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Neue Motivation durch neues Löschfahrzeug

Hardthausenvon Rainer Köller, HSt

Für sie hat sich ein Traum erfüllt: Beim Feu­er­wehr­fest wurde der Lam­polds­hau­sener Abtei­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Hardt­hausen das neue Ein­satz­fahr­zeug, ein LF 10, überg­eben.

Abtei­lungs­kom­man­dant Ralf Haußecker ist seit 15 Jahren im Amt. Ein Jahr zuvor hatten die Lam­polds-hau­sener das damals bereits 18 Jahre alte Löschfahr­zeug 8 von der Abtei­lung Kocher­steins­feld über­nommen. Das heißt, das bis­he­rige Gefährt war mit seinen über 30 Dienst­jahren doch schon recht betagt.

Bedarfs­plan Haußecker führte aus, dass der Bedarfs­plan eigent­lich keine Ersatz­be­schaf­fung für das Fahr­zeug vorsah, doch 2010 änderte sich dies. Drei Jahre später geneh­migte das Land­ratsamt Heil­bronn einen Zuschuss. Haußecker und Gesamt­kom­man­dant Klaus Herold machten in ihren Reden deut­lich: Wäre das Fahr­zeug nicht gekommen, gäbe es die Abtei­lung Lam­polds­hausen in Zukunft nicht mehr. Herold nannte das neue LF 10 daher ein Ret­tungs­fahr­zeug: „Es hat die Abtei­lung Lam­polds­hausen vor dem Unter­gang bewahrt.“ Und das war wichtig, ange­sichts einer „top aus­ge­bil­deten und hoch­mo­ti­vierten Mann­schaft, die sich jeder Kom­man­dant so nur wünschen kann“.

Herold und Haußecker haben zahl­lose Stunden inves­tiert, ehe klar war, wel­ches Fahr­zeug bestellt werden soll. Wichtig war beiden, dass das LF 10 einen starken Motor bekommt, nachdem das schwach moto­ri­sierte alte LF 8 zum Bei­spiel die Steige in der Schöntaler Straße regel­recht nach oben keuchte. Bis­lang hatten die Wehr­leute im kleinsten Hardt­hau­sener Orts­teil ledig­lich eine Kübel­spritze mit zehn Litern Löschwasser, nun können sie auf einen Tank mit immerhin 1600 Litern zurückgreifen. Klaus Herold nannte das neue Fahr­zeug einen „Quan­ten­sprung für die Abtei­lung“.

Die Feu­er­wehr habe in Hardt­hausen einen hohen Stel­len­wert, erklärte Bürger­meister Harry Brunnet. 600 000 Euro gebe die Kom­mune in den Jahren 2014 und 2015 für deren Aus­stat­tung aus. „Es ist aber sehr, sehr gut ange­legtes Geld“, zeigte sich der Ver­wal­tungs­chef sicher. Zum fast 300 000 Euro teuren neuen Fahr­zeug erklärte Brunnet, dieses ent­spreche den Bedürfnissen und mache die Hardt­hau­sener Feu­er­wehr ins­ge­samt, vor allem aber die Abtei­lung Lam­polds­hausen, noch leis­tungsfähiger. „Wir haben eine sehr enga­gierte, aktive Frei­wil­lige Feu­er­wehr und sind stolz darauf“, so Brunnet. Hardt­hausen hat der­zeit 94 Wehr­leute, davon sind 32 aus Lam­polds­hausen.

Letzter Ein­satz Am frühen Morgen des Überg­a­be­tages mussten übri­gens auch die Lam­polds­hau­sener zu einem Zim­mer­brand in Gochsen ausrücken. Und so wurde noch einmal das LF 8 gebraucht. Dieser letzte Ein­satz sei ein Zei­chen, dass das neue Fahr­zeug „kein Spiel­zeug, son­dern ein unver­zicht­barer Bestand­teil der Feu­er­wehr“ sei, erklärte der Land­tags­ab­ge­ord­nete Dr. Bern­hard Lasotta (CDU). Solche Fahr­zeuge würden die Einsätze ein­fa­cher und zuverlässiger machen. „Aber es muss auch mehr aus­ge­bildet und geübt werden.“

Bild: Vor dem neuen Fahr­zeug: (von links) Rainer Knödler von Daimler-Benz, Kom­man­dant Klaus Herold, Abtei­lungs­kom­man­dant Ralf Haußecker, Bürger­meister Harry Brunnet und Abge­ord­neter Dr. Bern­hard Lasotta. (Foto: Agentur Kochertal)