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Kleines, gallisches Dorf

Siegelsbachvon Gabriele Schneider, HSt

Drei Tage lang hat die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Sie­gels­bach ihren 125. Geburtstag gefeiert. Zum Auf­takt des Fest­wo­chen­endes haben die Flo­ri­ansjünger zum Ban­kett ins Bürger­zen­trum ein­ge­laden.

Humor Abord­nungen zahl­rei­cher Wehren waren dabei, unter anderem auch aus Bad Rap­penau: „Dort wird immer gefrot­zelt, wann wir end­lich zehnte Abtei­lung werden“, erzählte Sie­gels­bachs Feu­er­wehr­kom­man­dant Volker Hof­mann. Doch Sie­gels­bach ist „ein kleines gal­li­sches Dorf“. Darum stand auf den Tisch­karten der Rap­pen­auer Wehr: „Feu­er­wehr Sie­gels­bach, Abtei­lung Bad Rap­penau.“

Das Fest­ban­kett war eine unter­halt­same Dan­kes­feier, bei der gelacht werden durfte. Volker Hof­mann eröffnete mit einem spitzbübischen Lächeln den Reigen der Worte. Als die Sie­gels­ba­cher Wehr 1890 gegründet wurde, stand einzig Brandbekämpfung auf dem Plan der 48-köpfigen Truppe, die in zehn Jahren auf über 100 anwuchs. „Das sind Zahlen, von denen wir heute nur träumen können“, so Hof­mann ange­sichts von der­zeit 35 Aktiven.

Auch Anek­doten aus der His­torie gab er zum Besten. Zum Bei­spiel mussten die Wehr­leute bei der Dreh­leiter, die sie von 1977 bis 1979 hatten, Druck aus den Reifen ablassen, damit sie ins Gerätehaus passte. Bürger­meister Uli Kremsler beschei­nigte Hof­mann, der 2007 mit 23 Jahren der jüngste Kom­man­dant im Land­kreis Heil­bronn wurde, die Wehr in vor­bild­li­cher Weise zu führen: „Wir können sicher sein, auf unsere Feu­er­wehr zählen zu können.“

Kreis­brand­meister Uwe Vogel nannte die Sie­gels­ba­cher fle­xibel, leis­tungsfähig, modern und höchst enga­giert. „Ihnen braucht vor der Zukunft nicht bange zu sein“, gab er der Bevölke­rung mit. Martin Kuh­mann, stell­ver­tre­tender Kreis­ver­bands-Vor­sit­zender, lobte die „stolze Zahl“ an Aktiven in einer „sehr jungen Truppe“: Die Gemeinde inves­tiere für die Ein­wohner in die Wehr, „denn die besten Geräte nutzen nichts ohne die rich­tigen Leute.“

Ehrungen Hof­mann ehrte seinen Vorgänger Karl-Chris­tian Mann, der viel Herz­blut in die Feu­er­wehr gesteckt habe und dies noch immer tue. Zum Ehren­kom­man­danten konnte er ihn nicht machen, dazu dürfte Mann nicht mehr aktiv sein. Als Geschenk bekam er einen Urlaub in einem Feu­er­wehr­hotel und ein Holz­herz, das der Sie­gels­ba­cher Klaus Kier­meier geschaffen hatte.

Bild: Volker Hof­mann (von links) dankte seinem Vorgänger Karl-Chris­tian Mann und dessen Frau Heidi. (Foto: Schneider)