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Michael Stegmaier, ehrenamtlicher Helfer des THW Ortsverbandes Widdern in Nepal im Einsatz

Nach den schweren Erd­beben in Nepal mit mehr als 2.000 Toten und rund 5.000 Ver­letzten hat das Tech­ni­sche Hilfs­werk (THW) im Auf­trag der Bun­des­re­gie­rung am gest­rigen Sonn­tag­mittag ein Vor­aus­team nach Kath­mandu ent­sandt. Auf­gabe des vierköpfigen Teams ist die Unterstützung der Deut­schen Bot­schaft bei der Koor­di­nie­rung und Lage­er­kun­dung sowie die Vor­be­rei­tung des Ein­satzes. Wei­tere elf Ein­satzkräfte der Schnell-Ein­satz-Ein­heit Wasser Aus­land (SEEWA) flogen am Abend ins Ein­satz­ge­biet. Sie werden zunächst die Lage vor Ort erkunden und mögliche Ein­satz­orte inklu­sive Was­ser­ent­nah­me­stellen iden­ti­fi­zieren. Unter Ihnen sind auch zwei ehren­amt­li­cher Helfer aus Baden-Württem­berg.

„Das Erd­beben in Nepal, das so viele Tote ver­ur­sacht hat, ist eine schlimme Kata­strophe. Die inter­na­tio­nale Gemein­schaft muss die Region jetzt unterstützen. Selbst­verständlich wird sich auch das THW schnell und unbürokra­tisch an der Unterstützungs­mis­sion betei­ligen. Ich danke den THW-Mit­ar­bei­te­rinnen und -Mit­ar­bei­tern, wünsche ihnen viel Kraft und Erfolg. Mein Dank gilt auch den Arbeit­ge­bern, die sie für diese wich­tige Auf­gabe frei­stellen“, sagte Bun­des­in­nen­mi­nister Thomas de Maizière anlässlich des Abfluges des THW-Teams. Das Vor­aus­team, zu dem auch zwei ehren­amt­liche Ein­satzkräfte aus Wid­dern und Kon­stanz gehören, trifft heute vor­aus­sicht­lich um die Mit­tags­zeit im Ein­satz­ge­biet ein. Das erfor­der­liche Spe­zi­algerät für die Trink­was­ser­auf­be­rei­tung – zwei Trink­was­ser­auf­be­rei­tungs­an­lagen (TWA) samt dazugehörigem Labor – sowie Camp-Aus­stat­tung zur eigenen Unter­brin­gungen und zur Unterstützung der Bot­schaft wird mit einem Hilfs­flug des Deut­schen Roten Kreuzes (DRK) nachgeführt. Nach schweren Erd­beben wie etwa in der Region um die nepa­le­si­sche Haupt­stadt Kath­mandu spielt neben der Ret­tung und Ber­gung der Opfer die Ver­sor­gung der Bevölke­rung mit Trink­wasser eine wich­tige Rolle. Sau­beres Wasser ist nicht nur das wich­tigste Lebens­mittel über­haupt, son­dern wird auch zur Behand­lung ver­letzter Men­schen benötigt. Mit den beiden TWA kann das Team stündlich bis zu 10.000 Liter fri­sches Trink­wasser nach WHO-Stan­dards pro­du­zieren. Die Qualität des auf­be­rei­teten Was­sers wird dabei ständig in dem mitgeführten Labor geprüft.

Das Tech­ni­sche Hilfs­werk (THW) ist die ehren­amt­liche Ein­satz­or­ga­ni­sa­tion des Bundes. Das Enga­ge­ment der bun­des­weit rund 80.000 Frei­wil­ligen, davon die Hälfte Ein­satzkräfte, ist die Grund­lage für die Arbeit des THW im Bevölke­rungs­schutz. Mit seinem Fach­wissen und den vielfältigen Erfah­rungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feu­er­wehr, Polizei, Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen und andere. Das THW wird zudem im Auf­trag der Bun­des­re­gie­rung welt­weit ein­ge­setzt. Dazu gehören unter anderem tech­ni­sche und logis­ti­sche Hil­fe­leis­tungen im Rahmen des Kata­stro­phen­schutz­ver­fah­rens der Europäischen Union sowie im Auf­trag von UN-Orga­ni­sa­tionen.