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Linienbus wird Feuerwehrfahrzeug

Heilbronnvon Redaktion HSt

Die Feu­er­wehr Heil­bronn erhält einen neuen Ein­satz­leit­wagen. Ein gebrauchter Lini­enbus wurde für 260.000 Euro zu einem modernen Ein­satz­zen­trum auf vier Rädern umge­baut. Mit neuer rot-weißer Lackie­rung und mit Blau­licht und Signal­horn gerüstet ersetzt er nun seinen 35 Jahre alten Vorgänger.

Das neue Leit­fahr­zeug ist für die Koor­di­nie­rung von mitt­leren und größeren Einsätzen der Feu­er­wehr ausgerüstet. Dabei erfüllt es auch die Anfor­de­rungen des Kata­stro­phen­schutzes. Beson­ders beim Ein­satz meh­rerer Ein­heiten in einem größeren Gebiet oder aber bei der Koope­ra­tion ver­schie­dener Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen benötigt die Führungs­gruppe eine Leit­zen­trale direkt vor Ort. „Je besser die tech­ni­sche Ausrüstung der Leit­zen­trale ist, desto schneller können Infor­ma­tionen beschafft, aus­ge­wertet und wei­ter­ge­leitet werden. Dadurch wird unsere Hilfe ziel­ge­rich­teter und effi­zi­enter.“, berichtet Eber­hard Jochim, Leiter der Feu­er­wehr Heil­bronn.

Aus diesem Grund ist der Bus mit einem Server-Netz­werk aus­ge­stattet, an dem meh­rere PCs ange­schlossen sind. Über einen UMTS-Router ist die Führungs­gruppe der Feu­er­wehr mit dem Netz­werk der Stadt Heil­bronn ver­bunden und kann wich­tige Daten rund um den Ein­satz abfragen.

Im Heck des Fahr­zeuges befindet sich ein Funk­raum mit vier Funk­ar­beitsplätzen. Für diese Funk­ti­sche steht ein Com­pu­ter­pro­gramm zur Verfügung, dass Draht- und Funk­kom­mu­ni­ka­tion ver­ei­nigen kann. Bei einem Aus­fall der Feu­er­wehr­leit­stelle könnte der Ein­satz­leit­wagen diese sogar pro­vi­so­risch ersetzen.

Vor dem Funk­raum - abge­trennt durch eine Zwi­schen­wand - ist ein Bespre­chungs­raum unter­ge­bracht. Dieser ist mit einem PC-Arbeits­platz für den Lage­kar­tenführer und einem 42 Zoll Bild­schirm zur Dar­stel­lung der Lage sowie zum Fern­seh­emp­fang aus­ge­stattet.

Am Heck des ehe­ma­ligen Lini­en­busses sind zwei Anten­nen­masten, eine Wet­ter­sta­tion, eine selbst­aus­rich­tende Satel­liten-Antenne und eine Beleuch­tung für das Fahr­zeug­um­feld ange­bracht. Alle tech­ni­schen Möglich­keiten des Fahr­zeuges können durch eine unabhängige Strom­ver­sor­gung im Bus min­des­tens zwei Stunden betrieben werden ohne auf einen Strom­an­schluss von außen ange­wiesen zu sein.

Die Öffent­lich­keit kann den neuen Ein­satz­leit­wagen am Tag der offenen Tür der Feu­er­wehr am 25. und 26. Juli begut­achten.

Bild 2: Vor dem Umbau: aus dem gelben Lini­enbus wurde ein moderner Ein­satz­leit­wagen. (Fotos: Feu­er­wehr Heil­bronn)