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Neue Technik erleichtert den Einsatz

Schwaigernvon Stefanie Pfäffle, HSt

Eric ist ein echter Könner. Mit gezieltem Auge setzt der Sechsjährige den Auto­reifen senk­recht auf den Asphalt, peilt die Holzkästchen an und rollt das Rad los. Und rumms - wieder sind alle umge­fallen. „Der Spie­le­par­cours macht total Spaß, am Aller­besten ist das mit dem Wasser“, erklärt der Schwai­gerner Knirps. Klar, das kühle Nass gehört ein­fach zu einem Tag der offenen Tür einer frei­wil­ligen Feu­er­wehr. Dazu hatten am Sonntag die Schwai­gerner Flo­rianjünger auf das Gelände ihres Maga­zins geladen.

Nach­wuchs

Ringe und Dosen werfen, mit einer kleinen Schub­karre zwei Becher Wasser über Hin­der­nisse balan­cieren oder ein bren­nendes Haus löschen - für die Kleinen gibt es jede Menge zu tun. Immer mit dabei ist der Nach­wuchs der Feu­er­wehr.

Seit einem Jahr ist Caspar in der Jugend­feu­er­wehr und zwar bei den Smo­ke­jum­pern. Das ist im Gegen­satz zu den Fire­figh­tern die jüngere Gruppe, denn Caspar ist erst elf Jahre alt. „Wir gehen Mini­golf­spielen und machen Abzei­chen und Übungen“, erzählt der Schwai­gerner. Er ist mit Feu­er­eifer dabei und kann sich gut vor­stellen, später bei den Aktiven mit­zu­ma­chen.

Die dürfen an einem Tag der offenen Tür dann Würst­chen grillen, Pommes brut­zeln oder die Fragen der zahl­rei­chen Besu­cher beant­worten. Abtei­lungs­kom­man­dant Uwe Schlund ist froh um den Andrang trotz des Käsritts im benach­barten Lein­garten. „Wir hatten schon ein biss­chen Bedenken, aber wir haben treue Besu­cher“, ist er erleich­tert. Man sei schließlich eine Ein­rich­tung für die Bevölke­rung und wolle dieser gerne auch zeigen, was getan werden kann. Seit April steht dafür das Hil­fe­leis­tungslöschfahr­zeug HLF 20/16 als Ersatz für den 27 Jahre alten Vorgänger zur Verfügung. Die Ausrüstung ist damit auf dem aller­neu­esten Stand. „Die Autos werden immer besser, da kommt man mit den alten Scheren und Spreizen gar nicht mehr rein“, erläutert Schlund. Inzwi­schen geben sogar viele Fahr­zeug­her­steller einen Leit­faden heraus, wo am Besten anzu­setzen ist.

Neue­rungen

Wei­tere Neue­rungen erleich­tern den Ehren­amt­li­chen die Arbeit: Mit der Wärme­bild­ka­mera lassen sich auch in ver­rauchten Räumen Per­sonen aufspüren, die Atem­schutzgeräte sind direkt im Mann­schafts­teil. Hebe­kissen, direkter Schaum­tank, elek­tro­ni­sche Rege­lungen und Schorn­stein­fe­ger­werk­zeug dienen der Sicher­heit. „Man kann gar nicht sagen, ob wir mehr löschen oder zur tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung bei Unfällen her­an­ge­zogen werden, das ist jedes Jahr kom­plett unter­schied­lich“, erklärt Schlund.

Neben der Ausrüstung ist natürlich vor allem die Aus­bil­dung der Mann­schaft wichtig. Ihr Leis­tungs­vermögen demons­trierte das Team bei einer Ret­tungsübung, die dem Leis­tungs­ab­zei­chen in Bronze nach­emp­funden war.

Fotos: Volker Lang, Feu­er­wehr Schwai­gern