QR-Code zur Seite

Gewünscht wird Fahrzeug für die Mannschaft

Widdernvon Stefanie Pfäffle, HSt

Im Jahr 2000 erar­bei­tete die Stadt Wid­dern ein auf zehn Jahre ange­legtes Feu­er­wehr­kon­zept. Die Zeit ist fast vorbei, Kom­man­dant Wolf­gang Schlägel stellte dem Gemein­derat die geplante Fort­schrei­bung des Kon­zepts vor.

Wei­terhin muss die Wid­derner Feu­er­wehr in zwei Abtei­lungen, der­zeit sind 30 Flo­ri­ansjünger im Orts­teil Unterk­essach, 40 in Wid­dern, getrennt bleiben. „Wegen der Ent­fer­nungen und der vor­ge­schrie­benen Hil­fe­zeit von 13 Minuten ist es anders nicht machbar", erläuterte Schlägel.

Auf­gaben Von den bisher für die Gemeinde vor­ge­se­henen Auf­gaben sind einige erfüllt. Der Neubau des Gerätehauses in Wid­dern wurde in die Wege geleitet, und das benötigte Tanklöschfahr­zeug TLF 16/25 mit Was­ser­tank beschafft. In Unterk­essach hat sich dagegen noch nichts getan, es fehlten weiter Umklei­de­raum, Sanitärraum mit Dusche und Abgas­saug­an­lage. Letz­tere könne, wenn es bei den ver­an­schlagten 1000 Euro bleibe, ange­schafft werden, sagte Kämmerer Mirko Wein­beer zu.

Der wich­tigste Punkt ist für Schlägel die Beschaf­fung eines Mann­schafts­trans­port­wa­gens (MTW). Der alte VW-Bus wurde vom Tüv nur noch als bedingt ein­satzfähig ein­ge­stuft. Die Kame­raden steigen in Pri­vat­autos, wenn sie zu Fort­bil­dungen oder Sau­er­stoff­fla­schen trans­por­tieren müssen.

Nötig, so Schlägel, ist ein Gerätewagen (GW), um in Notfällen nicht mehr auf Bau­hof­fahr­zeuge zurückgreifen zu müssen. Unterk­essach benötige ein was­serführendes Fahr­zeug.

Wein­beer rech­nete vor: Ein Mann­schafts­trans­port­wagen kostet etwa 25 000 Euro, ein Zuschuss beläuft sich auf 10 000 Euro. Für einen Gerätewagen - Kosten etwa 80 000 Euro - beläuft sich der Zuschuss auf etwa 50 Pro­zent. „Den MTW bekommen wir sicher noch 2009 hin, beim GW müssen wir schauen, wie die Finanz­lage aus­sieht", meinte Bürger­meister Michael Rei­nert. Aus seiner Sicht müsse Unterk­essach aller­dings leider noch warten.

Umrüstung Unab­dingbar ist die Umrüstung auf digi­tale Alar­mie­rung, die im Land­kreis Heil­bronn 2009 eingeführt wird. Kosten: 20 000 Euro. Neue Ein­satz­klei­dung will der Kom­man­dant nach und nach aus dem eigenen Budget beschaffen.

Ein Pro­blem ist der Führer­schein. Neu­linge dürfen die über 3,5-Tonnen schweren Fahr­zeuge nicht mehr fahren, nur noch wenige Flo­ri­ansjünger machen den soge­nannten C-Schein bei der Bun­des­wehr. „In Nach­bar­ge­meinden zahlen die Gemeinden für den Führer­schein, wenn der Kamerad bereits eine Maschi­nis­ten­aus­bil­dung hat und sich für zehn Jahre ver­pflichtet", weiß Schlägel. Dieses Vor­gehen stößt auch bei den Gemeinderäten in Wid­dern auf posi­tive Reso­nanz.

Bild: Wolf­gang Schlägel erläutert das Feu­er­wehr­kon­zept. (Foto: Archiv/Andritsch)