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Großbrand: Jetzt 7 Millionen Schaden

Heilbronnvon Helmut Buchholz, HSt

Eine rie­sige Rauch­wolke und min­des­tens sieben Mil­lionen Euro Schaden - das sind die Folgen eines Großbrandes einer Lager­halle meh­rerer Unter­nehmen auf dem Fiat-Gelände. In der Nacht zum Dienstag brannte der Kom­plex bis auf die Grund­mauern nieder. Das Feuer wütete nach Poli­zei­an­gaben so heftig, dass Stahlträger auf den Boden stürzten und nur ein Trümmer­feld übrig blieb, als der Brand­herd am Diens­tag­nach­mittag end­lich gelöscht war.

Noch am Vor­mittag war die Feu­er­wehr damit beschäftigt, klei­nere Glut­nester in der rie­sigen Trümmer­halde, die mal eine Lager­halle war, zu löschen. Doch der Wind blies immer wieder auf das 80 mal 60 Meter große Areal an der Heil­bronner Salz­straße und ent­fachte die Brand­herde. Abbruch­ar­beiten mussten unter­bro­chen werden, weil die Brand­sach­verständigen sonst noch weniger Spuren auf die Ursache des Brandes finden würden.

Die Brand­ruine zu betreten ist gefährlich. Es besteht Ein­sturz­ge­fahr. Inzwi­schen wurden auch zwei Experten vom Lan­des­kri­mi­nalamt zuge­zogen, um zu klären, was die Flammen ent­facht hat. "Die Rauchsäule war gigan­tisch und bestimmt meh­rere hun­dert Meter hoch", sagte Poli­zei­spre­cher Rainer Köller von der Polizei. Hin­weise auf vorsätzliche Brand­stif­tung gibt es nach seinen Angaben bisher nicht. Eher sei ein tech­ni­scher Defekt denkbar.

Die Scha­dens­summe wurde nach oben kor­ri­giert. Sie wird jetzt mit sieben Mil­lionen Euro ange­geben: Fünf Mil­lionen am Gebäude und zwei Mil­lionen an Waren und Ein­rich­tung in der Halle. Per­sonen befanden sich zum Glück keine in dem Gebäude. Aller­dings meldet die Feu­er­wehr, dass zwei ihrer Leute ver­letzt wurden. Einer riss sich beim Trans­port einer Spritze eine Fin­ger­kuppe ab. Ein Mann der Frei­wil­ligen ver­letzte sich auf dem Weg zum Brand mit­el­schwer. Er stieß mit einem Bus in Biberach zusammen. Der Bus­fahrer wurde dabei leicht ver­letzt.

Kom­man­dant Eber­hard Jochim schätzt, dass die Abbruch­ar­beiten zwei Tage dauern werden. Der Eigentümer der Halle, die Mosolf Asset Manage­ment GmbH, schickte einen Teil der 85-köpfigen Beleg­schaft heim. Mit einem Team von 25 Mit­ar­bei­tern wichen sie in anderes Gebäude aus, wo sie ver­su­chen, die Arbeit fort­zu­setzen. Was schwierig ist. Denn das Wer­be­ma­te­rial, Pro­spekte und Händler­un­ter­lagen, das ton­nen­weise in der Halle lagerte, wurde ein Opfer der Flammen. Das Unter­nehmen hat aber längst Mate­rial nach­ge­ordnet.

Einige Mit­ar­beiter standen mit Tränen in den Augen fas­sungslos von der Trümmern ihres Arbeits­platzes. "Sie stehen unter Schock", sagte Margot Mosolf. "Doch wir müssen wei­ter­ma­chen und wieder Nor­malität her­stellen", so der Geschäftsführer Erwin Schneider.

Bilder: Guido Sawatzki, HSt / HSt-Leser­fotos