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Großübung am Eppinger Raiffeisenzentrum

Eppingenvon Nicole Theuer, HSt

Rund um das Kraichgau-Raiff­ei­sen­zen­trum haben am Mon­tag­abend unzählige Blau­lichter an Fahr­zeugen der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr geblinkt. Auto­fahrer mussten Umwege in Kauf nehmen, da die Heil­bronner Straße gesperrt war. Was auf den ersten Blick besorg­nis­er­re­gend wirkte, ent­puppte sich auf den zweiten als Übung.

48 Ein­satzkräfte waren beim Alarm ins Feu­er­wehr­haus geeilt. Sie besetzten die Fahr­zeuge und rückten aus. „Im Ernst­fall hätten wir wei­tere Ein­satzkräfte nach­alar­miert“, erklärte Sven Zim­mer­mann, der Leiter der Führungs­gruppe.

Das Sze­nario: Ver­misste Person im Gebäude

„Fiktiv waren es der Löschzug Süd, ein Halbzug aus Bra­cken­heim mit der Dreh­leiter, der Fach­be­rater Chemie sowie der Mess­trupp aus Lauffen.“ Ins­ge­samt wären bei einem Ein­satz mehr als 100 Ein­satzkräfte vor Ort gewesen. „Die würden wir auch brau­chen“, ver­deut­lichte Kom­man­dant Martin Kuh­mann. „Innen sieht es nämlich nicht aus wie eine nor­male Indus­trie­halle. Im Ernst­fall müssten wir Mann und Maus mit­bringen“

Das Übungs­sze­nario hatte es in sich. Die Außentem­pe­ra­turen setzten den Atem­schutzgeräteträgern zu. Die Gebäudestruktur erwies sich als harter Bro­cken. Ange­nommen wurde ein Brand in einem Vorbau der Silotürme. Die Schwie­rig­keit: Eine Person wurde im Gebäude ver­misst. Zwei Trupps machten sich auf die Suche, während zwei wei­tere damit begannen, den Brand zu bekämpfen.

Kom­man­dant Kuh­mann zeigte sich mit dem Ver­lauf der Übung zufrieden, hatte sie doch neue Erkennt­nisse gebracht. „Wir haben fest­ge­stellt, dass es möglich ist, ver­letzte Per­sonen mit der Dreh­leiter über das Dach zu retten. Das hat in der Übung sehr gut funk­tio­niert.“ Für ihn ist es beru­hi­gend zu wissen, dass die Feu­er­wehr diese Möglich­keit habe. „Wir haben bei der Her­stel­lung der Was­ser­ver­sor­gung fest­ge­stellt, dass wir eine verstärkte Pumpe ein­bauen müssen, um den erfor­der­li­chen Was­ser­druck auf­recht zu erhalten.“