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Innenminister Gall besucht Landesfeuerwehrverbandsversammlung

von Medienteam KFV Heilbronn

Die Feu­er­wehr­angehörigen im Land sollen auch künftig über eine zeitgemäße Klei­dung verfügen, die den aktu­ellen Bedürfnissen ent­spricht. Damit sollen die Frauen und Männer wei­terhin moti­viert werden für ihr unver­zicht­bares Enga­ge­ment im Dienst für die Gemein­schaft. Das sagte Innen­mi­nister Rein­hold Gall am Samstag, 15. Oktober 2011, bei der Ver­bands­ver­samm­lung des Lan­des­feu­er­wehr­ver­bands in Hei­den­heim.

Das neue Beklei­dungs­kon­zept sei ein gemein­sames Pro­jekt von Innen­mi­nis­te­rium und Lan­des­feu­er­wehr­ver­band. Die ein­zelnen Schritte würden erst­mals detail­liert auf der Home­page der Lan­des­feu­er­wehr­schule veröffent­licht. Jeder ist zur Mit­ar­beit auf­ge­rufen. Das ist auch eine Art aktiver Bürger­be­tei­li­gung, betonte Gall. Die bisher ein­ge­reichten Vor­schläge seien äußerst kon­struktiv. Jeder Vor­schlag werde von einer Arbeits­gruppe bewertet und die Bewer­tungen begründet. Die Uni­form sollte in Schnitt und Funk­tion zeitgemäß gestaltet werden und - dem Trend und dem Bedarf bei den Feu­er­wehren fol­gend - wei­tere Dienst­klei­dungsstücke wie Cargo-Hosen, Blou­son­ja­cken, Shirts und Mützen auch im Sinne eines Cor­po­rate Design beinhalten.

Ent­gegen der all­ge­meinen Ent­wick­lung seien die Per­so­nal­zahlen von über 110.000 Aktiven im Land durchaus positiv. Diesen Trend lang­fristig zu sichern, gehöre zu den zen­tralen Her­aus­for­de­rungen der kom­menden Jahre. Das gelte umso mehr, da die Auf­gaben und Anfor­de­rungen an die Feu­er­wehr in Zukunft weiter zunehmen werden. Des­halb sei es not­wendig, ver­schie­dene Schwer­punkte zu setzen, unter anderem die längere Mit­ar­beit der Feu­er­wehr­angehörigen in den Ein­satz­ab­tei­lungen, die verstärkte Wer­bung bei bisher in den Feu­er­wehren unter­repräsen­tierten Bevölke­rungs­gruppen wie Migranten und vor allem auch die wei­tere Stärkung der Jugend­feu­er­wehren. Die Jugend sei der Schlüssel, um den Per­so­nal­be­stand auf Dauer zu sichern. Des­halb sei das Ein­tritts­alter in die Ein­satz­ab­tei­lungen von 18 auf 17 Jahre abge­senkt worden. Dieses Jahr soll dazu genutzt werden, einen opti­malen Übergang von der Jugend­feu­er­wehr in die Ein­satz­ab­tei­lung zu ermögli­chen.

Ein beson­deres Anliegen ist es mir, die in die Alters­ab­tei­lung über­ge­tre­tenen Feu­er­wehr­angehörigen besser in die tägliche Arbeit der Feu­er­wehr ein­zu­binden. Sie könnten zum Bei­spiel bei der Brand­schutz­er­zie­hung mit­wirken, Ver­wal­tungs­ar­beiten über­nehmen oder bei der Gerätewar­tung unterstützen. Vor­stellbar sind auch Bil­dungs­pa­ten­schaften für Jugend­liche aus der Jugend­feu­er­wehr, sagte Gall. Damit werde der Per­so­nal­be­stand sta­bi­li­siert und die ehren­amt­li­chen Feu­er­wehr­angehörigen in den Ein­satz­ab­tei­lungen ent­lastet. Darüber hinaus werde so sicher­ge­stellt, dass jah­re­lange Erfah­rung und ange­eig­netes Wissen nicht ver­loren gingen. Nicht umsonst haben viele Wirt­schafts­un­ter­nehmen zwi­schen­zeit­lich den uner­setz­li­chen Wert lebensälterer Mit­ar­beiter erkannt. Erfah­rungs­wissen und Rou­tine kom­pen­sieren auch in anderen Lebens­be­rei­chen alters­be­dingte Ein­schränkungen, so der Innen­mi­nister.

Die zahl­rei­chen Schnitt­stellen des Ret­tungs­dienstes zum Kata­stro­phen­schutz und beson­ders zur Feu­er­wehr seien mitt­ler­weile unter dem Dach des Innen­mi­nis­te­riums zusam­mengeführt. Damit soll auch ein hohes und flächen­de­ckendes Ver­sor­gungs- und Sicher­heits­ni­veau in der Not­fall­ret­tung sicher­ge­stellt werden. Am Bei­spiel der Inte­grierten Leit­stellen werde das beson­ders deut­lich: Mit der zen­tralen Annahme feu­er­wehr­spe­zi­fi­scher wie auch ret­tungs­dienst­li­cher Not­rufe unter der Not­ruf­nummer 112 könne die Hilfe ohne zeit­liche Verzögerung in Marsch gesetzt werden. Zudem würden mit der Redu­zie­rung der alar­mie­renden Stellen Über­mitt­lungs­feh­lern und Verzögerungen vor­ge­beugt und vor allem die Ein­satz­un­terstützung ver­bes­sert. Die flächen­de­ckende Inte­gra­tion der Leit­stellen ist auf einem guten Weg und in fast allen Berei­chen umge­setzt. Dort, wo der Pro­zess noch nicht abge­schlossen ist, appel­liere ich an alle Ver­ant­wort­li­chen, in ihren Anstren­gungen nicht nach­zu­lassen und auch für Kom­pro­misse offen zu sein. Schließlich stehen wir in gemein­samer Ver­ant­wor­tung zum Schutz der Bürge­rinnen und Bürger, so Gall.

Die Feu­er­wehren in Baden-Württem­berg seien gut auf­ge­stellt. Die Men­schen im Land können sich auf die gut aus­ge­bil­deten und modern ausgerüsteten Frauen und Männer der Feu­er­wehr ver­lassen. Ihnen allen gilt mein beson­derer Dank. Sie leisten tagtäglich einen wich­tigen Bei­trag, um die Sicher­heit im Land zu garan­tieren, sagte der Innen­mi­nister.

Quelle: Innen­mi­nis­te­rium Baden-Württem­berg