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Klarheit für neue Abteilung Süd

Bad Rappenauvon Simon Gajer, HSt

Die drei Feu­er­wehr­ab­tei­lungen Bon­feld, Fürfeld und Tresch­klingen wollen zur Abtei­lung Süd fusio­nieren. Seit wenigen Tagen steht fest, wo genau ihr zen­trales Feu­er­wehrgerätehaus im erwei­terten Gewer­be­ge­biet Buchäcker gebaut werden soll. Der Ent­wurf des Bebau­ungs­plans sieht vor, dass es gegenüber des geplanten Hermes-Logis­tik­zen­trums ent­steht.

Seit sich die Feu­er­wehr-Mit­glieder für den Zusam­men­schluss aus­ge­spro­chen haben, ist die Frage des Stand­orts ein großes Thema. Stadt­kom­man­dant Felix Mann begrüßt die getrof­fene Ent­schei­dung. Alle drei Orte for­derten eine zen­trale Lage. „Das ist mit dem Bau­platz wei­test­ge­hend erreicht worden.“ Der­zeit geht die Stadt davon aus, dass der Neubau drei Mil­lionen Euro kosten wird. Die eigent­li­chen Vor­ar­beiten kommen aber erst noch auf Stadt und Feu­er­wehr zu.

Vor­ar­beiten Die Pla­nungs­leis­tung, weiß Felix Mann, muss euro­pa­weit aus­ge­schrieben werden. Und hat man den Archi­tekten an der Hand, geht es an den Fein­schliff. Vor­ge­sehen sind fünf Stellplätze für Feu­er­wehr­fahr­zeuge, ein sechstes kann in der geplanten Wasch­halle geparkt werden. Ein genaues Raum­kon­zept muss erstellt werden, auch Details sind zu berücksich­tigen. Ein Bei­spiel: Unter Umständen kann es sinn­voll sein, dass Türen nach innen öffnen. „Wir hoffen, dass wir eine Firma finden, die das nicht zum ersten Mal macht“, sagt Felix Mann. Eine ent­schei­dende Frage ist, für wie viel Per­sonen das Gerätehaus aus­ge­legt wird. Der­zeit haben alle drei Ein­heiten zusammen 140 Mit­glieder, von der Jugend bis zur Alters­ab­tei­lung. Aktuell sei die Stim­mung in den Abtei­lungen positiv, aber gehen am Ende wirk­lich alle mit ins Gewer­be­ge­biet?

Erste Über­le­gungen gibt es, wie der Standort ange­fahren werden kann. „Es ist aber noch nicht bis ins letzte Detail bespro­chen“, sagt Haupt­amts­leiter Wolf­gang Franke. Die Idee: Die Mit­glieder der Feu­er­wehr errei­chen ihr Gebäude über Straßen, die bis­lang Feld­wege sind. Für Fürfelder und Tresch­klin­gener bedeutet das, dass ihre Zufahrt ertüchtigt und mit Aus­weich­buchten ver­sehen wird. Eine kom­plette Straße, sagt Franke, sei zum jet­zigen Zeit­punkt nicht vor­ge­sehen.

Für die Feu­er­wehr hat der Standort meh­rere Vor­teile. Er befindet sich in einem Gebiet, in dem viele Einsätze erwartet werden. „Da kommt ganz schön was zusammen.“ Außerdem denkt Mann an die grundsätzliche Über­le­gung für den Zusam­men­schluss: die Ein­satzstärke lang­fristig zu halten. Rückt die Abtei­lung Süd später aus, bringe bereits der erste Wagen alle Funk­tionen mit, sagt Felix Mann.

Kom­man­danten-Wahl Der Zeit­plan sieht vor, das Gebäude bis Ende 2017 fer­tig­zu­stellen. Die Fusion der Abtei­lungen mit der Wahl des Kom­man­danten ist für Ende 2016 ter­mi­niert. Die Ver­ant­wort­li­chen hoffen, dass in den ersten Jahren die drei Per­sonen starke Führung aus allen drei Orten kommt. Auch wenn der Zusam­men­schluss noch Monate hin ist, die drei selbstständigen Ein­heiten rücken bereits zusammen. Sie üben gemeinsam, und bei Einsätzen werden immer zwei Abtei­lungen alar­miert. „Mit jedem Ein­satz kommt Rou­tine rein“, weiß Felix Mann. Zu den Her­aus­for­de­rungen gehört laut Stadt­kom­man­dant, die Jugend­li­chen wei­terhin in die Feu­er­wehr zu inte­grieren trotz des Stand­orts außerhalb der Orte. Ein neues Fahr­zeug könnte den Trans­port über­nehmen.