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Geselligkeit unter Lindenblüten

Hardthausenvon Ute Plückthun, HSt

Das Lin­denblüten­fest hat Tra­di­tion in Gochsen: Auch die 20. Auf­lage lockte zahl­reiche Besu­cher mit der Aus­sicht auf Gesel­lig­keit und Gau­men­freuden in den Hardt­hau­sener Teilort. Zugleich fei­erte die Jugend­feu­er­wehr ihr zehnjähriges Bestehen und war­tete mit einem beson­deren Ereignis auf: Nach dem Sieg in Weins­berg rich­tete Hardt­hausen die sechste Adven­ture Tour der Kreis­ju­gend­feu­er­wehr Heil­bronn mit 32 teil­neh­menden Mann­schaften aus.

Gute Seele

"Mama Wolf": Ganz deut­lich steht es auf der roten Kochschürze von Eva Wolf. Nicht umsonst: "Sie ist die gute Seele unseres Festes", verrät Abtei­lungs­kom­man­dant Thomas Engler. Eva Wolf ist nicht nur bekannt für die knusp­rigen Hähnchen und saf­tigen Schnitzel, son­dern auch für die leckere Soße: An die 70 Liter hat Eva Wolf dafür gekocht, "das ist ein Tag, den man dafür opfern muss", sagt sie.

Geboren wurde das Fest an einem Dienstag im Rahmen des Feu­er­wehr­stamm­ti­sches. Schuld daran war die Linde, die "bestimmt 200 Jahre alt" und mitt­ler­weile längst Natur­denkmal ist: "Ihre Blüten haben so gut gero­chen, da kam mir die Idee zum Lin­denblüten­fest", erin­nert sich Ger­hard Kress. Seit 20 Jahren findet es nun unter ihren mächtigen Ästen statt, bietet immerhin 500 Sitzplätze und ist nicht nur Anzie­hungs­punkt für die zahl­rei­chen befreun­deten Feu­er­wehren aus der Umge­bung.

Noch bevor es offi­ziell los­geht, rührt Eva Wolf im großen Maul­ta­schen­topf: Der Feu­er­wehr­nach­wuchs aus dem kom­pletten Stadt- und Land­kreis muss sich stärken. Immerhin hat die Kocher­tal­ge­meinde 31 Mann­schaften zu Gast, die in zwei Teams zur Punk­te­jagd an den Start der Adven­ture Tour gehen: Zuerst sind die Mann­schaften aus der Umge­bung wie Wid­dern, Neu­en­stadt oder Jagst­hausen an der Reihe, später die Eppinger oder Neckar­west­heimer.

Für die Teams geht es trotz des Wett­kampf­cha­rak­ters vor­rangig um Spiel, Spaß und Span­nung. Mit einer Karte ausgerüstet, führt sie die aben­teu­er­liche Reise quer durch alle drei Teil­orte. Ins­ge­samt zehn Kilo­meter absol­vieren sie bei som­mer­li­cher Hitze zu Fuß, ledig­lich der An- und Abtrans­port erfolgt per Mann­schafts­wagen. Für Betreuer Oliver Kleiner und die sechs Kinder aus Gem­mingen führt die erste Etappe nach Lam­polds­hausen vor die Tore des DLR. Dort müssen sie her­aus­finden, wel­ches Gebäude gerade erstellt wird oder was eine Sowarla ist.

Ins­ge­samt mehr als 60 orts­ty­pi­sche Fragen gilt es für die Teil­nehmer zu beant­worten, die sich die Hardt­hau­sener Aus­richter als letzt­ma­liger Gewinner der Tour aus­ge­dacht haben. "Viele sind bewusst so gestaltet, dass sie nur mit Hilfe der Ein­wohner beant­wortet werden können", erklärt Marcel Karger, stell­ver­tre­tender Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wart im Stadt- und Land­kreis Heil­bronn. Die sind per Orts­blatt vor­ge­warnt und aus­kunfts­freudig. Wie Inge und Martin Müller, die während des Hecken­schnitts etliche Fragen der Oed­heimer Gruppe über Kocher­steins­feld klären.

15 Spiele stehen zusätzlich auf dem Pro­gramm. Während in Gochsen die Möckmühler aus Stützkrümmern und Strahl­rohren nach Bild­vor­lage eine fan­ta­sie­volle Spinne zusam­men­bauen, geht es für die Lan­gen­bret­ta­cher um Baum­stamm­weit­wurf. Und in Kocher­steins­feld müssen Bier­kisten gesta­pelt werden.

Bild: Der erste und dritte Platz der Adven­ture-Tour geht an die Jugend­feu­er­wehr Wid­dern. (Foto: Feu­er­wehr Hardt­hausen)