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Neubau der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal

Um den Neubau der Lan­des­feu­er­wehr­schule am Standort Im Wen­delrot in Bruchsal fach­lich zu begleiten und zu koor­di­nieren, hat Innen­mi­nister Heri­bert Rech am Freitag, 18. März 2011, einen Bau­aus­schuss unter Vor­sitz von Lan­des­brand­di­rektor Her­mann Schröder mit Ver­tre­tern der kom­mu­nalen Lan­des­verbände, des Lan­des­feu­er­wehr­ver­bands und der Unfall­kasse Baden-Württem­berg ein­ge­setzt. Wir werden die bis­lang zwei Stand­orte in Bruchsal zusam­menführen und damit eine moderne Aus­bil­dungsstätte schaffen, die auch in den nächsten Jahr­zehnten den hohen Stan­dard der Aus­bil­dung unserer Feu­er­wehr­leute in Baden-Württem­berg garan­tiert, sagte der Innen­mi­nister nach der kon­sti­tu­ie­renden Sit­zung des Pro­jekt­be­glei­tenden Exper­ten­rates in Bruchsal. Bis 2015 würden am west­li­chen Ende der Feu­er­wehr-Übungs­an­lage drei Solitärgebäude in attrak­tiver Archi­tektur und mit höchster Funk­tio­nalität ent­stehen.

Die Zusam­men­le­gung ver­bes­sere die Betriebsabläufe der Schule und redu­ziere die lau­fenden Kosten. Ein wei­terer Vor­teil sei, dass der Schul­be­trieb in der Stein­acker­straße ohne wesent­liche Beeinträchti­gungen bis zur Fer­tig­stel­lung des Neu­baus wei­ter­laufen könne. Damit ist auch in den kom­menden Jahren die bun­des­weit aner­kannte qua­li­fi­zierte Aus­bil­dung an der Lan­des­feu­er­wehr­schule gewährleistet, so Rech. Sanie­rung bezie­hungs­weise Moder­ni­sie­rung an der Stein­acker­straße hätten dagegen über meh­rere Jahre zu erheb­li­chen Beeinträchti­gungen und even­tu­ellen Redu­zie­rungen im Schul­be­trieb geführt.

Der bis­he­rige Stamm­sitz im Süden von Bruchsal an der Stein­acker­straße sei von Wohn­be­bauung umgeben. Dort seien die Räumlich­keiten für die theo­re­ti­sche Aus­bil­dung, Unter­brin­gung, Ver­pfle­gung, Ver­wal­tung sowie Werkstätten und Fahr­zeug­hallen. Im Nord­westen von Bruchsal liege im Gewer­be­ge­biet Im Wen­delrot die Übungs­an­lage für die gesamte prak­ti­sche Aus­bil­dung. Da die beiden Stand­orte rund fünf Kilo­meter von­ein­ander ent­fernt lägen, sei der Zusatz­auf­wand enorm, bei­spiels­weise durch das Pen­deln von Lehr­per­sonal und Lehr­gangs­teil­nehmer zwi­schen den beiden Stand­orten.

In der Stein­acker­straße stünden umfang­reiche Sanie­rungs- und Moder­ni­sie­rungsmaßnahmen an, da die Bau­sub­stanz der über­wie­gend in den Jahren 1959 bis 1976 erstellten Gebäude in großem Umfang sanie­rungsbedürftig seien. Außerdem seien die Unter­brin­gung in Dop­pel­zim­mern (für 150 Lehr­gangs­teil­neh­me­rinnen und -teil­nehmer) und die zen­tralen Dusch- und WC-Anlagen nicht mehr zeitgemäß. Das haben die meist ehren­amt­li­chen Schu­lungs­teil­nehmer völlig zu Recht bemängelt. Mit dem Neubau schaffen wir eine zukunfts­wei­sende und vor­bild­liche Aus­bil­dungs­ein­rich­tung, in der sich die Frauen und Männer der Feu­er­wehr wohlfühlen können. Ihr vor­bild­li­ches ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment hat das mehr als ver­dient, betonte Rech.

Eine Pro­jekt­studie des Lan­des­be­triebs Vermögen und Bau Baden-Württem­berg in Zusam­men­ar­beit mit der Lan­des­feu­er­wehr­schule habe ergeben, dass die Ver­tei­lung auf zwei Stand­orte mittel- bis lang­fristig unwirt­schaft­lich und ein Neubau für die Bereiche Lehre, Ver­wal­tung, Werkstätten, Ver­pfle­gung und Unter­kunft am Standort Im Wen­delrot die wirt­schaft­li­chere Vari­ante sei. Die Kosten für eine Sanie­rung und Moder­ni­sie­rung des Gebäude­be­standes in der Stein­acker­straße lägen dem­nach grob geschätzt bei rund 24 Mil­lionen Euro. Die Bau­kosten für einen Neubau am Standort Im Wen­delrot beliefen sich bei glei­cher Aus­bil­dungs­ka­pazität wie an der Stein­acker­straße nach der Pro­jekt­studie grob geschätzt auf rund 33 bis 36 Mil­lionen Euro. Beson­ders erfreu­lich sei, dass sich Lan­des­re­gie­rung, Kom­mu­nale Lan­des­verbände und Lan­des­feu­er­wehr­ver­band in enger Abstim­mung über die Finan­zie­rung verständigt hätten. Auch um diese enge Koope­ra­tion während der gesamten Pro­jekt­phase bei­zu­be­halten, haben wir heute den Bau­aus­schuss kon­sti­tu­iert, so Rech.

Zusatz­in­for­ma­tionen:

Die Lan­des­feu­er­wehr­schule Baden-Württem­berg in Bruchsal ist die zen­trale Aus­bil­dungsstätte des Landes für die Frei­wil­ligen Feu­er­wehren, die Berufs­feu­er­wehren und die Werk­feu­er­wehren. Gleich­zeitig werden rund 200 Lehr­gangs­teil­neh­me­rinnen und -teil­nehmer während der Aus­bil­dung an der Lan­des­feu­er­wehr­schule inter­natsmäßig unter­ge­bracht. Jährlich besu­chen rund 6.500 Feu­er­wehr­angehörige die Ein­rich­tung. Die Lan­des­re­gie­rung stellt pro Jahr 6,2 Mil­lionen Euro aus Mit­teln der Feu­er­schutz­steuer für den Betrieb zur Verfügung. Bis­lang ist die Lan­des­feu­er­wehr­schule an zwei Stand­orten in Bruchsal unter­ge­bracht, die räumlich circa fünf Kilo­meter von­ein­ander ent­fernt sind. Der alte Standort in der Stein­acker­straße wird kom­plett auf­ge­geben und am Standort der Feu­er­wehr-Übungs­an­lage Im Wen­delrot neu errichtet. Die Pla­nungen und die ersten Aus­schrei­bungen werden das Jahr 2011 bean­spru­chen. Die Finan­zie­rung der aktuell geschätzten Bau­kosten von 33 bis 36 Mil­lionen Euro ist im Staats­haus­halts­plan für die Jahre 2010 bis 2015 vor­ge­sehen.

Wei­tere Infor­ma­tionen zur Lan­des­feu­er­wehr­schule gibt es im Internet unter www.lfs-bw.de.

Quelle: Innen­mi­nis­te­rium Baden-Württem­berg