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Jubiläum aufs Dorf zugeschnitten

Bad Rappenauvon Nicole Theuer, HSt

Gleich zweimal feiert die Tresch­klinger Abtei­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr ihren 75. Geburtstag. Einmal am kom­menden Wochen­ende mit Festakt und buntem Pro­gramm, und dann an Christi Him­mel­fahrt vor dem Feu­er­wehr­haus. „Wir haben im Vor­feld ent­schieden, dass das Jubiläum auf unser Dorf zuge­schnitten sein soll“, erzählt Abtei­lungs­kom­man­dant Jürgen Harrer.

Festakt Des­halb wurden zum offi­zi­ellen Pro­gramm­punkt neben dem Vor­sit­zenden des Kreis­feu­er­wehr­ver­bands Heil­bronn, Innen­mi­nister Rein­hold Gall, Oberbürger­meister Hans Heri­bert Blättgen, Kreis­brand­meister Uwe Vogel und Land­tags­ab­ge­ord­nete Fried­linde Gurr-Hirsch geladen. „Der Festakt in der Kirch­berg­halle muss ein­fach sein. Neben den Grußworten unserer gela­denen Gäste haben wir ver­schie­dene Pro­gramm­punkte, der Musik­verein Grom­bach sorgt für Unter­hal­tung“, so Harrer.

Nach dem Feu­er­wehr­got­tes­dienst am Sonn­tag­morgen wird es ein Weißwurstfrühstück geben. Die Kapelle der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Heins­heim sorgt für die musi­ka­li­sche Umrah­mung, während am Nach­mittag Vorführungen in Sachen Feu­er­wehr­technik auf dem Pro­gramm stehen. „Im Mai feiern wir dann mit der Bevölke­rung dort, wo wir zu Hause sind. Wir haben an Him­mel­fahrt alle Alters­mann­schaften ein­ge­laden, die mit Musik unter­halten, für abends haben wir für die jüngeren Besu­cher einen DJ aus dem Ort ver­pflichtet“, blickt Harrer voraus und schickt hin­terher: „Dafür wünschen wir uns natürlich schönes Wetter, weil wir draußen feiern wollen.“

Ob das Jubiläum das letzte größere Fest der Abtei­lung ist, kann Harrer noch nicht sagen. „Ende Dezember waren je zwei Kame­raden aus Fürfeld, Bon­feld, Bad Rap­penau und von uns in Klausur. Wir haben uns ver­schie­dene Fusi­ons­wehren ange­schaut, mit den Ver­ant­wort­li­chen gespro­chen, uns infor­miert, was wir beachten müssen, wenn wir eine Abtei­lung bilden wollen“, sagt der Kom­man­dant. Noch gebe es keinen Start­punkt für eine Fusion.

Während das mögliche Ende der selbstständigen Abtei­lung Tresch­klingen in den Sternen steht, sind die Anfänge klar. „Wir feiern zwar das 75. Jubiläum“, meint Ehren­ab­tei­lungs­kom­man­dant Helmut Schön. Im Zuge seiner Recher­chen für das Fest­buch hat er aber her­aus­ge­funden, dass schon Mitte des 19. Jahr­hun­derts eine Art Löschein­heit vor­handen sein musste. „Bereits im Jahre 1859, so wird beim großen Brand zu Neckar­bi­schofs­heim berichtet, war die Tresch­klinger Spritze im Ein­satz.“ Dieser Bericht lege nahe, dass es schon damals in irgend­einer Form eine Feu­er­wehr gegeben haben muss. Außerdem steht in einem Bericht aus dem Jahr 1928, dass „die Löschmann­schaft aus vier Obmännern und 50 Mann Mann­schaft bestand“.

Einsätze Während die Wehr in früheren Zeiten hauptsächlich zu Bränden gerufen wurde, mussten Schön und Harrer lange über­legen, wann es zum bis­lang letzten Feuer kam. „Das war ein Rüben­voll­ernter, der auf einem Feld außerhalb des Orts umge­kippt und in Brand geraten war“, schil­dert Harrer. Während das Hin­ter­teil des Geräts abbrannte, „konnten wir die Fah­rer­ka­bine und die Technik retten“.

Bild: Kom­man­dant Jürgen Harrer feiert mit seinen Kame­raden am kom­menden Wochen­ende das 75-jährige Bestehen der Feu­er­wehr in Tresch­klingen. (Foto: Nicole Theuer)