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Kritik an Kosten für neues Feuerwehr-Ehrenzeichen

von Michael Schwarz, HSt

Der Bund der Steu­er­zahler in Baden-Württem­berg übt Kritik an dem Vor­haben von Lan­des­in­nen­mi­nister Thomas Strobl (CDU), ein Bronze-Ehren­zei­chen für die 15-jährige Tätig­keit bei der Feu­er­wehr einzuführen. Der Ver­band bemängelt die hohen Kosten. „Da es bereits drei Aus­zeich­nungs­stufen gibt, stellt sich die Frage, ob nun eine wei­tere Aus­zeich­nung unbe­dingt dazu­kommen muss.

Der All­ge­mein­heit wäre aber sicher­lich besser gedient, wenn der ange­dachte finan­zi­elle Auf­wand in die Ausrüstung der Feu­er­wehren inves­tiert würde“, sagt Wil­fried Krah­winkel, Lan­des­vor­sit­zende des Bundes des Steu­er­zahler, der Heil­bronner Stimme.

Das grün-schwarze Kabi­nett will in seiner Sit­zung am Dienstag das Bronze-Ehren­zei­chen beschließen. Die Kabi­netts­vor­lage dazu liegt unserer Zei­tung vor. „Im Sinne der Ehren­amtsförde­rung und als Zei­chen der Aner­ken­nung ist beab­sich­tigt, eine wei­tere Ehrungs­stufe für Feu­er­wehr­angehörige einzuführen“, schreibt Strobl in dem Papier.

Bis­lang gibt es für die Dienst­zeiten der Feu­er­wehr­leute im Südwesten das Ehren­zei­chen in Silber für min­des­tens 25 Jahre Ein­satz, das Ehren­zei­chen in Gold für min­des­tens 40 Jahre sowie in Gold in beson­derer Ausführung für 50 Jahre. Laut Strobl müsse bei „lan­des­weit über 110.000 Feu­er­wehr­angehörigen in den Ein­satz­ab­tei­lungen“ mit lau­fenden jährli­chen Kosten von 105.000 Euro kal­ku­liert werden, um pro Jahr rund 9000 Per­sonen aus­zu­zeichnen. Dazu seien für die nachträgliche Ver­lei­hung von bis zu 50.000 Ehren­zei­chen ein­ma­lige Zusatz­kosten in Höhe von 580.000 Euro nötig.

Der Ober­sulmer SPD-Poli­tiker Rein­hold Gall ist seit 42 Jahren Feu­er­wehr­mann. Er sieht hier kein Pro­blem: „Ich halte das für eine mehr als ver­tret­bare Aus­gabe, um die Wertschätzung des Ehrenamt zum Aus­druck zu bringen.“