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Gefahrgutübung in Stein am Kocher

Die Feu­er­wehr Neu­en­stadt hält seit einiger Zeit über das Jahr ver­teilt einige Großübungen mit allen Abtei­lungen ab. Im August war nun die Firma Gemüsesaft im Gewer­be­ge­biet Mäurich das Übungs­ob­jekt. Hier konnte ein Gefahr­gut­un­fall mit einem Brand in einer Mon­ta­ge­halle kom­bi­niert geprobt werden.

Der Brand war durch Schweißarbeiten in der Mon­ta­ge­halle direkt neben der Abfüllung aus­ge­spro­chen. In der Halle selbst waren zahl­reiche Rei­ni­gungs­mittel und Gas­fla­schen gela­gert. Ein Mit­ar­beiter wollte geis­tes­ge­genwärtig noch ein Fass Rei­ni­gungs­mittel mit einem Stapler in das Freie bringen. Hierbei begann das Fass zu kippen, der Arbeiter ver­suchte noch dies zu stoppen. Hierbei wurde er jedoch vom Fass über­rollt und die Rei­ni­gungs­mittel ergossen sich über seine Arme und Beine. Hier bestand nun auch die Gefahr, dass Rei­ni­gungs­mittel in die Kana­li­sa­tion gelangen konnte.

Durch die Unter­neh­mens­lei­tung wurde dar­aufhin die Feu­er­wehr Neu­en­stadt alar­miert. Die Abtei­lungen Neu­en­stadt und Stein / Kochertürn rückten mit dem Löschzug aus Neu­en­stadt bzw. mit dem Löschgrup­pen­fahr­zeug 8/6 zur Ein­satz­stelle aus. Wenige Minuten später wurde die Abtei­lung Cle­ver­sulz­bach nach­alar­miert. Zusätzlich wurde zum Eigen­schutz und zur Betreuung der Ver­letzten das DRK Neu­en­stadt mit alar­miert. Die Abtei­lung Stein / Kochertürn begab sich nach Aufbau der Was­ser­ver­sor­gung in den Innen­an­griff und konnte das Feuer rasch unter Kon­trolle bringen. Unterstützt durch das Cle­ver­sulz­ba­cher Trag­kraft­sprit­zen­fahr­zeug – Wasser konnten die Ver­letzten Arbeiter sicher in das Freie gebracht werden und dem DRK überg­eben werden. Die Abtei­lung Neu­en­stadt wid­mete sich nach dem Ein­treffen dem ver­unglückten Stap­ler­fahrer und dem aus­lau­fenden Rei­ni­gungs­mittel. Hier konnte mit dem Leck­dicht­satz des Hil­fe­leis­tungslöschfahr­zeuges rasch das Fass abge­dichtet werden und der Fahrer außerhalb des Gefah­ren­be­reichs gebracht werden. Zum Schutz des in der nähe ver­lau­fenden Kochers wurde die Kana­li­sa­tion soweit abge­deckt, dass kein Rei­ni­gungs­mittel hin­ein­ge­langen konnte. Nachdem auch hier der Stap­ler­fahrer an das DRK überg­eben werden konnte „Feuer schwarz“ gegeben werden, damit war die Übung beendet.

In seiner Übungs­kritik gab sich Kom­man­dant Hartmut Schaf­froth zufrieden mit der Leis­tung der Feu­er­wehr. Sie konnte auch mit diesem ungewöhnli­chen Sze­nario gut umgehen und stellte ihre Schlag­kraft unter beweis. Abschließend fand ein Imbiss im Feu­er­wehr­haus in Stein statt.

Die Feu­er­wehr Neu­en­stadt dankt dem Übungs­ver­ant­wort­li­chen Lothar Vogt (stellv. Kom­man­dant und Abtei­lungs­kom­man­dant Stein / Kochertürn) für die Vor­be­rei­tung der Übung, ebenso der Gemüsesaft GmbH in Stein für die kon­struk­tive Zusam­men­ar­beit, unserem Nach­barn DRK Neu­en­stadt für den Ein­satz und den Jugend­feu­er­wehr­lern ebenso für die Mit­wir­kung als Ver­letz­ten­dar­steller.