­anghörigen und ihrer Fami­lien, sowie bei allen, welche die Arbeit der Feu­er­wehr im Jahr 2007 unterstützt haben, für die Zusam­men­ar­beit im Jahr 2007 und über­brachte die besten Wünsche für ein glückli­ches, gesundes neues Jahr 2008.

Bürger­meister Dol­derer nutzte die Gele­gen­heit den Feu­er­wehr­leuten für ihren ehren­amt­li­chen Dienst für die Bürge­rinnen und Bürger Dank zu sagen. Gemein­derat und Ver­wal­tung unterstützten die Feu­er­wehr auch wei­terhin. Auch in Zeiten leerer Kassen wurden die Mittel für not­wen­dige Beschaf­fungen bereit­ge­stellt um die Schlag­kraft der Feu­er­wehr zu erhalten. In den letzten drei Jahren wurden für die Beschaf­fungen von zwei Fahr­zeugen und sons­tiger Ausrüstungs­ge­genständen ins­ge­samt fast 500.000 € zur Verfügung gestellt..

In den nächsten zwei Jahren werden wei­tere erheb­liche Auf­wen­dungen für die Einführung des Digi­tal­funks und der digi­talen Alar­mie­rung not­wendig. Die Stadt Bad Fried­richs­hall wird auch hierfür die erfor­der­li­chen Mittel bereit­stellen.

Kreis­feu­er­wehr­ver­bands­vor­sit­zender Rein­hold Korb über­brachte die Wünsche der Land­kreis­feu­er­wehren. Er nahm die Gele­gen­heit wahr, eine bereits bei dem Kame­rad­schafts­abend vor­ge­se­hene Ehrung nach­zu­holen. Für die langjährige Tätig­keit als Kreis­aus­bilder Trupp­mann/ Truppführer, für jahr­zehnte lange Mit­ar­beit in ver­schie­denen Ausschüssen der Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall, fünf Jahre Abtei­lungs­kom­man­dant und 10 Jahre Stell­ver­treter des Kom­man­danten ver­lieh er an Brand­meister Ger­hard Kremsler die Ehren­nadel des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Heil­bronn.

Pünkt­lich nach Schluss des offi­zi­ellen Teils über­brachten Stern­singer Glück- und Segenswünsche zum neuen Jahr und trugen ein Lied vor. Ihr gekonnter Vor­trag wurde mit viel Applaus, Gaben in die Opferbüchse und mit Süßigkeiten belohnt.

Anschließend konnte im Hof das neue Löschfahr­zeug besich­tigt werden.