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Kein Spielzeug für große Jungs

Güglingenvon Roland Baumann, HSt

Den Tag der offenen Tür hat die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Güglingen dazu genutzt, ein neues Löschfahr­zeug vom Typ LF10/6 offi­ziell in Dienst zu stellen. Zur Frühschoppen-Zeit waren etliche Abord­nungen umlie­gender Feu­er­wehren sowie eine Reihe von Inter­es­sierten gekommen, um bei diesem for­malen Akt dabei zu sein.

Die Güglinger Wehr ist jetzt in der Lage, mit zwei Löschfahr­zeugen und einer Was­ser­menge von ins­ge­samt 4000 Liter ihre Erst­einsätze zu starten und so Zeit dafür zu gewinnen, dass nachrückende Wehrmänner mit dem Lei­tungs­aufbau die Löschwas­ser­ver­sor­gung sichern können.

Gerüstet Bürger­meister Klaus Die­te­rich dankte in erster Linie dem Gemein­derat der Stadt. Die Not­wen­dig­keit, die Güglinger Feu­er­wehr immer gut auszurüsten, doku­men­tiere sich in dieser Neu­an­schaf­fung und einem Wert von annähernd 200 000 Euro. Gleich­zeitig habe man das 1999 in Dienst gestellte Löschfahr­zeug vom Typ LF 8/6 an die Eibens­ba­cher Wehr abge­geben und so sicher­ge­stellt, dass auch die Abtei­lungs­wehr gut gerüstet ist.

Feu­er­wehr­kom­man­dant Bernd Neu­bauer bedankte sich bei Stadt und Gemein­derat und den Besu­chern, die zum Tag der offenen Tür gekommen waren. Man habe in weiten Teilen der Bevölke­rung erkannt, dass die Ausrüstung der Feu­er­wehr nicht dazu diene, „großen Jungs ihr Spiel­zeug zu kaufen„. Der Slogan „Unsere Frei­zeit für Ihre Sicher­heit“ habe sich mitt­ler­weile in den Köpfen der Ein­wohner fest­ge­setzt.

Auch der Eibens­ba­cher Feu­er­wehr-Abtei­lungs­kom­man­dant Uwe Koch freute sich über das „Tausch­geschäft„. Man habe jetzt das 1999 in Güglingen in Dienst gestellte LF 8/6 in tech­nisch sehr gutem Zustand über­nommen und so das 35 Jahre alte Eibens­ba­cher Löschfahr­zeug außer Dienst stellen können.

Schauübungen Am Nach­mittag hatten die inter­es­sierten Besu­cher die Gele­gen­heit, sich im Gerätehaus an der Lin­den­straße umsehen. Dazu wurden eine Reihe von Schauübungen mit tech­ni­schem Gerät durchgeführt. Sowohl bei den Rundgängen durch das Gerätehaus an der Lin­den­straße als auch bei den Schauübungen am Nach­mittag war das Inter­esse groß.

Ein kom­pletter Ein­satz­trupp demons­trierte zusammen mit einem Team des DRK-Orts­ver­eins Bra­cken­heim bei einer rea­lis­ti­sche Übung, wie man bei einem Ver­kehrs­un­fall vor­geht. Ein Schock-Opfer im Lkw wurde über eine Ret­tungs­platt­form in Sicher­heit gebracht, ein zweites, im Pkw ein­ge­klemmtes Opfer mit­tels Ret­tungs­schere und -spreizer aus seiner miss­li­chen Lage befreit. Den Hel­fern von Feu­er­wehr und Rotem Kreuz ging es dabei nicht um rekord­verdächtige Schnel­lig­keit. Sie demons­trierten aber ein­drucks­voll, dass auch bei diesen Hel­fern jeder Hand­griff sitzt.

Jugend­wehr Auch die Jugend­feu­er­wehr kam zu ihrem Ein­satz. Ein Modell-Häuschen wurde in Brand gesteckt. Die Nach­wuchs­gruppe der Güglinger Feu­er­wehr simu­lierte einen Lösch­an­griff und stellte ein­drucks­voll unter Beweis, dass die Jungen und Mädchen auf dem besten Weg sind, in die Fußstapfen ihrer Aus­bilder zu treten.