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Mehr Migranten ins Löschfahrzeug

Schwaigernvon Susanne Walter, HSt

Der Weg­fall der Wehr­pflicht reißt auch eine Lücke in die Reihen der Feu­er­wehr. Seither gab es die Möglich­keit, sich als Ersatz für die Wehr­pflicht über meh­rere Jahre bei den Flo­ri­ansjüngern zum Dienst zu ver­pflichten. Der Vor­sit­zende des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes, Rein­hold Gall aus Ober­sulm, machte bei der Haupt­ver­samm­lung der Schwai­gerner Wehr in Nie­der­hofen Vor­schläge, wie man der Lücke begegnen könne.

Tages­be­reit­schaft

"Frauen bei der Feu­er­wehr" werde daher ein immer größeres Thema, so Gall. Man braucht sie beson­ders, um ein Pro­blem in den Griff zu bekommen: Die Beset­zung des Bereit­schafts­dienstes am Tag von 7 bis 16 Uhr, so Jürgen Kachel, stell­ver­tre­tender Gesamt­kom­man­dant. Kachel denkt dabei an Frauen mit kleinen Kin­dern, die eher zuhause sind. Auch auf die Inte­gra­tion von Migranten soll künftig stärker der Fokus gerichtet werden. Rein­hold Gall zeich­nete zwei beson­ders rührige Mit­glieder für ihr ins­ge­samt 40-jähriges Enga­ge­ment aus: Jürgen Schuster war 15 Jahre lang Abtei­lungs­kom­man­dant in Nie­der­hofen, Werner Seiler 15 Jahre Abtei­lungs­kom­man­dant in Stetten. Seiler war außerdem als Land­kreis­aus­bilder für Maschi­nisten tätig. Wil­fried Reiner von der Poli­zei­di­rek­tion Schwai­gern und Klaus Rehder vom Deut­schen Roten Kreuz lobten die gute Zusam­men­ar­beit mit der Schwai­gerner Feu­er­wehr, bevor Jürgen Kachel zum Jah­res­be­richt ansetzte.

100 Übungen wurden im ver­gan­genen Jahr abge­halten, und viele Lehrgänge nutzen die Aktiven, zum Bei­spiel den Kurs, der den Umgang mit der Motorsäge ver­mit­telt. Durch die stei­gende Zahl an Stürmen und Unwet­tern gewinnt dieser Umgang immer mehr an Bedeu­tung und ist ein Muss für Feu­er­wehr­leute, um eine Motorsäge führen zu dürfen. Auch Lehrgänge für ange­hende Maschi­nisten und Sprech­funker und einer für die Träger von Atem­schutzgeräten bei der Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn wurden, so der Kom­man­dant, rege besucht.

Zur Zeug­haus­weihe reiste die Schwai­gerner Wehr 2010 in die Part­ner­ge­meinde Pöndorf und zum Antritts­be­such in die französische Part­ner­stadt La Teste, wo sie auch Wachtürme zur Bekämpfung von Waldbränden zu sehen bekam.

Beliebt

Ein großes Jubiläum prägte das Jahr 2010: das 100-jährige Bestehen der Feu­er­wehr Mas­sen­bach mit großem Fest­umzug. Die Jugend­ab­tei­lung erfreut sich großer Beliebt­heit. 39 Jugend­liche und 15 Kinder haben hier im ver­gan­genen Jahr an 43 für sie orga­ni­sierten Übungs­abenden teil­ge­nommen und ver­bringen gern ihre Frei­zeit mit­ein­ander beim Schlit­ten­fahren und beim India­ka­tur­nier.

Die erste Frau kam vor 25 Jahren zur Schwai­gerner Feu­er­wehr. Sie heißt Gabriele Klein und ist eine der ersten Frauen im Land­kreis über­haupt. Zusammen mit Kurt Glas­brenner, der nicht anwe­send war, zeich­nete Jürgen Kachel sie auch für ihren Mut als Vor­rei­terin aus.

Bild 1: Jürgen Schuster und Werner Sailer erhalten aus der Hand von Rein­hold Gall die Ehren­nadel des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes.

Bild 2: Nach 20 Jahren wird Helmut Gogel als Kom­man­dant der Abtei­lung Mas­sen­bach ver­ab­schiedet. Bild (v.l.n.r.) stv. Kreis­brand­meister Heiner Schiefer, Bürger­meister Johannes Hauser, Helmut Gogel, stv. Kom­man­dant Jürgen Kachel

Bild 3: Gabi Klein erhält das Feu­er­wehr-Ehren­zei­chen in Silber des Landes Baden-Württem­berg für 25-jährige Dienst­zeit

Fotos: Feu­er­wehr Schwai­gern