QR-Code zur Seite

Hilfeleistungsübung einmal anders - Tagesseminar "LKW-Rettung"

Langenbrettachvon Markus Kreß, Feuerwehr Langenbrettach

Nachdem im Bezirk IV im ver­gan­genen Jahr ange­regt wurde, für die dem Bezirk ange­schlos­senen Wehren ein Tages­se­minar "LKW-Ret­tung" aus­zu­richten, wurde im Rahmen der Lan­gen­bret­ta­cher Stand­ort­aus­bil­dung das Thema Ver­kehrs­un­fall mit LKW im Übungs­plan vor­ge­sehen.

Ursprünglich wurde davon aus­ge­gangen, dass das Tages­se­minar vor der Stand­ort­aus­bil­dung statt­findet, aus ter­min­li­chen Gründen findet jetzt dieses Seminar im November statt. Die für das Seminar vor­ge­se­henen Feu­er­wehr­ka­me­raden wissen aber jetzt zumin­dest zum Teil, was ihnen "blüht".

Als Übungs­an­nahme wurde ein demo­lierter PKW recht­winklig vor die Motor­haube eines eben­falls präparierten LKWs geschoben. In beiden Fahr­zeugen war eine rea­lis­tisch vom DRK geschminkte Person ein­ge­klemmt. Um die Lage noch zu erschweren, war ein Zugang über die Fah­rer­seite und Front­seite des LKW, bzw. die Fahrer und -front­seite des PKW nicht möglich.

Nach der zeit­ver­setzten Alar­mie­rung des MTW, des LF 8/6 und des TLF 16/25 (beide Löschfahr­zeuge mit hydrau­li­schem Ret­tungsgerät) und des DRK, Orts­verein Neu­en­stadt, begann die (hof­fent­lich) inter­es­sante und anspruchs­volle Übung.

Erste Auf­gaben der nach­ein­ander ein­tref­fenden Kräfte waren die Absi­che­rung und das Aus­leuchten der "Ein­satz­stelle", Erkun­dung durch die jewei­ligen Grup­penführer, Benen­nung der Ein­satz­schwer­punkte für die Löschfahr­zeuge, Schaffen von Erstöffnungen zu den Ein­ge­klemmten und Rückmel­dungen per Funk an die Übungs­leit­stelle.

Nach dem Ein­treffen des Ret­tungs­dienstes (dieser Part wurde von 4 Angehörigen des DRK Neu­en­stadt über­nommen), dem Über­winden der "Cha­os­phase"dem Ein­richten der Geräteab­lage , und den Siche­rungs­mass­nahmen an den Unfall­fahr­zeugen begann in Absprache mit dem Ret­tungs­dienst die tech­ni­sche Ret­tung.

Als Her­aus­for­de­rung ent­puppten sich die ein­ge­schränkten Zugänge zu den Fahr­zeugen und natürlich die im Ver­gleich zum PKW wesent­lich grössere "Ret­tungshöhe" des LKW.

Ins­ge­samt also harte Nüsse für die Besat­zung des Löschgrup­pen­fahr­zeugs, denen die Befreiung des PKW - Fah­rers zuge­ordnet wurde, und der Gruppe des Tanklöschfahr­zeugs mit dem Ein­satz­schwer­punkt "LKW".

Trotz klei­nerer Schwach­punkte wurde die Ein­satzübung durch die Feu­er­wehr­ka­me­raden, sicher, über­legt und ziel­ge­richtet gemeis­tert, so fiel auch die Manöver­kritik der Beob­achter "Ret­tungs­dienst" und "Feu­er­wehr" recht kurz aus.

An dieser Stelle möchten sich die Feu­er­wehr­ka­me­raden aus Lan­gen­bret­tach bei den Angehörigen des DRK Neu­en­stadt a.K. bedanken, die durch ihre Mit­hilfe zum Erfolg dieser Übung bei­getragen haben.

Bild 1: Ein Zugang zum ein­ge­klemmten LKW - Fahrer wird geschaffen

Bild 2: Die "Unfall­stelle" aus der Frosch­per­spek­tive (manchmal gehen sogar Abtei­lungs­kom­man­danten in die Kniee!) von vorne

Bild 3: Die "Unfall­stelle" in der Über­sicht, vor dem LKW befindet sich der gecrashte PKW

Bild 4: Der ein­ge­klemmte LKW - Fahrer wird mit dem Ret­tungs­brett aus der von hinten durch­trennten und mit Ret­tungs­zy­lin­dern auf­ge­wei­teten Kabine befreit