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Mehr Geld für Feuerwehrleute

Eberstadtvon Karin Freudenberger

Die Funk­ti­onsträger der Eberstädter Feu­er­wehr inklu­sive der Abtei­lung Hölzern erhalten ab kom­mendem Jahr eine deut­lich höhere Auf­wands­entschädigung. Der Gemein­derat hat die neuen Sätze ein­stimmig beschlossen. Dis­kus­si­ons­be­darf bestand vor allem des­halb nicht, weil die seit­he­rigen Zah­lungen seit Mai 2000 unverändert geblieben sind.

Infla­tion Dass die Anpas­sung nun weit über die klas­si­sche Infla­ti­ons­rate hinaus geht, liegt daran, dass sich die Ver­wal­tung mit den Nach­bar­kom­munen in Ver­bin­dung gesetzt hatte, um die Entschädigungssätze zu ver­glei­chen. Es zeigte sich: Die Eberstädter Flo­ri­ansjünger haben bisher ein deut­li­ches Minus ein­ge­fahren.

Der Gemein­derat beschloss daher, die Sätze wie folgt anzu­passen: Gesamt­kom­man­dant Marco Hinner bekommt künftig 800 Euro pro Jahr (vorher 310), sein Stell­ver­treter 600 Euro. Die beiden Abtei­lungs­kom­man­danten Eber­stadt und Hölzern erhalten je 400 (235) Euro, ihre Stell­ver­treter 300 (100) Euro. Der Gerätewart in Eber­stadt bekommt 150 Euro je Fahr­zeug, sein Hölzerner Kol­lege 80 Euro (bisher pau­schal 150 Euro, 80 Euro).

Neu in die Sat­zung auf­ge­nommen wurden der Kas­sierer, Schriftführer und wei­tere Aus­schuss­mit­glieder mit jeweils 50 Euro. Außerdem bezahlt die Kom­mune ein pau­schales Ein­satz­geld von 3000 (1500) Euro in die Kasse der Feu­er­wehr. Für die Kame­rad­schafts­kasse gibt es zusätzlich 2880 (1890) Euro, was einem Betrag von 40 Euro je Feu­er­wehr­mit­glied ent­spricht.

Haupt­amts­lei­terin Sabine Schnee betonte, dass die bean­tragte Erhöhung durch die gestie­gene Ein­satz­zahl, durch die Koope­ra­tion mit Weins­berg-Gell­mers­bach und vor allem durch die neu geschaf­fene Ein­heit der Helfer vor Ort gerecht­fer­tigt sei.

Eine Überprüfung und gege­be­nen­falls Anpas­sung der Entschädigungssätze soll künftig regelmäßig alle drei Jahre erfolgen.

Marco Hinner zeigte sich zufrieden mit den Erhöhungen. Dass die Neu­fas­sung der Sat­zung so spät erfolgt sei, begründete er mit bis­lang anderen Prioritäten. Vor allem durch den Aufbau der Helfer-vor-Ort-Ein­heit sei viel Zeit gebunden worden. Er freute sich, dass der Anstoß zur Überprüfung von der Gemeinde aus­ging.

Auf­gaben Dass 800 Euro für seine Lei­tungs­funk­tion nicht viel sind, zeigte seine Aus­sage: „Ich habe täglich mit der Feu­er­wehr zu tun.“ Neben Einsätzen, Übungen und Fort­bil­dungen gehören zu den Auf­gaben auch die Pla­nung und Orga­ni­sa­tion von Umbauten und Fahr­zeug­be­schaf­fungen. Aufs Jahr hoch­ge­rechnet liege der Stun­den­lohn sicher­lich im Cent-Bereich.