QR-Code zur Seite

Kleine graue Lebensretter

Nordheimvon Stefanie Pfäffle, HSt

Im Kin­der­garten Regen­bogen in der Nord­heimer Haupt­straße wäre das der Supergau. Die Kinder sitzen im ersten Stock im Essens­raum und in der daneben lie­genden Küche bricht plötzlich ein Feuer aus. Bis die Gefahr erkannt ist, ist der Fluchtweg über das hölzerne Trep­pen­haus bereits durch Rauch und Hitze ver­sperrt, ein anderer exis­tiert nicht.

„Hier gibt es ein höheres Gefah­ren­po­ten­zial als in den anderen Kin­dergärten in Nord­heim und Nord­hausen, des­wegen habe ich mir bewusst diesen aus­ge­sucht“, erklärt Bezirks­schorn­stein­fe­ger­meister Karl Wehler. Zum Tag des Rauch­mel­ders über­reichte er im Namen der Schorn­stein­feger und der frei­wil­ligen Feu­er­wehr am Freitag an Haupt­amts­leiter Jochen Schmidt sieben der kleinen grauen Lebens­retter für alle fünf Kin­dergärten der Gemeinde.

„Die werden so schnell wie möglich instal­liert“, ver­spricht Jochen Schmidt. In der Haupt­straße wird der bis­he­rige durch zwei neue ersetzt. „Da wir schon einen haben, kennen die Kinder das schon, wenn es auch mal piept, weil die Bat­terie leer ist“, meint Grup­pen­lei­terin Elke Schneider. Auch sonst wird immer wieder auf vielfältige Weise das Thema Feuer ange­spro­chen, das glei­chermaßen fas­zi­niert und abschreckt.

Im ver­gan­genen Jahr waren die vier Ele­mente Thema, jetzt ist es der Zirkus mit einem Feu­er­spu­cker. „Dazu haben wir uns auch einen Film zusammen ange­sehen.“ Der Kon­takt zum Feuer sei wichtig, man könne die Kinder nicht ein­fach nur fern­halten.

Die Rauch­melder werden nun in der Küche und im Trep­pen­auf­gang instal­liert. Möglichst weit oben, weil der graue Dunst nach oben zieht. Sollte dann wirk­lich mal etwas pas­sieren, sorgen 80 Dezibel dafür, dass es jeder mit­be­kommt. Für die Misere mit dem Fluchtweg sind bereits Unter­su­chungen ange­laufen. Wehler hatte zum Bei­spiel eine Rut­sche aus einem Fenster des Ober­ge­schosses ange­regt. „Wir sind dran, was man da machen kann“, bestätigt Haupt­amts­leiter Schmidt.

Bild: „Die werden so schnell wie möglich instal­liert.“ - J. Schmidt