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Jugendlicher durch Stromschlag lebensgefährlich verletzt

Heilbronnvon Andreas Tschürtz, HSt

Sein Her­um­turnen auf einem Koh­lezug im Ran­gier­bahnhof Heil­bronn-Böckingen hatte für einen Jugend­li­chen in der Nacht auf Mitt­woch fast ein tödli­ches Ende. Zu fünft waren die 16 und 17 Jahre alten Jungs gegen Mit­ter­nacht auf dem Gelände unter­wegs. Drei von ihnen klet­terten auf einen Waggon. Einer kam zu nahe an die 15.000 Volt führende Ober­lei­tung und wurde, ohne sie zu berühren, durch einen Strom­schlag lebensgefährlich ver­letzt.

„Als wir ein­trafen, lagen alle drei auf dem Koh­le­waggon", sagt Günter Bau­mann von der Heil­bronner Feu­er­wehr. An eine Ber­gung sei zunächst nicht zu denken gewesen. „Man muss mit Bedacht an sowas ran­gehen, auch wenn es noch so lebens­be­dro­hend für den Ver­unglückten ist, sonst sind auch die Ret­tungskräfte in Lebens­ge­fahr."

Großes Auf­gebot zur Ret­tung

Hilfe geholt hatten die beiden Jugend­li­chen, die nicht auf den Waggon geklet­tert waren. Sie alar­mierten einen Ran­gier­ar­beiter der Bahn, der die Hilfskräfte rief: 15 Feu­er­wehr­leute, der Ret­tungs­dienst, Beamte vom Poli­zei­re­vier Böckingen und die für die Bahn zuständige Bun­des­po­lizei rückten an.

Nachdem die Not­fall­leit­stelle der Bahn in Karls­ruhe die Strom­ab­schal­tung im Ein­satz­be­reich bestätigt hatte, erdete die Feu­er­wehr die Fahr­lei­tung. „Alle unsere Leute sind darin aus­ge­bildet", sagt Bau­mann. „Durch die Erdung vor und hinter der Ein­satz­stelle wird der Rest­strom abge­leitet." Erst jetzt konnten die Ret­tungsmaßnahmen beginnen. Über Steck­lei­tern wurden der Schwerst­ver­letzte und die beiden anderen Jugend­li­chen gerettet.

Ein Jugend­li­cher musste mit einem Schock ins Kran­ken­haus, konnte inzwi­schen aber wieder ent­lassen werden. „Der Schwerst­ver­letzte ist noch im Kran­ken­haus", sagt Cora Thiele, Spre­cherin der Bun­des­po­lizei in Böblingen. Zu seinem Zustand machte die Spre­cherin keine Angaben. Die Ermitt­lungen, was die Jun­gend­li­chen zu dem lebensgefährli­chen Unsinn ver­leitet hat, dauern an.

Ein Jugend­li­cher ist am frühen Mitt­woch­morgen bei einem Unfall auf dem Gelände des Böckinger Ran­gier­bahn­hofs lebensgefährlich ver­letzt worden. (Foto: Feu­er­wehr Heil­bronn)