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In Gedenken an Anton Pecoroni

Neckarsulmvon Robert Hassis, Medienteam KFV Heilbronn

In Dank­bar­keit erin­nern wir uns unserem Ehren­kreis­brand­meister, Ehren­vor­sit­zenden des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Heil­bronn und Ehren­kom­man­danten der Feu­er­wehr Neckar­sulm, Anton Peco­roni, der heute, am Freitag, den 31.10.2008 80 Jahre alt geworden wäre. „Seinen Geburtstag nehmen wir zum Anlass, um das Ver­spre­chen zum ehrenden Gedenken, das wir vor 10 Jahren an glei­cher Stelle abge­geben haben zu erneuern“ sagte Her­mann Jochim, Kom­man­dant der Feu­er­wehr Neckar­sulm bei seiner Ansprache am Grab des vor 10 Jahren Ver­stor­benen vor einer Abord­nung des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Heil­bronn und der Feu­er­wehr Neckar­sulm.

Ein Gebet des dank­baren Geden­kens an den ver­stor­benen Kame­raden sprach Feu­er­wehr­seel­sorger Torsten Rönisch, der an die Vergänglich­keit und das Jetzt glei­chermaßen erin­nerte.

Schon mit 15 Jahren hat Anton Peco­roni 1943 in Neckar­sulm die blaue Uni­form ange­zogen. Fach­liche und mensch­liche Qualitäten kata­pul­tierten den ziel­stre­bigen jungen Mann 1954 an die Spitze der Feu­er­wehr Neckar­sulm, wo er bis 1977 23 Jahre als Kom­man­dant die Feu­er­wehr führte und maßgeb­lich zur Ent­wick­lung der Feu­er­wehr bei­trug. Für seine her­aus­ra­genden und bei­spiel­haften Ver­dienste für die Feu­er­wehr wurde er 1978 zum Ehren­kom­man­danten ernannt. Neben seinem unermüdli­chen Ein­satz für die Feu­er­wehr war er 10 Jahre lang mit selbst­losem Enga­ge­ment kom­mu­nal­po­li­tisch als Stadtrat tätig. Der Name Peco­roni ist unauslöschlich mit der Gründung der Feu­er­wehr­part­ner­schaft zu Car­maux/Südfrank­reich ver­bunden, kame­rad­schaft­liche Bande pflegte er in glei­chem Maße zur Part­ner­stadt in Zschopau/Sachsen.

1957 – noch keine 30 Jahre alt wurde er zum Kreis­brand­meister des Land­kreises Heil­bronn bestellt. Über drei Jahr­zehnte unermüdli­chen Ein­satz als Kreis­brand­meister und fast 20 Jahre Leiter des Amtes für Brand- und Kata­stro­phen­schutz im Heil­bronner Land­ratsamt waren prägende Schlüssel­po­si­tionen. 1992 wurde das „Feu­er­wehr­denkmal“ von Landrat Klaus Cer­nuska in den Ruhe­stand ver­ab­schiedet. In seinem Nachruf betonte der Land­kreis­chef damals, dass Peco­roni „das Feu­er­wehr­wesen ent­schei­dend gestaltet, geformt und vor­an­ge­bracht hat“. Die Wahlen zum Kreis­brand­meister waren stets ein­stimmig – „welch ein Ver­trauen wurde ihm ent­ge­gen­ge­bracht“. Fach­kom­pe­tenz gepaart mit vor­bild­li­ches Ver­halten, unermüdliche Ein­satz­freude und beson­dere mensch­liche Qualitäten zeich­neten Anton Peco­roni aus.

Peco­roni war über die Grenzen des Land­kreises hinaus bekannt und beliebt. Er war viele Jahre im Aus­schuss des Lan­des­feu­er­wehr­ver­bandes Baden –Württem­berg und im Verein Feu­er­wehr­heim Titisee tätig. Sein Rat war auch dort gefragt, seine Stimme hatte Gewicht.

Hohe Aus­zeich­nungen – das Bun­des­ver­dienst­kreuz, das Feu­er­wehr­eh­ren­kreuz des DFV in Silber und Gold, das Feu­er­wehr­eh­ren­kreuz des Landes Baden Württem­berg in Gold, die Ehren­me­daille der Stadt Neckar­sulm und das Lan­des­feu­er­wehr­eh­ren­zei­chen der Son­der­stufe waren sicht­bare Aner­ken­nungen der her­aus­ra­genden Leis­tungen des Anton Peco­roni.

Anlässlich des 50 jährigen Jubiläums des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Heil­bronn in Neckar­sulm im Oktober 1999 gibt der Vor­sit­zende Rein­hold Korb die Umbe­nen­nung der Kame­rad­schafts­hilfe in „Anton Peco­roni Kame­rad­schafts­hilfe“ bekannt. Der Name Anton Peco­roni lebt somit in Feu­er­wehr­kreisen weiter.