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Kreisbrandmeister hat jetzt ein Patenfahrzeug

Schwaigernvon Gabi Muth, HSt

Ange­sichts der advent­li­chen Deko­ra­tion in der Innen­stadt mute es schon ein wenig wie Weih­nachten an, betonte der Schwai­gerner Gesamt­kom­man­dant Jürgen Kachel, als der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Schwai­gern am Frei­tag­abend das nagel­neue Löschgrup­pen­fahr­zeug überg­eben wurde. Die Anschaf­fung, so der Kom­man­dant, war drin­gend not­wendig. Der neue Wagen ersetzt das alte Fahr­zeug aus dem Jahr 1987, das nicht mehr den heu­tigen Anfor­de­rungen ent­spricht.

Anfor­de­rungen Bereits 63 Einsätze ver­zeichnet die Schwai­gerner Wehr in den ersten zehn Monaten dieses Kalen­der­jahres. Mehr als in der Ver­gan­gen­heit, in der diese Zahl in einem kom­pletten Jahr erreicht wurde, betonte Kachel. Die Anfor­de­rungen an die Wehr haben sich stark gewan­delt. So galt es jetzt, auch tech­nisch Schritt zu halten. Rund 300 000 Euro hat der neue Wagen, den das Land Baden-Württem­berg mit 61 000 Euro bezu­schusst, gekostet.

Heute Abend steht das neue Schmuckkästchen im Mit­tel­punkt. Im Mit­tel­punkt einer leis­tungsfähigen Feu­er­wehr stehen aber die Feu­er­wehr­leute, betonte Bürger­meis­terin Sabine Roter­mund. Denn ohne schlagkräftige Truppe sei das beste Fahr­zeug nichts wert. Wie vielfältig die Anfor­de­rungen an die ehren­amt­lich Tätigen sind, zeigen die Einsätze, zu denen die Wehrmänner in diesem Jahr bereits gerufen wurden. Neben Brand- und Unwet­ter­einsätzen halfen die Flo­ri­ansjünger mit, die Umwelt­ka­ta­strophe an der Jagst einzudämmen und leis­teten bei Ver­kehrsunfällen Hilfe.

„Für die Sicher­heit der Bevölke­rung, und damit die Feu­er­wehr immer gut agieren kann, braucht es des­halb aus­ge­reifte Technik“, so die Stadt­chefin. Das neue Löschfahr­zeug, das von der Firma Albert Ziegler in Giengen an der Brenz auf ein Daimler-Fahr­ge­stell auf­ge­baut wurde, ist mit einem 272-PS-Motor, einem modernen Schalt­au­to­matik-Getriebe und einem 1650 Liter Wasser fas­senden Tank aus­ge­stattet.

Für Kreis­brand­meister Uwe Vogel ist der neue Schwai­gerner Ein­satz­wagen sein ganz persönli­ches Paten­fahr­zeug. Denn es trägt das Kenn­zei­chen HN-UV 112 und somit die Initialen des Kreis­brand­meis­ters. Das ist so etwas wie ein Elf­meter für mich„, scherzte er. Das Löschgrup­pen­fahr­zeug sei modern, inno­vativ und ein Aushänge­schild für den Land­kreis. Denn es sei das erste, das nach der Schad­stoff­klasse Euro VI gebaut wurde. Somit ist es auch ökolo­gisch vor­bild­lich.

Für die Bevölke­rung Das Fahr­zeug­kon­zept sei schlüssig, eine gelun­gene Anschaf­fung mit Maß und Ziel, betonte Martin Kuh­mann vom Kreis­feu­er­wehr­ver­band. Ehe die Gäste die neue Inves­ti­tion dann unter die Lupe nehmen durften, hob der Schwai­gerner Abtei­lungs­kom­man­dant Uwe Schlund hervor: “Es ist ein Fahr­zeug für die Bevölke­rung. Wir bedienen es nur, es gehört uns nicht. Wir sind ledig­lich die­je­nigen, die damit arbeiten dürfen.

Bild 1: Kom­man­dant Jürgen Kachel eröffnet die Fahr­zeugübergabe

Bild 2: Bürger­meis­terin Sabine Rother­mund

Bild 3: Kreis­brand­meister Uwe Vogel

Bild 4: Schlüsselübergabe: Uwe Vogel, Uwe Schlund, Jürgen Kachel und Sabine Roter­mund (v.l.n.r.)

Bild 5: Abtei­lungs­kom­man­dant Uwe Schlund

Bild 6: Uwe Schlund zeigt Gemeinderäten die Aus­stat­tung des Fahr­zeugs