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Horkenberger Feuerwalze

Landkreis Heilbronnvon Marcel Hoffmann, Medienteam KFV Heilbronn

Am Samstag, den 17.10.2015 gab es eine Land­kreisüberg­rei­fende Übung des Regie­rungspräsidiums Stutt­gart in Löwen­stein.

Übungs­sze­nario war eine Feu­er­walze im Hor­ken­berger Wald, welche seinen Ursprung in der nördli­cheren der beiden dort bestehenden Wind­kraft­an­lagen hatte. Durch einen tech­ni­schen Defekt war dort ein Feuer aus­ge­bro­chen, wel­ches sich durch Wind aus nordöstli­cher Rich­tung durch den Wald in Rich­tung eines Jugend­zelt­la­gers auf dem Armen­feld aus­brei­tete. Dort ver­brei­tete sich durch das Feuer Panik, einige Per­sonen wurden ver­letzt, andere ver­misst. Ein wei­terer Brand ent­wi­ckelte sich in der Nähe der Wind­kraft­an­lage, als dort eine Holzhütte in Brand geriet und den in der Nähe ste­henden Gas­tank bedrohte.

Die Feu­er­wehren Wüstenrot und Löwen­stein wurden als Erst­ein­satzkräften zum Brand an der Wind­kraft­an­lage alar­miert. Um die Was­ser­ver­sor­gung sicher­stellen zu können wurden die Zis­terne am Löwen­steiner Kli­nikum, der Fischsee B39, der Tretzsee am Salz­lager und die Was­ser­ent­nah­me­stelle am Martha-Maria Haus ver­wendet.

Durch eine Vergrößerung des Brandes und der Situa­tion am Zelt­lager wurden nach und nach ver­schie­dene Brandbekämpfungs- und Löschwas­serzüge nach­alar­miert. Zur Betreuung der Ver­letzten wurden DRK-Kräfte und Seel­sorger aus der Umge­bung ange­for­dert. Die Ver­missten wurden durch die Hun­de­staffel Unter­land gesucht. Anschließend fuhr man die erst­ver­sorgten Ver­letzte mit dem Ret­tungs­wagen in die Löwen­steiner Klinik, um sie dort weiter ärzt­lich zu ver­sorgen.

Für die Was­ser­ver­sor­gung ver­legte man im gesamten Übungs­ge­biet rund 10 km an Schlauch­lei­tungen, an Wald­wegen ent­lang, aber auch durch den Wald direkt.

Ins­ge­samt waren rund 500 Per­sonen aus sieben Land­kreisen - Ess­lingen, Heil­bronn, Hohen­lohe, Lud­wigs­burg, Ost­alb­kreis, Rems-Murr-Kreis und Schwäbisch Hall - an der Großübung betei­ligt. Nicht zu ver­gessen ist auch das THW, wel­ches die Vor-Ort-Ver­pfle­gung bereit­ge­stellt hatte, sowie die Forst­mit­ar­beiter, welche die nicht orts­kun­digen Ein­satzkräfte durch den Wald lotsten. Aus dem Land­kreis Heil­bronn waren unter anderen die Feu­er­wehren aus Bad Fried­richs­hall, Bad Rap­penau, Eppingen, Neckar­sulm, Löwen­stein und Wüstenrot vor Ort.