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Minister Reinhold Gall für 40 Jahre Dienst in der Einsatzabteilung der Feuerwehr Obersulm geehrt

Zur Aner­ken­nung von Ver­diensten auf dem Gebiet des Feuerlöschwe­sens hat die Lan­des­re­gie­rung ein Feu­er­wehr-Ehren­zei­chen gestiftet. In der Anord­nung der Lan­des­re­gie­rung heißt es: „Feu­er­wehr­angehörige, die min­des­tens 40 Jahre lang in der Ein­satz­ab­tei­lung einer Feu­er­wehr pflicht­treu Dienst geleistet haben und der Ehrung würdig sind, können mit dem Feu­er­wehr-Ehren­zei­chen in Gold aus­ge­zeichnet werden.“

Die zugehörige Urkunde trägt die Unter­schrift des Innen­mi­nis­ters, so legt es die zugehörige Ver­wal­tungs­vor­schrift fest. Seit Freitag, dem 13. März 2015 gibt es von dieser Regel eine Aus­nahme: Die Urkunde des Haupt­brand­meis­ters der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Ober­sulm, Rein­hold Gall. Diese Urkunde ist nicht vom Minister, son­dern von dessen Ver­treter im Innen­mi­nis­te­rium, Minis­te­ri­al­di­rektor Dr. Her­bert O. Zinell, unter­zeichnet.

Warum? Weil der Feu­er­wehr­angehörige Rein­hold Gall genau der­selbe Rein­hold Gall ist, der als Innen­mi­nister des Landes Baden-Württem­berg seine eigene Urkunde wohl kaum selbst unter­schreiben kann. Aber nicht nur wegen der Unter­schrift auf der Urkunde, ist diese Aus­zeich­nung mit dem Feu­er­wehr-Ehren­zei­chen in Gold etwas Beson­deres.

War es schon über­ra­schend, dass der heu­tige Innen­mi­nister als Land­tags­ab­ge­ord­neter seine Feu­er­wehrtätig­keit in keiner Weise ein­ge­schränkt hatte, so hatte doch jeder damit gerechnet, dass der Zugführer der Feu­er­wehr Ober­sulm, der Aus­bilder für Grund­aus­bil­dung und Truppführer im Land­kreis Heil­bronn und der Keis­feu­er­wehr­ver­bands­vor­sit­zende für den Stadt- und Land­kreis Heil­bronn nach seiner Ernen­nung zum Innen­mi­nister seine Funk­tionen in der Feu­er­wehr würde ruhen lassen. Doch weit gefehlt; alle hat der neue Innen­mi­nister damals eines Bes­seren belehrt. Seine Funk­tionen übt Minister Rein­hold Gall MdL mit großer Lei­den­schaft bis heute weiter aus - ohne Wenn und Aber. Immer wenn es seine Präsenz in Ober­sulm erlaubt, rückt der Minister, inzwi­schen mit seinen beiden Söhnen, bei einem Alarm aus.

So brachte der Lan­des­brand­di­rektor, Her­mann Schröder, der – gemeinsam mit dem Ober­sulmer Bürger­meister Tilman Schmidt, dem Feu­er­wehr­kom­man­danten Michael Schep­perle und dem Kreis­brand­meister Uwe Vogel - seinem Chef das Feu­er­wehr-Ehren­zei­chen in Gold bei der Haupt­ver­samm­lung der Feu­er­wehr Ober­sulm über­rei­chen durfte, seinen Dank für 40 Jahre Dienst in der Ein­satz­ab­tei­lung und seinen Respekt vor einem außergewöhnli­chen Enga­ge­ment in der Feu­er­wehr zum Aus­druck.

Minister Rein­hold Gall trat 1975 in die Feu­er­wehr Ober­sulm ein. Er absol­vierte von der Pike auf alle Aus­bil­dungen und Erwarb unter anderem die Feu­er­wehr-Leis­tungs­ab­zei­chen in Bronze, Silber und in Gold; das Leis­tungs­ab­zei­chen in Gold erwarb als Grup­penführer. Sein großes Inter­esse an der Jugend­feu­er­wehr kommt nicht von ungefähr, gründete er doch die Jugend­feu­er­wehr Ober­sulm. Dass der junge Feu­er­wehr­mann Rein­hold Gall Führungs­po­ten­zial hat, erkannten seine Feu­er­wehr­ka­me­raden sehr früh; nur vier Jahre nach seinem Ein­tritt in die Feu­er­wehr wählten die Angehörigen seiner Abtei­lung Sülzbach den 23-Jährigen 1979 zum Abtei­lungs­kom­man­danten. Als Aus­bilder, Zugführer und Keis­feu­er­wehr­ver­bands­vor­sit­zender ist der Minister bis heute tätig.

Mit Herrn Minister Gall wurden drei wei­tere Feu­er­wehr­angehörige geehrt. Für 25 Jahre erhielt das Feu­er­wehr-Ehren­zei­chen in Silber der Hauptlösch­meister Thomas Kolb. Für 40 Jahre wurden Abtei­lungs­kom­man­dant Rudi Schep­perle und stell­ver­tre­tender Abtei­lungs­kom­man­dant Rolf Haase geehrt; beide üben ihre Ämter bereits seit 25 Jahren aus und wurden gerade zum sechsten Mal gewählt.

Anlässlich seiner Ehrung dankt Herr Minister Gall MdL allen Feu­er­wehr­angehörigen. „Jede Feu­er­wehr­frau und jeder Feu­er­wehr­mann setzt sich für die Sicher­heit der Bürge­rinnen und Bürger in deren Hei­mat­ge­meinde ein. Diese Bereit­schaft, 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr den Nächsten, Hilfe bringen zu wollen, ist ein beson­deres bürger­schaft­li­ches Enga­ge­ment und ver­dient unser aller Aner­ken­nung.“

Bild: Gustav Döttling