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Grombacher Feuerwehr bekommt ein eigenes Feuerwehrhaus

Bad Rappenauvon Elfi Hofmann, HSt

Bisher muss die Grom­ba­cher Feu­er­wehr­ab­tei­lung im Bürger­haus unter­kommen. Jetzt hat der Bad Rap­pen­auer Gemein­derat einen Neubau auf den Weg gebracht. Nach­hal­tiges Bauen steht dabei im Zen­trum.

Nachdem die Feu­er­wehr­ab­tei­lung in der Kern­stadt ein neues Gebäude erhalten soll, werden jetzt auch die Pla­nungen für ein Feu­er­wehr­haus im Orts­teil Grom­bach kon­kreter. Bis­lang müssen die Flo­ri­ansjünger mit dem Unter­ge­schoss im Bürger­haus vor­lieb nehmen. Das könnte schon bald der Ver­gan­gen­heit angehören.

Erfolg­reiche Stand­ort­suche

Schon lange sei klar, dass der Standort nicht den Anfor­de­rungen ent­spricht, sagte Oberbürger­meister Sebas­tian Frei in der jüngsten Gemein­de­rats­sit­zung. Gemeinsam mit den Kame­raden hat die Stadt­ver­wal­tung des­halb einen Arbeits­kreis gebildet und über­legt, wo gebaut werden soll. Die Ent­schei­dung fiel auf ein Grundstück neben dem Kreisel an der Orts­straße. Einen ersten Plan für das Gebäude gibt es bereits. „Ein pfif­figer und gelun­gener Ent­wurf“, findet der Rat­haus­chef.

Vor­ge­sehen sind zwei Geschosse, die über Umklei­de­ka­binen für beide Geschlechter, einen großen Schu­lungs­raum sowie einen extra Bereich für die Jugend­feu­er­wehr verfügen. Auch über den Umwelt­schutz wurde sich Gedanken gemacht. So soll auf dem Dach eine Foto­vol­ta­ik­an­lage instal­liert, das Gebäude selbst in Holz­bau­weise gebaut werden. Außerdem sei man in Gesprächen mit der Firma Hemmer, die eine Bio­gas­an­lage in Grom­bach betreibt.

Nach­hal­tiger Neubau mit Ver­bes­se­rungs­po­ten­zial

„Der Aspekt der Nach­hal­tig­keit ist uns sehr wichtig und ist ein Bau­stein der Ener­gie­wende“, betonte Sebas­tian Frei. In erster Linie soll das Feu­er­wehr­haus natürlich gut funk­tio­nieren, aber eben auch nach­haltig gebaut werden. Der Gedanke gefällt auch der ÖDP-Frak­tion. Trotzdem wünschen sich die Gemeinderäte wei­tere Ver­bes­se­rungen. „Falls es mit der Nahwärme­ver­sor­gung nicht klappt, sollte eine Wärme­pumpe instal­liert werden“, argu­men­tierte Klaus Ries-Müller. In einem Neubau sollte keine Erd­gas­hei­zung mehr ver­baut werden.

Den geplanten Aufzug sieht die Frak­tion eben­falls kri­tisch, auch wenn es sich laut Hoch­bau­amts­leiter Alex­ander Speer nicht um einen klas­si­schen Lift han­delt, der außerdem wesent­lich günstiger als ein nor­maler Fahr­stuhl sei. „Wir holen aber gerade noch Ange­bote ein“, erläuterte Speer.

Dass der jet­zige Raum nicht mehr zeitgemäß ist, weiß auch Franz Fleck. „Das könnte auf jeden Fall ein inter­es­santes Gebäude werden, beson­ders an diesem Ort“, erklärte der CDU-Gemein­derat. Die ange­strebte Holz­bau­weise sieht er aller­dings kri­tisch. Für Mas­sivbau plädierte auch Rein­hard Künzel von der SPD. Diese sei lang­le­biger. „Schade, dass für die Finan­zie­rung Mittel aus anderen Pro­jekten abge­zogen werden müssen.“

Kos­ten­kal­ku­la­tion liegt bei 2,25 Mil­lionen Euro

Damit spielt der Sozi­al­de­mo­krat auf die Sanie­rung des Bürgerbüros in Heins­heim an, für das 850.000 Euro ver­an­schlagt waren. Ins­ge­samt geht die Stadt Bad Rap­penau im Moment von Kosten in Höhe von rund 2,25 Mil­lionen Euro aus. Im ver­gan­genen Jahr waren vom Land­ratsamt Heil­bronn 120.000 Euro Förder­mittel bewil­ligt worden.

Einig waren sich alle Gemeinderäte darin, dass sich etwas tun muss, um den Ein­satz der Feu­er­wehr in Grom­bach auf­recht halten zu können. „Hier wird nicht nur in die Zukunft der Wehr inves­tiert, son­dern auch in die Sicher­heit der Bürger“, sagte Bertram Last von den Freien Wählern, der beson­ders den Gedanken an die Jugend­ar­beit würdigte. „Damit wird ein guter Anreiz geschaffen, um Kinder und Jugend­liche noch besser für die Feu­er­wehr zu gewinnen.“

Mit dem Neubau wird der Feu­er­wehr­be­darfs­plan der Stadt Bad Rap­penau weiter umge­setzt. Die Abtei­lungen in Heins­heim und Ober­gim­pern haben davon schon pro­fi­tiert. In der Kern­stadt soll direkt neben dem jet­zigen Feu­er­wehr­haus in der Raiff­ei­sen­straße ein kom­plett neues Gebäude ent­stehen. Wie groß es wird und wann Bau­be­ginn ist, steht noch nicht fest. In Grom­bach ist man schon weiter. Die vorläufigen Pläne sehen zwei Geschosse mit einer großen Fahr­zeug­halle und einem Jugend­raum vor.