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Lebensretter verbessern ihre Fitness

Heilbronnvon Patrick Wissmann, HSt

Heiß ging es zu und so man­cher gestan­dene Feu­er­wehr­mann kam kräftig ins Schwitzen. Nein, es loderte kein Feuer und es musste auch kein Brand gelöscht werden. Grund für die Schweißausbrüche war der sechste Heil­bronner Feu­er­wehr­du­athlon in Sont­heim, der mit einer kom­bi­nierten Länge von 25 Kilo­me­tern, fünf zu Fuß und 20 auf dem Rad, den sport­li­chen Teil­neh­mern alles abver­langte.

Sport­lich

„Wenn man durch sehr hohe Tem­pe­ra­turen mit Gas­masken und schwerem Gerät eilt, um Men­schen zu retten oder Feuer einzudämmen, muss man fit sein“, sagt Ein­satz­leiter Günter Bau­mann, der sich um Orga­ni­sa­tion und Mode­ra­tion des Sport­events kümmerte. Kein Job für noto­ri­sche Sport­muffel und Couch­po­ta­toes also. Der Duathlon gehört zur Aktion „Fit For Fire Fighting“, die 2004 ins Leben gerufen wurde. Sie soll die Retter für Aus­dau­er­sport und gesunde Ernährung sen­si­bi­li­sieren. „Durch die Ver­an­stal­tung, habe ich mir angewöhnt zu laufen und bei schönem Wetter zur Arbeit zu radeln“, erklärt Flo­rian Able, Ober­feu­er­wehr­mann der Abtei­lung Böckingen.

Start und Ziel­an­kunft war der Hüttenäckerweg in Sont­heim. 125 Feu­er­wehr­leute - ein neuer Rekord - joggten über die fünf Kilo­meter lange Auf­takt­strecke. Die anspruchs­volle Route führte die Teil­nehmer über Flein, am Dei­nen­bach ent­lang, bis zur Alice-Salomon-Schule in Sont­heim und zurück zur Wech­sel­zone. Nun war es Zeit, auf die Draht­esel umzu­steigen. Über den Tal­heimer Stein­bruch radelten die Männer in weiß und rot die kräfte­zeh­rende Fahr­rad­strecke bis zum Stau­fen­berg hinauf und wieder zurück zum Ziel, wo bereits die applau­die­rende Zuschau­er­schar auf die Duath­leten war­tete.

Bis auf einen Starter, den ein Plattfuß ereilte, kamen letzt­lich auch alle ins Ziel mit­ge­nommen vor Anstren­gung, aber glücklich. „Es war schon eine harte und anspruchs­volle Strecke, aber sehr schön zu fahren. Als Tri­athlet fiel mir dieser Wett­kampf jedoch nicht so schwer. Es ist ein gutes Trai­ning“, sagt Jan Waglöhner von der Abtei­lung Klin­gen­berg, der als erstes ins Ziel kam.

Team­work

Sieger des sechsten Feu­er­wehr­du­ath­lons ist bereits zum vierten Mal in Folge die Abtei­lung Sont­heim. Damit ging auch der neue Wan­der­pokal an die Sont­heimer Retter. Auf dem zweiten Platz lan­deten punkt­gleich die Abtei­lungen Hork­heim und Neckar­gartach. Wich­tiger jedoch ist die Absicht des Wett­kampfes. „Es geht uns eigent­lich nicht um den Sieg, son­dern um die Team­leis­tung, Spaß und natürlich Fit­ness“, erklärt Thomas Hess, Ober­feu­er­wehr­mann der Abtei­lung Biberach.

Bild: Kaum ist der Start­schuss ver­klungen, setzt sich das rot-weiße Star­ter­feld in Bewe­gung, um sich der Her­aus­for­de­rung Duathlon zu stellen. (Foto: Brian Bailey)