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HSt-Heimat - Gute Kameradschaft und jede Menge Abwechslung

Heilbronnvon Redaktion HSt

Bereits seit dem Jahr 1460 verfügt Heil­bronn, wie ein Blick in die Geschichte zeigt, über eine Feu­er­schutz­ord­nung. Eine mit sechs Sprit­zen­fahr­zeugen aus­ge­stat­tete, spe­zi­elle Löschtruppe wurde im Jahr 1847 gegründet. Nach unter­schied­li­chen Stand­orten wie im Hafen­markt, der Wil­helm- und Südstraße fand 1959 die Ein­wei­hung der Haupt­feu­er­wache am jet­zigen Standort in der Beet­ho­ven­straße statt. Die Abtei­lung der Berufs­feu­er­wehr mit einer 41-köpfigen Truppe wurde im Jahr 1971 ein­ge­richtet.

Im Jahr 1989 konnten der Um- bezie­hungs­weise Neubau und somit auch die Erwei­te­rung der Haupt­feu­er­wache fei­er­lich ein­ge­weiht werden.

Werkstätten: Aktuell befinden sich auf dem Gelände der Feu­er­wehr die Fahr­zeug­hallen mit modernen Ein­satz­fahr­zeugen sowie die zen­trale Schlauch- und Atem­schutz­werk­statt für den Stadt- und Land­kreis Heil­bronn. Des Wei­teren gibt es Werkstätten zur Instand­hal­tung von Fahr­zeugen, Gerätschaften und von den Gebäuden. Die Atem­schutzübungs­an­lage und die Lehrsäle werden für die ständige Aus- und Fort­bil­dung von Angehörigen der Frei­wil­ligen Feu­er­wehren sowie von Ein­satzkräften der Berufs­feu­er­wehr genutzt. Die Hauptsäule im vor­beu­genden und abweh­renden Brand­schutz sowie die tech­ni­sche Gefah­ren­ab­wehr stellt die Berufs­feu­er­wehr mit 84 Ein­satz­be­amten. Eine unver­zicht­bare Stütze bilden die 290 aktiven frei­wil­ligen Feu­er­wehrmänner und -frauen der Kern­stadt sowie der acht Stadt­teile. Die Jugend­feu­er­wehr besteht der­zeit aus 82 Mädchen und Jungen, der Alters­ab­tei­lung gehören aktuell 118 Feu­er­wehr­leute an.

Tau­cher: Im Jahr 1974 wurden die ersten Feu­er­wehr­tau­cher aus­ge­bildet. Aktuell decken 42 Tau­cher das Tauch­auf­kommen von 15 bis 20 Einsätzen pro Jahr ab. Neben den Tau­chern bildet die der­zeit 22 Mann starke Höhen­ret­tungs­gruppe seit dem Jahr 2000 eine wei­tere Son­der­ein­heit. Die Feu­er­wehr Heil­bronn verfügt auch über wei­tere Ein­heiten wie die Fern­mel­de­gruppe, die ABC-Erkunder, die GSG-Gruppe (Gefahr­stoff­gruppe) und die Dekon­ta­mi­na­tions-Gruppe. Diese werden über­wie­gend von der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr gestellt. Um den vielfältigen Auf­gaben gewachsen zu sein, werden im Bereich des Haupt- und Ehren­amtes regelmäßig Aus­bil­dungen und Übungen durchgeführt.

Leit­stelle: Am 26. Juli 2010 fand der fei­er­liche Spa­ten­stich zum Bau der Inte­grierten Leit­stelle für Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst (ILS) statt. Der Start­schuss für zwölf Stellplätze der Feu­er­wehr im Erd­ge­schoss sowie für Leit­stellen, Büro- und Tech­nikräume auf 450 Qua­drat­meter Fläche im Ober­ge­schoss war gefallen. Die fei­er­liche Ein­wei­hung fand an dem einprägsamen Datum 13.12.2011 um 10 Uhr statt.

In der ILS werden jährlich nahezu 400.000 Not­rufe und Gespräche geführt. Aus diesen resul­tieren wie­derum ins­ge­samt 120.000 Ret­tungs­dienst- und Feu­er­wehr­einsätze im gesamten Stadt- und Land­kreis Heil­bronn.

Zerstörte Hallen: Mit 1.844 Gesamt­einsätzen im Jahr 2016 ver­zeich­nete die Heil­bronner Feu­er­wehr einen stetig wach­senden Aufwärts­trend. Einer der letzten Großeinsätze war der Brand am 29. Januar 2017 in der Die­sel­straße. Zwei Lager­hallen eines Hal­len­kom­plexes wurden durch die Flammen zerstört, so dass ein Gesamt­schaden von rund drei Mil­lionen Euro ent­stand. Nur ein Großauf­gebot von Ein­satzkräften konnte durch umfas­sende Löschmaßnahmen das Überg­reifen der Flammen auf angren­zende Bereiche ver­hin­dern. Ins­be­son­dere die Abwechs­lung, unter­schied­liche Einsätze, der Umgang mit moderner und viel­sei­tiger Technik sowie die gute Kame­rad­schaft machen den Reiz am Feu­er­wehr­dienst aus. Auch die breite Aner­ken­nung in der Bevölke­rung über das von den Feu­er­wehren Geleis­tete zeigt, wie wichtig und unver­zichtbar solche Orga­ni­sa­tionen für die All­ge­mein­heit sind. In regelmäßigen Abständen werden auch unter­schied­liche Aktionen in der Öffent­lich­keit durchgeführt, bei denen man sich Infor­ma­tionen über die Feu­er­wehr ein­holen kann. red