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Neuer ELW2 des Landkreises im Portrait

Landkreis Heilbronnvon Tim Zartmann, Medienteam KFV Heilbronn

Heute dreht sich alles um den neuen Ein­satz­leit­wagen des Land­kreises Heil­bronn.

Der 18-Tonner wird von der Fern­mel­de­gruppe der Feu­er­wehr Neckar­sulm betrieben und kann zu Einsätzen im ganzen Land­kreis alar­miert werden. Die Auf­gaben des ELWs sind viel­seitig. Ob als Bespre­chungs­raum für die örtliche Ein­satz­lei­tung oder im Stabs­modus mit der Führungs­un­terstützungs­ein­heit des Land­kreises, der ELW ist für alles gewappnet.

Der ELW ist eine Ergänzung zur überörtli­chen und überbehördli­chen Zusam­men­ar­beit im Land­kreis und in der modernen Ein­satz­lei­tung und Ein­satzführung nicht weg­zu­denken.

Bei Einsätzen kann „Flo­rian Heil­bronn Land 1/12“ über die Leit­stelle alar­miert werden und selbst bei klei­neren Einsätzen bietet er schon große Vor­teile.

Um die Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Feu­er­wehren im Land­kreis zu erleich­tern, wurde das alte Modell des Führungs­stabs überar­beitet und durch ein Kon­zept mit Führungs­un­terstützungs­stufen ersetzt. In drei Stufen kann die örtliche Ein­satz­lei­tung in diverser Weise unterstützt werden. Die Unterstützungs­stufe eins beinhaltet nur das Fahr­zeug mit Fern­mel­de­tech­ni­schem Per­sonal, in der Stufe zwei wird ein Trupp der Land­kreis­res­source hin­zu­ge­zogen. In Stufe drei kann dann auch stabsmäßig gear­beitet werden.

Mit der ver­bauten Technik kann die Ein­satz­lei­tung optimal unterstützt werden. Es gibt Möglich­keiten, Lage­karten dar­zu­stellen, um die Kräfte optimal auf­zu­stellen, zudem können über einen Außenbild­schirm Lage­ein­wei­sungen im Außenbe­reich durchgeführt werden. Das ist nicht nur hilf­reich, um mehr Führungskräfte gleich­zeitig zu errei­chen, auch in der aktu­ellen Situa­tion kann hier noch der Abstand zwi­schen den teil­neh­menden Per­sonen ein­ge­halten werden.

Der Bespre­chungs­raum im Innen­be­reich bietet zudem auch die Möglich­keit die ver­schie­denen Stabs­be­reiche an einen Tisch zu bringen. Mit Lap­tops und Inter­net­zu­gang können die Stabs­be­reichs­leiter oder auch die örtliche Ein­satz­lei­tung optimal zusam­men­ar­beiten.

Die Kom­mu­ni­ka­tion ist durch den Raum­ge­winn gegenüber dem alten Fahr­zeug eben­falls erleich­tert worden. Da hier gleich­zeitig mehr Per­sonen im Fahr­zeug sein können, verkürzt sich der Kom­mu­ni­ka­ti­onsweg.

Im rücksei­tigen Bereich des Fahr­zeugs befinden sich die Funk­ar­beitsplätze für das Per­sonal der Fern­mel­de­gruppe. Vier voll­wer­tige Arbeitsplätze mit Funk-, Telefon- und Inter­net­an­bin­dung machen die schnelle Abar­bei­tung der Auf­gaben, die Ein­satz­do­ku­men­ta­tion und die Kom­mu­ni­ka­tion zur Leit­stelle und den gebil­deten Ein­satz­ab­schnitten möglich.

Im mitt­leren Bereich des Fahr­zeugs befindet sich ein Steh-Arbeits­platz. Dieser wird in der Regel vom Fahr­zeugführer des Fern­mel­de­per­so­nals besetzt und dient zur Verständi­gung zwi­schen der Ein­satz­lei­tung oder dem Stab und dem Funk­per­sonal. Zusätzlich kann die Person, die diesen Platz besetzt eine Ansprech­person für alle Betei­ligten sein. Sie hat durch die Plat­zie­rung immer den Über­blick über alle Vorgänge.

Wenn der ELW zu einem Ein­satz hin­zu­ge­zogen wird, kann schon auf der Anfahrt die Arbeit des Fern­mel­de­per­so­nals beginnen. Zwei der vier Funk­ar­beitsplätze sind für die Fahrt aus­ge­legt und können durch einen eben­falls schon bei der Fahrt betreib­baren Gene­rator genutzt werden. Dies ver­schafft erheb­liche ein­satz­tak­ti­sche Vor­teile, dadurch kann der oft lange Anfahrtsweg des Fahr­zeugs schon optimal genutzt werden und es geht kaum Zeit ver­loren.

Bei lau­fenden Einsätzen, bei denen es schon eine Ein­satz­lei­tung vor Ort gibt und diese sta­tionär in einem Gebäude ist, kann nahezu die kom­plette Technik exter­na­li­siert werden. Mit der ver­la­denen tech­ni­schen Ausrüstung ist das Fern­mel­de­per­sonal nicht an das Fahr­zeug gebunden. Mit Kabeln können Funk­ar­beitsplätze nach außen ver­legt werden. Die trag­baren Tele­fone sind mit einer guten Reich­weite aus­ge­stattet und können kabellos im Außenbe­reich betrieben werden. Ebenso können die Lap­tops zur Ein­satz­do­ku­men­ta­tion drahtlos über WLAN mit dem Fahr­zeug ver­bunden werden.

Im Bereich des Außenmo­ni­tors an der Bei­fah­rer­seite des ELW befindet sich eine Mar­kise, welche vor Regen und auch vor Sonne schützen kann. Wenn die Mar­kise aus­ge­fahren ist, können größere Lage­be­spre­chungen wet­ter­unabhängig im Außenbe­reich abge­halten werden. Ergänzend dazu wird auch eine Hygie­ne­sta­tion vor­ge­halten, die nicht nur jetzt in Zeiten von Corona wichtig ist, son­dern auch zur Schwarz-Weiß Tren­nung im Ein­satz­fall beiträgt.

Durch die vielen tech­ni­schen Neue­rungen gegenüber dem Vorgänger­fahr­zeug waren gute Orga­ni­sa­tion und Aus­bil­dung nötig, um das Fahr­zeug und sein Per­sonal für den Ein­satz vor­zu­be­reiten. Selbst­verständlich gibt es noch Raum für Ver­bes­se­rung und erst nach ein paar Einsätzen können hier erste Resümees gezogen und die Stell­schrauben nach­jus­tiert werden.