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Mit der Wärmebildkamera hat die Wehr ganz neue Chancen

Möckmühlvon Redaktion HSt

Eine außergewöhnliche Übung absol­vierte die Möckmühler Feu­er­wehr bei der Firma Kauf­land Logistik im Indus­trie­ge­biet in den Möckmühler Habichtshöfen. Die Brand­mel­de­an­lage beim größten Arbeit­geber der Stadt hatte in einem Bereich vor dem Tiefkühllager, in dem auch Gabel­stapler abge­stellt sind, auf­grund von Rauch­ent­wick­lung den Alarm ausgelöst - so das Übungs­sze­nario.

Hin­ter­grund war glückli­cher­weise kein echtes Feuer, son­dern ein von der Nebel­ma­schine der Feu­er­wehr ausgelöster Nebel. Inner­halb kürzester Zeit waren die Feu­er­wehren mit sieben Fahr­zeugen vor Ort.

Zuerst wurde die Lage erkundet. Anschließend gab Ein­satz­leiter Uwe Thoma sechs Atem­schutzträgern den Auf­trag, in den „ver­rauchten" Raum vor­zu­dringen. Gleich­zeitig wurde die Dreh­leiter vor dem Gebäude aus­ge­fahren. Die nachrückenden Ein­heiten bauten die Was­ser­ver­sor­gung über die Hydranten auf. Die Atem­schutzträger sahen im Gebäude die Hand vor Augen nicht. Zum ersten Mal setzte ein Trupp die Wärme­bild­ka­mera ein, die der Möckmühler Feu­er­wehr seit Anfang dieses Jahres für solche Einsätze zur Verfügung steht.

Alle wärmeren Par­tien zeichnen sich deut­lich im Sucher der Kamera ab, der Nebel scheint wie ver­schwunden. Schnell war die Brand­ur­sache loka­li­siert.

Auch zwei „ver­letzte" Feu­er­wehrmänner konnten inner­halb kürzester Zeit auf­grund der Körper­tem­pe­ratur im Nebel gefunden werden. Wegen des Qualms musste das kom­plette Gebäude eva­ku­iert werden.

Zudem wurde der Haus­alarm ausgelöst. Alle Mit­ar­beiter mussten inner­halb kürzester Zeit die Lager­hallen ver­lassen. Bei der Auf­nahme der Per­sonen wurde fest­ge­stellt, dass ein Mit­ar­beiter fehlte. Er war auf dem über zwölf Meter hohen Flach­dach der Lager­halle „ver­letzt zusam­men­ge­bro­chen". Mit Hilfe der Dreh­leiter und der darauf ange­brachten Ret­tungs­trage wurde auch er in Sicher­heit gebracht und dem Ret­tungs­dienst überg­eben. Betriebs­leiter Axel Zielonka war mit dem Ergebnis der von der Berufs­ge­nos­sen­schaft vor­ge­schrie­benen Räumungsübung zufrieden.

Kom­man­dant Uwe Thoma zog schließlich eine posi­tive Bilanz der Übung. Er schätzt die neue Wärme­bild­ka­mera: Sowohl für die Brandbekämpfung als auch für die Per­so­nen­suche ergeben sich hier­durch für die Feu­er­wehr voll­kommen neue Möglich­keiten."