QR-Code zur Seite

Neues Löschfahrzeug ersetzt 29 Jahre altes Einsatzfahrzeug in Helfenberg

Ilsfeldvon Dennis Klecker, Feuerwehr Ilsfeld

Der Löschzug Hel­fen­berg mit Auen­stein der Feu­er­wehr Ils­feld erhielt in diesem Jahr eine sehr große Osterüber­ra­schung. In der Kar­woche waren vier Feu­er­wehr­ka­me­raden bei der Firma Rosen­bauer und nahmen das neue Löschfahr­zeug „LF 20 KatS“ ab. Bis zum 7. April 2021 stand noch das 29 Jahre alte Löschgrup­pen­fahr­zeug (LF 8/6) in den Diensten der Wehr. Das neue Fahr­zeug wurde als LF 20 KatS aus­ge­schrieben und ent­spre­chend der dazugehörigen DIN-Norm von der Firma Rosen­bauer in Lucken­walde gebaut. Die Bela­dung wurde von der Firma Barth Feu­er­wehr­technik in Fell­bach gelie­fert.

Bis dahin war es jedoch ein langer und teil­weise mühevoller Weg. Bereits im Sep­tember 2018 fand eine erste Bespre­chung des Fahr­zeug­aus­schusses statt, um sich Gedanken über das neue Löschfahr­zeug für den Standort in Hel­fen­berg zu machen. Zahl­reiche Bespre­chungen und sogar eine Besich­ti­gung eines bau­glei­chen Fahr­zeugs in St. Bla­sien, im Schwarz­wald, fanden statt. Das Ergebnis kann sich nun aber sehen lassen.

Leider erlaubt es die aktu­elle Corona-Ver­ord­nung nicht, eine öffent­liche Fahr­zeugübergabe zu ver­an­stalten. Dies bedauern wir sehr, da das Fahr­zeug ja für die Sicher­heit der Bürge­rinnen und Bürger von Hel­fen­berg, Auen­stein und dem übrigen Gemein­de­ge­biet ange­schafft wurde. Des­halb stellen wir Ihnen allen das Löschfahr­zeug heute vorab auf diesem Weg vor:

Es han­delt sich um ein soge­nanntes Löschgrup­pen­fahr­zeug mit einem Löschwas­ser­tank­in­halt von 2.000 Liter Wasser. Das 16 Tonnen Fahr­ge­stell der Firma MAN mit Auto­ma­tik­ge­triebe und All­rad­fahr­werk unterstützt die Fahrer in jedem Gelände und bei allen Ein­satz­si­tua­tionen. Die Zusatz­be­zeich­nung „KatS“ steht für Kata­stro­phen­schutz­fahr­zeug. In unserem Fall wurde das Fahr­zeug aber nicht vom Bund beschafft und für den Kata­stro­phen­schutz der Feu­er­wehr Ils­feld über­lassen, son­dern wir haben uns spe­ziell für diese Ausführung als Löschgrup­pen­fahr­zeug ent­schieden. Uns war dabei beson­ders wichtig, dass wir ein Fahr­zeug mit einem möglichst großen Tank­in­halt erhalten, mit einer ent­nehm­baren Trag­kraft­spritze sowie 300 Meter B-Schläuchen in Buchten gela­gert, die während der Fahrt ver­legt werden können. Somit passt das Fahr­zeug optimal in die Auf­ga­ben­ver­tei­lung der Feu­er­wehr Ils­feld. Während der Löschzug Scho­zach im Bereich der tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung seinen Schwer­punkt hat, wird der Löschzug Hel­fen­berg mit Auen­stein bei der Brandbekämpfung und Was­serförde­rung über lange Weg­stre­cken tätig.

Das neue Löschfahr­zeug wurde euro­pa­weit aus­ge­schrieben. Hierfür hatte der Gemein­derat bereits im Jahr 2019 grünes Licht gegeben. Der Feu­er­wehr Ils­feld ist bewusst, dass es sich dabei um eine sehr große Inves­ti­tion han­delt. Dieses Fahr­zeug dient jedoch der Sicher­heit aller Ein­wohner der Gemeinde Ils­feld mit Teil­orten und soll auch wieder rund 25 Jahre seinen Dienst erweisen. An dieser Stelle möchten wir uns beim Gemein­derat und bei Herrn Bürger­meister Thomas Knödler für die Unterstützung bei dieser Beschaf­fung recht herz­lich bedanken.

Die zwanzig aktiven Feu­er­wehr­anghörigen des Löschzugs Hel­fen­berg mit Auen­stein haben gleich nach Ostern mit den Übungen - unter strengsten Corona-Schutz­be­din­gungen - begonnen. Diese Übungen sind unab­dingbar, wenn wir mit dem neuen Fahr­zeug ausrücken möchten. Im April und Mai folgen noch wei­tere Übungen, um jedes ein­zelne feu­er­wehr­tech­ni­sche Gerät optimal zu beherr­schen. Kom­man­dant Steffen Heber und seine Stell­ver­treter bedanken sich für das tolle Enga­ge­ment beim Leiter des Löschzugs Hel­fen­berg mit Auen­stein, Rainer Läpple, seinem Stell­ver­treter und der gesamten Mann­schaft gerade in dieser aktuell schwie­rigen Zeit. „Wir wünschen dem Löschzug Hel­fen­berg mit Auen­stein eine stets unfall­freie Fahrt und allen immer eine gesunde Rückkehr von den Einsätzen“, betont Kom­man­dant Heber. Rainer Läpple ist sich sicher: „Wenn es die Corona-Ver­ord­nungen zulässt, werden wir das Fahr­zeug auch der Bevölke­rung noch aus­giebig vor­stellen.“